Landesliga Hammonia

Alsterbrüder siegen trotz Barberas Buden

26. September 2022, 13:17 Uhr

Jubelnde Alsterbrüder nach dem Sonntags-Strahl in den Knick von Luca Drude (3. v. re.) zum 3:2-Sieg. Foto: Klaas Dierks

Am Sonntagmittag empfing der FC Alsterbrüder bei Nieselregen auf eigenem Geläuf die Mannschaft von Nikola Tesla. Mit einem Sieg können sich die Hausherren im oberen Tabellendrittel etablieren. Auch Tesla, mit zwei Partien weniger, hätte mit einem Sieg die Chance, in obere Tabellenregionen vorzustoßen. Das Spiel gestaltet sich bis zur Schlussphase der ersten Halbzeit relativ ausgeglichen ohne große Höhepunkte auf beiden Seiten. 

Das 1:0: Konrad Janta zirkelt einen Freistoß ins Eck und lässt Dustin Reddig keine Chance. Foto: Klaas Dierks

Sowohl Pabst für die Alsterbrüder als auch der von Hansa 11 zu Tesla gewechselte Knipser Ezequiel Bautista Barbera haben gute Möglichkeiten – der Torerfolg bleibt ihnen jedoch versagt. In der 40. Minute dann das 1:0: Konrad Janta verwandelt einen Freistoß von der rechten Seite direkt aus 25 Metern in den linken Winkel des Tores von Dustin Reddig. Und nur drei Minuten später beendet Antonio Pabst aus zentraler Position seine kleine Torflaute mit dem 2:0. Durch die Beine eines Verteidigers schießt er den Ball flach ins rechte Eck und lässt Teslas Keeper, der den Ball spät sieht, aus 16 Metern keine Chance. So geht es in die Pause.

Das 2:0 für die Hausherren: Antonio Pabst bringt das Runde an Tesla-Torsteher Dustin Reddig vorbei ins Eckige. Foto: Klaas Dierks

Nach Wiederanpfiff gehören die ersten Minuten dem Gastgeber. Der Ball kommt über mehrere Stationen zu Felix Niebuhr im gegnerischen Sechzehner. Der schließt mit dem schwächeren Fuß ab und verzieht. Kurz darauf prüft der agile Barbera Torwart Moritz Kühn, der keine Mühe hat, den Ball zu entschärfen. Aber Tesla glaubt an sich und wird stärker. In der 53. Minute hat Luis Honig die Möglichkeit, im Alsterbrüder-Strafraum abzuschließen, will am hinzuspringenden Verteidiger vorbeilegen. Handspiel! Elfmeter. Barbera läuft an, Kühn hält, aber der Nachschuss sitzt (55.).

Jetzt sprühen die Funken bei Tesla. Der Druck steigt. Immer wieder wird der ballsichere Barbera von seinen Mitspielern gesucht und gefunden, doch die Abwehr der Heimmannschaft ist aus dem Spiel heraus nicht zu überwinden. Aber es gibt ja noch die Standards. Ecke in der 62. Minute. Auch die führt Barbera aus. Vor und auf der Torlinie des Kastens von Moritz Kühn drängen und drängeln sich 15 Spieler. Die Ecke kommt, wird lang und länger und schlägt hoch am langen Pfosten ein. 2:2. Großer Jubel bei Tesla. Geht noch mehr? Die Alsterbrüder geraten zunehmend unter Druck, aber Tesla schafft es nicht, den Ball zwingend vor das gegnerische Tor zu bringen. Auch die Alsterbrüder tun sich schwer, strukturiert Druck nach vorne zu entwickeln. Bis zur 76. Minute.

Das 2:2 durch eine direkt verwandelte Ecke von Ezequiel Bautista Barbera. FCA-Keeper Moritz Kühn streckt sich vergeblich. Foto: Klaas Dierks

Nach längerer Zeit gelingt den Alsterbrüdern mal wieder eine Ballstafette über mehrere Stationen. Von der rechten Seite ist es dann Konrad Janta, der den Ball gerade noch vor dem Überqueren der Torauslinie hoch nach innen bringt. Ein Verteidiger köpft den Ball ins linke Halbfeld. Dort steht Luca Drude, der den Ball aus 25 Metern einfach mal draufhaut. In einer hohen Kurve fliegt der Ball auf das Tor zu und senkt sich im richtigen Moment in den Winkel. Mit einem Sonntagsschuss zum 3:2. Das sollte doch jetzt Sicherheit geben. Aber das ist nicht der Fall. Die letzte Viertelstunde wird hektisch. Tesla gibt sich nicht geschlagen und versucht mit Macht, aber wenig Fortune den Ausgleich zu erzwingen.

Die Alsterbrüder lassen sich von der Hektik anstecken, statt den Vorsprung clever ins Ziel zu bringen. Besonders die Ecken, eigentlich eine Spezialität der Heimmannschaft, bringen Gefahr für die Alsterbrüder, da sich die Tesla-Spieler dafür fast vollständig im Bereich des gegnerischen Tores positionieren. Dabei kommt es dann zu unübersichtlichen Situationen.

Anschließend war der Jubel bei Tesla-Doppeltorschütze Bautista Barbera (Mi.) groß. Zu etwas Zählbarem reichte es dennoch nicht. Foto: Klaas Dierks

So auch in der 90. Minute, als ein Alsterbrüder-Spieler bei einer Tesla-Ecke mit Gelb-Rot vom Platz gestellt wird. Eine umstrittene Entscheidung. Tesla hilft sie nicht mehr. Es bleibt beim knappen Sieg der Hausherren, die nun als Aufsteiger den fünften Sieg in Folge verbuchen können, und als Sechster nur vier Punkte hinter der Tabellenspitze liegen. Ob die Ambitionen der Alsterbrüder, sich oben zu etablieren, aufgehen, werden die nächsten vier Wochen zeigen. In denen wird das Team gegen die ersten drei der Tabelle antreten müssen. Aber erstmal gilt die Konzentrationen dem Pokalfight gegen den Landesligisten Oststeinbek am nächsten Montag.

Tesla hätte gerne etwas Zählbares mitgenommen, hat aber ja noch zwei Spiele in der Hinterhand, um sich weiter nach vorne zu schieben. Im Pokal empfängt Tesla den klassenhöheren TSV Niendorf. Vielleicht eine Möglichkeit mit einem guten Spiel für Aufsehen zu sorgen.

Klaas Dierks

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