Corona-Lockdown

Lauterbach wird laut: Verbot für den (Freizeit-)Sport?

23. November 2020, 10:24 Uhr

Symbolbild: Bode

Im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur hat sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sehr weit aus dem Fenster gelehnt, von überaus drastischen Maßnahmen gesprochen – und dem Sport eine düstere Zukunft vorausgesagt. Dass er weitere Einschränkungen erwarten würde, war da noch der harmlose Part…

Sollten sich die Fallzahlen nicht gut entwickeln, „dann könnte ich mir gut vorstellen, dass wir den Freizeitsport und auch den Profisport, zumindest den Hallensport, komplett verbieten“, so der 57 Jahre alte Bundestagsabgeordnete im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur vor den Beratungen von Bundesregierung und Ministerpräsidenten am kommenden Mittwoch. Der Hallensport sei „bei den momentan hohen Fallzahlen nicht sicher zu begleiten und auch mit Corona-Tests der Sportler nicht sicherzumachen“, führte Lauterbach aus. „Selbst beim Profi-Fußball bin ich nicht sicher, wie lange wir das noch durchhalten. Wenn es immer mehr Fälle gibt in den Klubs selbst, dann wird es schwierig. Dann sind die Geisterspiele nicht mehr so sicher wie sie waren. Auch die Vorbildfunktion ist dann nicht mehr gegeben“, sagte Lauterbach der „DPA“.


Allerdings hätten sich die Geisterspiele in der Bundesliga „als sicherer erwiesen, als ich gedacht habe. Ich hatte gedacht, dass es um die Geisterspiele herum große Fan-Ansammlungen gibt und sich die Fans gegenseitig infizieren. Ich hatte auch mit einer höheren Zahl an infizierten Spielern gerechnet. In beiderlei Hinsicht lag ich falsch", gestand der SPD-Politiker.

Der Sport, auch der Freizeitsport, habe in der Gesellschaft einen hohen Stellenwert, allerdings brauche man zum Sporttreiben keine Kontakte mit anderen. „Wir kommen nicht aus der hohen Inzidenzzahl heraus, die uns zwangsläufig zur Überlastung in der Intensivmedizin und auch zu mehreren hundert Todesfällen pro Tag führt, wenn wir die Kontakte nicht um 75 Prozent reduzieren. Die Kontakte beim Sport sind nicht wichtiger als die Kontakte außerhalb des Sports in der Freizeit“, befindet Lauterbach, dessen Äußerungen im Freizeitsport nicht sonderlich gut ankommen dürften...

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