Oberliga 01

Mit einem Jahr Anlauf: Hacker will’s bei Curslack nochmal wissen!

27. Januar 2022, 18:00 Uhr

Curslack-Manager Oliver Schubert (re.) und sein Neuzugang Luis Hacker bei der Vertragsunterzeichnung. Foto: Bode

Oliver Schubert macht keinen Hehl daraus, „dass wir Luis gerne schon in der letzten Saison gehabt hätten“, so der Manager des SV Curslack-Neuengamme über Luis Hacker. Damals kamen die „Gramkowwegler“ jedoch einen Schritt zu spät. Denn Hacker stand bereits beim ASV Hamburg im Wort. Nun aber hat’s geklappt! „Er möchte wieder einen Tick höher spielen und angreifen“, betont Schubert – und bestätigt zugleich, dass der 24-Jährige der erste Sommer-Zugang des SVCN ist.

Luis Hacker (Mi.) an der Seite seines Ausbilders und SVCN-Manager Oliver Schubert (re.)

„Luis ist ein super Fußballer, der in seinen jungen Jahren bereits einige ambitionierte und höherklassige Stationen hatte“, erinnert Schubert an die Anfänge des „Sechsers“ beim SC Victoria Hamburg. Es folgten 19 Regionalliga-Einsätze für Altona 93 sowie ein anderthalbjähriges Gastspiel beim FC Teutonia 05. „Leider hat ihn dort eine schwere Verletzung monatelang aus der Bahn geworfen.“ Doch nun ist Hacker wieder fit – und will es nach einem Jahr beim Landesligisten ASV Hamburg wieder wissen!

„Wir haben im letzten Jahr durch Zufall erfahren, dass er seine Ausbildung bei unserem Hauptsponsor macht“, verrät Schubert. Genauer gesagt: „Ich hatte meinem Chef damals zwei Karten für das Pokalfinale von Teutonia gegen Norderstedt geschenkt“, lässt uns Hacker wissen. Wie es der Zufall so wollte, fragte dieser ausgerechnet Schubert, ob der nicht mitkommen wolle. Als der SVCN-Manager hörte, wer der sportliche Protagonist des Entscheidungsspiels um die DFB-Pokal-Teilnahme ist, der seine Ausbildung beim Sponsor der „Deichkicker“ absolviert, bekundete er sein sofortiges Interesse.

"Bin mit 24 Jahren in der Blütezeit als Fußballer"

Aber: „Ich hatte bereits beim ASV zugesagt und wollte mein Wort nicht brechen“, so Hacker. Dennoch riss der Kontakt nie ab. „Ich habe auch mit Christian Woike (Trainer des SVCN, Anm. d. Red.) lange gesprochen. Das war kein ‚alltägliches Geschnacke‘, sondern er hat mir klar erzählt, was er vorhat und auf was er Bock hat. Letztlich hat die Situation jetzt einfach gepasst“, erklärt der Mittelfeldakteur – und führt erklärend aus: „Ich bin mit 24 Jahren quasi in der Blütezeit als Fußballer und hatte wieder Bock, höher zu spielen – und mich zu fordern.“

"So etwas Herzliches wie beim ASV habe ich noch nicht erlebt"

Wie es der Zufall so wollte, traf Hacker in der ersten Pokalrunde mit dem ASV Hamburg auf seinen künftigen Club. Foto: Bode

Allerdings sei ihm auch wichtig, zu erwähnen, dass ihm die Entscheidung nicht leichtgefallen sei – denn: „Ich bin wirklich überglücklich beim ASV! Das ist ein richtig cooles Team mit richtig coolen Leuten im Drumherum. So etwas Herzliches habe ich bisher noch nicht erlebt. Ich bin immer mit einem großen Spaßfaktor zum Training gekommen. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Deshalb fällt es mir auch schwer, dort wieder wegzugehen. Aber ich habe mir gesagt: Wenn ich nochmal wechsle, dann aufgrund des Bemühens zu Curslack.“

Auch am Gramkowweg ist man „sehr froh, dass er jetzt den Weg zu uns gefunden hat. Er passt sowohl fußballerisch als auch menschlich perfekt zu uns“, ist sich Schubert sicher. Hacker soll „im zentralen Bereich seine Erfahrung und seine fußballerische Klasse mit einbringen, damit wir noch stabiler werden“. Und so ganz ohne Ansprüche kommt Hacker auch nicht zum SVCN. „Wir wollen schon oben mitspielen und im Pokal so weit wie möglich kommen“, will er wieder durchstarten.

Autor: Dennis Kormanjos

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