Landesliga 03

Berne überrascht Rahlstedt und lebt: Wadhwa zollt den Kroll-Kickern Respekt!

06. Dezember 2021, 11:18 Uhr

Der TuS Berne bejubelt den Derbysieg gegen Rahlstedt. Foto: Screenshot/TuS Berne Liga

Er suchte gar nicht erst nach Ausreden, sondern gestand nach der völlig überraschenden 2:3-Derbyniederlage ganz offen und ehrlich ein: „Berne hat sich das durch Kampf, Wille und Leidenschaft einfach verdient!“, richtete Rahlstedt-Coach Mohet Wadhwa faire Glückwünsche „an Benny Kroll und sein Team“. Nicht nur das. Für seinen Gegenüber fand „Mo“ überaus lobende und anerkennende Worte: „Vor drei Wochen war Berne mausetot. Er hat die Mannschaft wieder zum Leben erweckt. Das ist sein Verdienst!“

Dass der Favorit das „Berner Beu“ als Verlierer verlassen würde, daran war nach den ersten 20 Minuten kaum zu denken. Rahlstedt trat dominant auf, scheiterte aber zweimal am Gestänge. Doch „ab da ging’s eigentlich los, dass wir mit Beginn des Schneetreibens keinen Fuß mehr auf die Erde bekommen haben“, befand Wadhwa. „Wir haben eine schlechte Zweikampfführung und Entscheidungsfindung sowie nicht den nötigen Willen an den Tag gelegt.“ Und weiter: „Wir waren auf den Platzverhältnissen nicht bereit genug, den Kampf anzunehmen.“

Rahlstedt egalisiert 0:2-Rückstand - und verliert dennoch

Rahlstedt-Coach Mo Wadhwa zollte dem Kontrahenten jede Menge Respekt. Foto: noveski.com

Denn: Fußball spielen war angesichts des Wetters auf dem Untergrund kaum möglich. Aber: „Kick and Rush ist nicht unser Spiel – und das war in diesem Fall von Nöten“, so Wadhwa, dessen Mannen mit einem 0:2 in die Kabine gingen. Luis Hoefert (30.) und Eduard Gidion (44.) überraschten den Tabellendritten, der nach der Pause jedoch „eine super Moral“ zeigte, wie Wadhwa konstatierte. Nach einem Standard verkürzte Innenverteidiger Florian Rust (59.), ehe Mohamed Giresse Fané sogar das 2:2 folgen ließ (70.). In der Phase habe sein Team „den Kampf angenommen“, meinte Wadhwa.

"Man muss Berne den Respekt zollen"

Sollte der RSC am Ende etwa doch noch mit einem blauen Auge davonkommen? Von wegen! Nach einer eigenen Ecke wurde der Gast gnadenlos ausgekontert und kassierte das 2:3. Wieder vollstreckte Hoefert eiskalt (78.) – und diesmal zum Sieg! „Das haben wir einfach super schlecht verteidigt“, brachte es Wadhwa auf den Punkt. „Man muss Berne den Respekt zollen und eingestehen, dass sie verdient gewonnen haben. Das war nicht gut von uns“, bilanzierte er – und erklärte mit Blick auf das Pokalspiel am kommenden Freitagabend gegen Oberligist VfL Lohbrügge: „Jetzt müssen wir zusehen, dass wir die Köpfe wieder hochkriegen und die richtige Mentalität auf den Platz bekommen.“

Währenddessen geht der TuS mit sieben Punkten aus den letzten drei Spielen in die Winterpause und tankte unter der Regie von Dittmar-Nachfolger Benjamin Kroll gehörig Selbstvertrauen, um in der Rückrunde den Aufwärtstrend fortzusetzen.

Autor: Dennis Kormanjos

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