Bezirksliga 01

„Auf zu neuen Ufern!“ – Kummerfeld kehrt in die Landesliga zurück!

02. Mai 2022, 14:30 Uhr

Durch einen 3:0-Erfolg beim ärgsten Konkurrenten TBS Pinneberg hat der Kummerfelder SV die Meisterschaft perfekt gemacht: Foto: Kummerfelder SV/facebook

Es war beinahe das Traumszenario. Das Einzige, was gefehlt haben dürfte: Die heimische Kulisse. Ansonsten hätte sich der Kummerfelder SV von der Konstellation her kaum ein märchenhafteres „Finish“ vorstellen und wünschen können. Beim ärgsten Widersacher von TBS Pinneberg war die große Chance da, die Meisterschaft und den Landesliga-Aufstieg perfekt zu machen. Und nach 90 Minuten auf dem Grandplatz an der Müßentwiete konnten die KSV-Verantwortlichen verlauten lassen: „Wir spielen nächste Saison in der Landesliga! 3:0-Sieg gegen TBS! Das war es! Wir haben es geschafft, den Aufstieg in die zweithöchste Amateurklasse des Hamburger Fußball-Verbandes, die Landesliga!“

Trainer Nils Hachmann (Mi.) ist der Vater des Kummerfelder Erfolges. Foto: KBS-Picture.de

In der Saison 2003/04 war der Kummerfelder SV zuletzt in der Landesliga aktiv. Nach einer Saison war aber schon wieder Feierabend. Nun also die Rückkehr nach 18-jähriger Abstinenz. Vater des Erfolgs: Chefcoach Nils Hachmann, der in die Fußstapfen von Peter Ehlers tritt. Der jetzige Trainer von Rasensport Uetersen hat den KSV damals „in seiner ersten Station als Trainer in die Landesliga geführt. Dort allerdings hatten wir einen schweren Stand, nachdem einige Spieler unseren Verein wegen Angeboten anderer höherklassiger Vereine verlassen haben und wir diesen Aderlass nicht kompensieren konnten. Acht Niederlagen in Folge und der sofortige Wiederabstieg war nicht zu verhindern“, erinnern sich die Kummerfelder auf ihrer Homepage.

"Wir sind stolz auf Euch, Jungs!"

Aleksa Basta (li.) brachte den KSV mit dem Pausenpfiff in Front und ist nun bester Torschütze des Landesliga-Aufsteigers. Foto: KBS-Picture.de

„Erst am Ende der Saison konnten wir uns besser behaupten und unvergessen bleibt die Partie gegen den FC Süderelbe, die wir im Auswärtsspiel mit 2:1 für uns gewinnen konnten. Dabei hatte das Süderelbe-Fanpublikum in einem Wettspiel um eine meterlange Mettwurst auf einen haushohen Sieg ihres Teams gesetzt. 6:1 oder gar 8:0 waren die Prognosen, 1:2 das Ergebnis! Das ist Fußball! Solche Überraschungen wünschen wir unserem Team auch in der nun perfekten Landesliga, wobei wir weniger glauben, dass es acht Niederlagen braucht, um zu ersten Erfolgen zu kommen“, hofft und setzt man auf die inzwischen gewachsenen Strukturen.

Ein großer Erfolg für die Mannen vom Ossenpadd, findet auch Wolfgang Ständer, Erster Vorsitzender des KSV: „Wir sind stolz auf Euch, Jungs“, ließ er seiner Freude bei „einer spontanen Aufstiegsfeier im KSV-Vereinsheim“ freien Lauf. Während die Offiziellen anfügen: „Stolz auf die Mannschaft, das Trainerteam, das Umfeld und die gewachsenen Bedingungen, in so einem relativ kleinen Ort wie Kummerfeld so Großes geleistet zu haben. Dabei täuscht das Ergebnis von 3:0 ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Das war auf dem extrem staubigen und knochenharten Grandplatz an der Müßentwiete ein ganz hartes Stück Arbeit gegen ein hoch motiviertes und phasenweise spielerisch sehr starkes TBS-Team“, lobte man den Kontrahenten, der bereits im Hinspiel vor gut zweieinhalb Wochen trotz einer frühen 2:0-Führung mit 2:5 den Kürzeren zog.

Führung vor der Pause und Rote Karte als Knackpunkt

Ein Team, ein Ziel - der Kummerfelder SV ist zurück in der Landesliga. Foto: KBS-Picture.de

Damals erkannte TBS-Coach Berkay Kilinc neidlos an, dass Kummerfeld verdientermaßen das bessere Ende auf seiner Seite hatte. Im zweiten Duell „war wohl unsere 1:0-Führung kurz vor der Halbzeitpause durch jetzt ‚Elf-Tore-Top-Mann‘ Aleksa Basta und ein absolut berechtigter Platzverweis gegen einen TBS-Spieler nach klarem Foulspiel als letzter Mann gegen den durchgebrochenen Stürmer Tim Leon Witte, der heute wieder mal im Verlauf des Spiels seine großartigen Fähigkeiten im Konterspiel zur Geltung bringen konnte, der Knackpunkt“, mutmaßten die Kummerfelder. Denn: „Selbst gegen die dezimierte TBS-Mannschaft haben wir uns lange Zeit schwergetan. Die waren ein wirklich guter Gegner, die Platzverhältnisse auf ihrem gewohnten Trainingsplatz kamen ihnen dabei sehr entgegen.“

"Ein absoluter Glücksfall für den Kummerfelder SV"

Auch an der Müßentwiete ein starker und sicherer Rückhalt: Kammerfeld-Keeper Yannik Neumann. Foto: KBS-Picture.de

Der Platzverweis aufgrund einer Notbremse solle „das ansonsten sportlich einwandfreie Verhalten des gesamten TBS-Teams mit einem souveränen Schiedsrichterteam aber in keiner Weise in Frage stellen“, betonte der frisch gebackene Meister im Anschluss. „Spät, aber nicht zu spät haben dann unsere Konter gesessen. Erst das 2:0 durch Ausnahmestürmer Enzo Simon, heute mit vielen kämpferisch und spielerisch großartigen Aktionen, und dann das 3:0 durch Mika Grossmann nach Alleingang und perfektem Abschluss.“ Ein toller Keeper Yannik Neumann und eine geschlossen starke Mannschaftsleistung sowie „die taktische Einstellung des Teams mit einer gegenüber dem Hinspiel verstärkten Abwehr und dem Bewusstsein, über das läuferisch überlegene Team zu verfügen“, seien die entscheidenden Faktoren für den Sieg gewesen.

„Kompliment an Nils Hachmann, er ist nicht nur heute klarer Vater des Erfolges mit dieser gewachsenen Mannschaft in der gesamten Saison und somit ein absoluter Glücksfall für den Kummerfelder SV“, lobhudelten die Verantwortlichen ihren „Erfolgsmacher“. Den Mann, der für den Aufstieg steht. „Ziel erreicht und jetzt: Nur der KSV. Und für die Zukunft: Auf zu neuen Ufern!“

Die gesamte FussiFreunde-Redaktion gratuliert dem Kummerfelder SV zur Meisterschaft in der Bezirksliga 01 und dem damit verbundenen Landesliga-Aufstieg!

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