Landesliga Hammonia

17 (!) Tore zum Abschluss: Winkel verabschiedet sich mit der Torjägerkanone von der „Bülte“!

16. Mai 2024, 10:27 Uhr

Stefan Winkel traf in seinem letzten Spiel für den SC Poppenbüttel sage und schreibe 17-fach beim 27:0-Kantersieg gegen HNT. Foto: noveski.com

Man konnte noch so viele Tore schießen – es half alles nichts mehr: Der Abstieg des SC Poppenbüttel war schon vor dem abschließenden Saisonspiel gegen die abgeschlagene und mit zwei Minuspunkten am Tabellenende rangierende Alte Herren der Hausbruch-Neugrabener TS besiegelt. Und dennoch hatte man zumindest noch ein kleines Ziel vor Augen: „Die Jungs wollten mir nochmal die Torjägerkanone gönnen“, verriet Stefan Winkel. „Deswegen wurde mir der eine oder andere Ball, der sonst vielleicht nicht noch einmal quergelegt wird, zugepasst.“ Da man auch das Ergebnis der HNT vom vorangegangenen Wochenende (0:29 gegen TBS Pinneberg) wahrgenommen hatte, „waren wir schon ein bisschen darauf eingestellt, wie es laufen kann“, so Winkel.

Mit 41 Treffern sicherte sich Winkel (li.) zum Abschied die Torjägerkanone in der Landesliga Hammonia - aber er hat noch nicht fertig. Foto: noveski.com

71 Spiele, 93 Tore und 65 Assists: Mit 158 Scorerpunkten hat Stefan Winkel ein äußerst imposantes zweites Gastspiel beim SC Poppenbüttel hinter sich gebracht. Denn: Nach vier Jahren an der „Bülte“ strebt Winkel mit noch 33 Jahren ein neues Kapitel in seiner sportlichen Laufbahn an. Mit dem Abstieg des SCP endet seine Zeit in Poppenbüttel. „Ich gucke mich jetzt um, was für mich spannend ist und in Frage kommt. Ich habe schon mit dem einen oder anderen Verein gesprochen und habe auch Bock, nochmal etwas Neues zu machen und auch nochmal anzugreifen“, sieht sich Winkel „auch in meinem schon etwas fortgeschrittenen Alter noch dazu in der Lage, einer Mannschaft etwas geben zu können“.

Winkel trifft bei 27:0-Kantersieg 17-fach

Genau so groß ist der Anreiz, „eine neue Truppe kennenzulernen“, sagt uns Winkel, der ein Gesamtpaket finden will, „wo alles zusammenpasst: Der sportliche Anspruch und der Aufwand“, so der Papa einer Tochter, der sich in seinem letzten Spiel für den SCP wahrscheinlich in die Rekordbücher eingetragen hat. Beim 27:0-Kantersieg gelangen Winkel, der es auch mit fast 34 Lenzen noch immer kann, sage und schreibe 17 Treffer! „Tatsächlich war es in der zweiten Halbzeit so, dass wir zwischendrin ein bisschen ‚Larifari‘ gespielt haben und mein Ehrgeiz geweckt wurde, so dass ich mir gesagt habe: ‚Wenn ich auf dem Platz stehe, dann möchte ich auch gerne noch ein paar Buden machen.‘ So kam das dann zustande.“

"Hätten ehrlicherweise nicht gedacht, dass es so kommt"

Auch mit fast 34 Jahren hat Stefan Winkel noch nichts von seinem Ehrgeiz eingebüßt und möchte nochmal angreifen. Foto: noveski.com

Dank seiner Teamkollegen und seiner 17 Buden sicherte sich Winkel mit 41 Saisontoren – trotz des Abstieges seines Teams – die Torjägerkanone in der Landesliga Hammonia. Zumindest ein kleiner Trost für eine eher misslungene Spielzeit seines Teams. „Der Saisonverlauf war insgesamt natürlich sehr unglücklich für uns. Wir sind mehr als unzufrieden, wie das jetzt gelaufen ist. Ehrlicherweise hätten wir das auch nicht gedacht, dass es so kommt, weil die Entwicklung bis zur Halbserie eigentlich sehr positiv war. Danach hatten wir immer mal wieder Probleme, so richtig in die Spur zu finden“, konstatierte Winkel im Anschluss an die Rekord-Begegnung.

"Man muss konstatieren, dass wir zurecht abgestiegen sind"

Man habe zwar immer mal wieder „mit guten Ergebnissen und auch guten Spielen“ überzeugen können, aber letztendlich „zu viele späte Gegentore bekommen, die uns das Genick gebrochen und wodurch wir auch viele Punkte hergeschenkt haben, so dass es am Ende nicht gereicht hat. Da muss man dann auch am Ende konstatieren, dass wir zurecht abgestiegen sind. Es hat einfach nicht gereicht“, so der scheidende Goalgetter, der abschließend jedoch betonte: „Ich hoffe, dass der Neuaufbau und der Neustart in Poppenbüttel erfolgreich vonstattengehen wird.“ Denn der SCP ist für Winkel schließlich nicht irgendein Verein…

Autor: Dennis Kormanjos

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