Landesliga Hansa

Armer Andy: Guter „Aushilfskeeper“ Asare-Kumi Poku fängt sich vier

Lohbrügge feiert gegen Türkiye den 13. Sieg in Serie

26. Oktober 2019, 18:48 Uhr

Komm, lasst euch umarmen: Pascal Bäker, Danijel Stuntic und Mohamed Labiadh (v.li). feiern den Lohbrügger Sieg. Foto: Bode

Der Tabellenführer marschiert und marschiert – und keiner scheint ihn stoppen zu können. Auch der FC Türkiye nicht. Die Mannschaft von Coach Jörn Großkopf musste sich am Samstagnachmittag dem VfL Lohbrügge mit 1:4 geschlagen geben – der 13. Sieg in Serie für den Spitzenreiter. Allerdings tat sich der „Liga-Leader“ vor eigenem Publikum am Binnenfeldredder dabei schwer, führte zur Pause „nur“ 1:0 und erzielte drei seiner Treffer durch Standards. „Der Sieg war hochverdient. Wir bleiben weiterhin auf dem Platz an der Sonne – und da wollen wir auch bis zum Ende bleiben“, fasste Elvis Nikolic zusammen, doch der Coach des VfL musste auch eingestehen: „Das war ein sehr zähes Spiel.“

Vornehmlich, so Nikolic, „weil sich Türkiye hinten reingestellt hat. So wie das alle Gegner gegen uns machen. Das müssen wir jedes Mal brechen. Die Standardsituationen werden da langsam zu einer unserer Stärken.“ Vor der Pause gelang dies Anto Zivkovic nach einer Ecke von Ozan Gencel. Nach dem Seitenwechsel traf Danijel Suntic zunächst per Freistoß, dann verlängerte Pascal Bäker eine Ecke per Kopf auf Suntic, der erneut erfolgreich war. Den Schlusspunkt für den VfL setzte Bäker dann selbst. Für den letzten Treffer der Begegnung sorgte allerdings Türkiye. Dennis Rosenthal war nach einer Vorlage von Andy Asare-Kumi Poku erfolgreich – und der Ehrentreffer war ein ganz besonderer, den Asare-Kumi Poku bereitete ihn als Torhüter vor.

Malyk: „Die Mannschaft hat es diszipliniert und sehr ordentlich gemacht“

Dennis Rosenthal erzielte den Ehrentreffer für den FC Türkiye. Foto: Bode

Richtig gelesen: Der eigentliche Feldspieler stand beim FCT diesmal zwischen den Pfosten und hatte seinen Teamkollegen Rosenthal per Anschlag bedient. Rosenthal setzte sich dabei gegen Adam Hamdan durch, nahm dem VfL-Abwehrmann einige Meter ab und hob die Kugel von der rechten Strafraumgrenze in die Maschen. „Ein sehenswerter Treffer“, wie Seweryn Malyk nach dem Spiel befand. „Die Vorzeichen für uns waren äußerst ungünstig. Als wenn die Aufgabe nicht schon schwer genug gewesen wäre, mussten wir vorm Spiel einen weiteren Nackenschlag verkraften“, berichtete Türkiyes Manager mit Blick auf die ungewöhnliche Lösung im Tor. „Faruk Müller musste nach dem Aufwärmen verletzungsbedingt passen, unsere etatmäßige Nummer eins, Daniel Göbel, ist verreist und unser Torwarttrainer Zakaria Chergui laboriert ebenfalls an einer Verletzung“, so Malyk.

„Andy hat seine Sache zwischen den Pfosten wirklich gut gemacht“, befand der Türkiye-Manager und bilanzierte: „Erwartungsgemäß hatte Lohbrügge mehr vom Spiel. Wir standen in einem 4-5-1-System kompakt und haben es dem Gegner schwergemacht. Der 0:1-Rückstand fiel aus unserer Sicht etwas unglücklich, hat aber nichts daran geändert, dass wir uns gut präsentiert haben.“ Einen Umstand, den auch die 1:4-Niederlage nicht trüben konnte. „Die Mannschaft hat es diszipliniert und sehr ordentlich gemacht“, analysierte Malyk und erklärte im Hinblick auf die nächste Partie der Wilhelmsburger: „Gegen Berne müssen wir den Bock umstoßen.“

Jan Knötzsch  

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