Regionalliga-Abstiegsrunde

Brüning brilliert – „Lüne“ und Pelle veredeln Norderstedt-Gala!

28. März 2022, 12:44 Uhr

Norderstedts Top-Trio im Jubelrausch: Jan Lüneburg (li.), Pelle Hoppe (Mi.) und Nils Brüning. Foto: Marcus Sellhorn

Selbst der Gegner musste neidlos anerkennen: „Ihr seid eine Klasse besser gewesen!“ So leitete Martin Mader, Team-Manager des HSC Hannover, die Pressekonferenz nach dem Spiel gegen den FC Eintracht Norderstedt (alle Highlights im LIVE-Ticker) ein – und übergab Olufemi Smith das Wort. Der Eintracht-Coach hatte dem nicht viel hinzuzufügen, sondern konstatierte: „Wir haben über die gesamte Spielzeit konzentriert an unserem Plan festgehalten, sehr sauber gearbeitet und im Endeffekt auch in der Höhe verdient gewonnen.“

Die Führung: Jan Lüneburg (li.) schweißt einen Abpraller trocken zum 1:0 ein. Foto: Marcus Sellhorn

Vor allem drei Mann drückten dem Spiel ihren Stempel auf: Jan Lüneburg und Pelle Hoppe glänzten beim 4:0-Erfolg jeweils als Doppeltorschützen. Herausragender Akteur war jedoch Nils Brüning, der vor Spielfreude strotzte und gleich drei Treffer vorbereitete! „Durch die frühe Führung und das schnelle 2:0 haben wir das Spiel früh in unsere Richtung geschoben“, befand Smith. Und tatsächlich war schon nach 26 Minuten eine Vorentscheidung gefallen – obwohl die Gäste aufgrund eines Staus auf der A7 verspätet in Hannover eintrafen, weshalb der Anpfiff um 15 Minuten nach hinten geschoben wurde.

Aber: Von der ersten Minute legten die Garstedter einen überaus konzentrierten und überzeugenden Auftritt aufs Parkett und ließen zu keiner Phase auch nur ansatzweise Zweifel darüber aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen wird. Beim frühen Führungstor hatte Brüning seinen Kopf im Spiel. Zwar konnte HSC-Fänger Kilian Neufeld den Einschlag zunächst noch verhindern, gegen den nachsetzenden Lüneburg war er jedoch machtlos (12.). Und weiter ging’s nur in eine Richtung. Erneut vereitelte Neufeld mit einer Parade einen Brüning-Treffer. Den nach vorne abgewehrten Schuss beförderte Hoppe zum 2:0 für die Eintracht in die Maschen (22.).

"Lüne" nimmt's mit allen auf - Brüning verpasst Krönung

Mit Beistand von oben: Pelle Hoppe bejubelt seinen Treffer zum 2:0. Foto: Marcus Sellhorn

Wenig später war es wieder „Lüne“, der sich diesmal nach einem Freistoß von Jonas Behounek gegen die numerische Überzahl der Hausherren-Verteidiger durchsetzte und aus einer Nicht-Situation ein Tor machte – 3:0 (26.)! Kaum vorstellbar, dass der in absoluter Top-Form befindliche Goalgetter seine Laufbahn nach dieser Saison tatsächlich beenden will. Wie dem auch sei. Sein Team machte munter weiter, hätte das Ergebnis schon vor der Pause noch deutlicher gestalten können – wenn da nicht ein gewisser Kilian Neufeld gewesen wäre. Dieser verhinderte gegen Jordan Brown (35., 45. +1) oder auch Brüning (38.) weitere Einschläge.

"Norderstedt war einfach abgebrüht"

Eine Situation, aus der wohl nur Jan Lüneburg (Mi.) ein Tor macht. Trotz Gegenwehr behauptet er sich und trifft zum 3:0. Foto: Marcus Sellhorn

Nach Wiederanpfiff hätte Can Gökdemir die Hausherren im Spiel anmelden können, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an Lars Huxsohl (52.). Stattdessen machte Norderstedt endgültig alles klar. Der bärenstarke Brüning steckte für Hoppe durch – und der hatte keine große Mühe mehr, schloss eiskalt zum 4:0 ab (63.)! 13 Zeigerumdrehungen vor Ultimo hätte Top-Vorbereiter Brüning seine Leistung mit einem eigenen Torerfolg krönen können, setzte ein Zuspiel des eingewechselten Philipp Müller aber an den Außenpfosten. Doch auch so konnte man sich über einen glänzenden Auswärtsauftritt und hochverdiente drei Punkte im Kampf um den Klassenverbleib freuen.

„Norderstedt war einfach abgebrüht und hat das souverän nach Hause gespielt“, musste HSC-Coach Vural Tasdelen eingestehen. Während Smith den Blick bereits nach vorne richtete: „Natürlich wollen wir auch am nächsten Wochenende beim LSK gewinnen und uns noch mehr Luft verschaffen.“ Als Tabellenzweiter der Abstiegsrunde befinden sich die Garstedter aber schon jetzt in sicherem Fahrwasser…

Autor: Dennis Kormanjos

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