Oberliga

„Abgespielt und zusammengespielt!“ – Cordi sorgt für „maximale Enttäuschung“ bei Süderelbe!

24. Februar 2024, 02:38 Uhr

Arbes Tahirsylaj (re.) bejubelte einen Doppelpack beim 3:2-Sieg seiner Concorden am Kiesbarg. Archivfoto: noveski.com

In der vergangenen Woche verhalf er der eigenen U23 mit einem satten Fünferpack zu einem 9:0-Kantersieg über den ASV Hamburg. Am Freitagabend stand Caner Bektas wieder in der Startelf von Concordia Hamburg im Gastspiel beim FC Süderelbe. Nicht nur das. Am Ende avancierte der 19-Jährige erneut zum Matchwinner für seine Concorden. „Wir haben ein bisschen aufgemacht, weil wir das Spiel gewinnen wollten“, ging Stefan Arlt beim Stand von 2:2 ins Risiko – und wurde mit seinem FC Süderelbe gnadenlos ausgekontert. Alexander Koval versuchte noch mit Leibeskräften zu retten, was letztlich nicht mehr zu retten war – und fälschte Bektas‘ Schuss entscheidend ab. Der 3:2-Siegtreffer für die Gäste vom Bekkamp (79.)!

„Wir sind wieder mal unzufrieden und maximal enttäuscht. Am Ende des Tages zählen die Tore – und nichts anderes“, war Süderelbe-Coach Arlt ziemlich bedient, obwohl sich sein Team „in der ersten Halbzeit einen Haufen Chancen herausgespielt“ habe, wie er konstatierte. „Wir hatten viel Tempo im letzten Drittel – ohne dabei alles so umzusetzen, wie wir das besprochen hatten. Trotzdem hat es gereicht, um sich in den ersten 20 Minuten bereits drei, vier Hochkaräter herauszuspielen“, doch Cordi-Keeper Jan Hoffelner und das eigene Unvermögen im Abschluss standen einem Torerfolg zunächst noch im Weg.

Tahirsylaj bestraft Süderelbe-Patzer

Vor dem Spiel am Freitagabend am Kiesbarg gab es eine Schweigeminute für den kürzlich verstorbenen Weltmeister Andreas Brehme. Foto: privat

Bis zur 17. Spielminute jedenfalls, als Jorge Camacho auf links durchbrach, Hoffelner dessen Schuss entschärfte, die Kugel aber von Farukhan Bulut unglücklich in die eigenen Maschen kullerte. „Ein erzwungenes Tor“, befand Arlt. Und auch sein Gegenüber musste eingestehen: „In der ersten Halbzeit hat Süderelbe das richtig gut gemacht“, so Thomas Runge, der aber einen Mann in seinen Reihen hatte, den er diesmal „wirklich herausheben“ musste. Die Rede ist von Arbes Tahirsylaj. Zuletzt schien es so, als wollte es der Torjäger immer wieder für sich erzwingen und agierte dementsprechend oft zu eigensinnig. Am Freitagabend am Kiesbarg fungierte Tahirsylaj aber als Teamplayer – mit durchschlagendem Erfolg.

Erst gelang Tahirsylaj „aus dem Nichts“, wie Arlt meinte, der Ausgleich (21.). Nachdem sich Erolind Krasniqi und Can Kömürcü im Zentrum gegenseitig behinderten, Tahirsylaj gegen Nico Reinecke davonzog und auch Armand Demalija nicht allzu gut aussehen ließ. Dann egalisierte der Goalgetter den abermaligen Rückstand durch einen herrlichen Schlenzer von Marius Wilms – nach einer tollen Stafette über die halblinke Seite (60.) – mit seinem zweiten Streich. Dabei profitierte der 20-Jährige von einem dicken Aussetzer Demalijas, der das Leder ohne jede Not in die Füße des Gegners spielte (70.). Tahirsylaj bedankte sich mit dem Tor zum 2:2!

"Diese drei Tore dürfen wir nie kriegen - das sind Geschenke!"

In der Vorwoche glänzte Caner Bektas als fünffacher Torschütze für Cordi II. Nun erzielte er den 3:2-Siegtreffer für die Liga bei Süderelbe. Archivfoto: noveski.com

„Wir haben in der Pause angesprochen, dass wir etwas lockerer in unserem ganzen Vorhaben sein müssen, dass wir dadurch dann mehr Konsequenz erlangen könnten“, verriet Arlt. „Wir haben uns auch ins Spiel zurückgearbeitet – doch dann hatte unser Torwart in einer Vier-gegen-Zwei-Situation eine Idee.“ Möglichkeiten habe man trotzdem genug gehabt. „Diese drei Tore dürfen wir nie kriegen! Das sind Geschenke“, haderte Arlt mit der Art und Weise der Gegentreffer gegen ackernde Concorden. „Ich finde, hintenraus haben wir verdient gewonnen, weil wir sehr diszipliniert und geordnet gespielt haben. Einige haben mehr reingeworfen, als ich erwartet habe. Das war auf vielen Positionen sehr positiv. Und vorne waren wir sehr effektiv“, lobte Runge seine Mannen.

Man sei „zweimal zurückgekommen“ und habe dann auch noch den „Lucky Punch“ durch Caner Bektas gesetzt. „Eine wirklich überzeugende Leistung meiner Mannschaft“, strahlte Runge, der den Erfolg unter das Motto packte: „Abgespielt und zusammengespielt!“ Als Team war man erfolgreich und möchte in der kommenden Woche gegen den Düneberger SV genau daran anknüpfen: „Das ist ein Sechs-Punkte-Spiel. Wir müssen den Vorsprung halten und sind noch lange nicht raus. Aber so langsam kriegen wir das hin, auch mal über 90 Minuten gefestigt zu spielen“, bilanzierte der Cordi-Coach.

Autor: Dennis Kormanjos