Bezirksliga 06

Sinemus-Show vor FENIX Trophy-Start: Elija spielt Eidelstedt schwindelig

20. September 2021, 09:31 Uhr

Falkes Elija Sinemus (li.) spielte den SV Eidelstedt schwindelig. Foto: noveski.com

Sie brauchten eine Viertelstunde Anlauf – doch dann kam der Motor des HFC Falke ins Rollen. Und zwar so richtig. „Toll, wie sich die Truppe als Mannschaft auf dem Platz immer wieder findet, auch wenn man mal eine schwierige Phase hat“, sprach HFC-Coach nach dem 5:1-Erfolg gegen den SV Eidelstedt auf den durchaus verkorksten Einstieg ins Spiel sowie den frühen Rückstand an.

Und so machte Hellmann auch keinen Hehl daraus, dass „in den ersten 15 Minuten eigentlich nur Eidelstedt auf dem Platz war. Sie waren sehr bissig, sind sofort vorne draufgegangen, hatten viele Ballgewinne und nahezu alle zweiten Bälle waren bei denen. Wir sind echt nur hinterhergelaufen.“ Dementsprechend verdient war die Führung der Gäste an der Vogt-Kölln-Straße, als sich der SVE toll durchspielte und Oliver Schröder mit einem herrlichen Chip ins lange Eck den weit vor seinem Kasten postierten Marco Wendt überlupfte (18.). „Das haben sie gut gemacht“, erkannte Hellmann neidlos an. „Wir kamen immer einen Schritt zu spät.“

Sinemus spielt Eidelstedt schwindelig

Gleich zweimal hieß es: Sinemus (li.) auf Ebbecke - Tor. Foto: noveski.com

Für die Falken war es zugleich der erste Gegentreffer im bisherigen Saisonverlauf. Dennoch: Nach drei Siegen zum Start zeigte man sich unbeeindruckt und versprühte in der Folge das zuletzt getankte Selbstvertrauen. „Auch bedingt durch den super Start, glauben die Jungs an das, was wir machen wollen und an ihre Stärke“, befand Hellmann. „Über Zweikämpfe“ habe man sich „ins Spiel zurück gearbeitet und die Räume besser besetzt – auch gegen den Ball“, erklärte „Helle“. Zudem habe man es „häufiger mal mit längeren Bällen“ probiert, „weil wir gegen die Dreierkette des Gegners gesehen haben, dass über die Außen was geht“.

Und wie was ging! Nachdem Elija Sinemus ein, zwei Anläufe brauchte, wo Timo Riemer noch knapp verpasste, spielte er den Kontrahenten über seine linke Seite schwindelig und zeigte den Eidelstedtern oft nur die Hacken. Immer wieder ging es nach dem gleichen Schema: Sinemus mit Tempo über links, quer gelegt auf den ersten Pfosten, der eingelaufene Hendrik Ebbecke sagte zum ersten Mal artig „Danke“ – 1:1 (27.). Wenig später war es ein Eckball von Benjamin Baarz auf den langen Pfosten, den Timo Riemer per Kopf zum 2:1 in die Maschen beförderte (33.).

Sinemus-Show geht weiter

Doch dann ging sie weiter, die große Sinemus-Show. Erneut war der „Flügelflitzer“ über seine linke Seite enteilt und steckte tief auf Niclas Schlafke, der mit der Pike durch die Hosenträger von Hendrik Zander auf 3:1 stellte (46.). Der wohl schönste Angriff des Spiels ereignete sich in Minute 59: Schlafke drehte im Zentrum super auf, ging mit Tempo auf seinen Gegenspieler zu und bediente Sinemus. Nach dessen Querpass – natürlich vom linken Flügel – fungierte abermals Ebbecke als dankbarer Abnehmer. Schon zuvor hatte „Edel-Vorbereiter“ Sinemus höchstselbst die Chance auf den vierten Treffer, scheiterte aber an Zander.

Falke hofft bei FENIX Trophy-Auftakt auf eine "sensationelle Kulisse"

Beim HFC Falke steigt die Vorfreude auf das internationale Highlight am Mittwochabend gegen Prag. Foto: Verein

Mit einer Ausnahme – Ex-Regio-Spieler Leon Kroiß lupfte freistehend über das HFC-Gehäuse – spielte im zweiten Durchgang nur noch eine Mannschaft. Der Schlusspunkt: Sinemus war nicht zu halten, Schlafke schob den Querpass zum 5:1 ins Netz (83.)! „Unterm Strich ein total verdienter Sieg“, jubelte Hellmann, der die Geschicke in dieser Spielzeit zusammen mit Sebastian Stoffers leitet. Seine Elf habe sich am Ende „dafür belohnt, dass sie ruhig geblieben ist und über Grundsätze im Fußball zurückgearbeitet hat“, konstatierte Hellmann, der abschließend bereits einen Blick voraus auf den kommenden Mittwochabend, wo es zum Auftakt der FENIX Trophy an der Hagenbeckstraße (19 Uhr) zum Duell mit den Prague Raptors kommt, warf: „Nach diesem super Start in Pokal und Liga haben sich die Jungs das internationale Spiel am Mittwoch aber sowas von verdient. Hoffentlich vor einer sensationellen Kulisse.“ Man wolle „das Spiel und die Atmosphäre genießen“, so Hellmann: „Wir freuen uns schon mega darauf!“

Autor: Dennis Kormanjos

Kommentieren