Oberliga

Dank Timm-Torpedo und Tuffour-Torabstoß der „Schlampigkeit“ getrotzt

Sasel siegt durch Traumtor und Traum-Abstoß gegen Paloma

24. November 2019, 19:10 Uhr

Mit seinem Winkel-Kracher brachte Marc-Oliver Timm den TSV Sasel auf die Siegerstraße. Foto: KBS-Picture.de

„Am Ende zählte für uns in allererster Linie eine gute Reaktion auf das unglückliche Spiel letzte Woche“, hatte die 1:2-Niederlage beim Schlusslicht aus Bramfeld deutliche Spuren bei Paloma-Coach Steffen Harms hinterlassen. „Das haben wir zumindest verkörpert, vom Ergebnis her wünscht man sich natürlich was anderes“, so Harms‘ Fazit nach der neuerlichen 1:2-Pleite beim TSV Sasel (alle Highlights im LIVE-Ticker). „Mit ein Quäntchen mehr Glück hätten wir einen Punkt mitnehmen können“, befand der Übungsleiter der „Tauben“, dessen Team am Ende durch „ein Tor, das man auch mal ohne große Analyse hinnehmen kann“, wie er selbst meinte, und „ein immens wichtiges und einfaches 2:0“, so Sasel-Dompteur Danny Zankl, auf die Verliererstraße abbog.

„Dass uns in dieser Phase die individuelle Qualität mit so einem Traumtor besiegt hat, ist in dem Moment sehr bitter“, konnte auch Harms nur staunen, als Sasels Marc-Oliver Timm in der 34. Spielminute den Hammer auspackte und das Spielgerät aus 25 Metern ansatzlos in den rechten Giebel schweißte (Zankl: „Den hängt er gut rein“) – ein wahrhaftiges Traumtor, das die Pläne der Gäste ein Stück weit über den Haufen warf. „Wir haben uns vorgenommen, Sasels Kombinationsspiel durch viel Leidenschaft und enge Räume zu brechen, wollten aber auch immer mal wieder mutig vorne draufgehen. In der ersten Halbzeit ist das immer mal wieder gelungen, aber nicht in der Konsequenz, wie wir uns das vorstellen.“ Es sei noch nicht die letzte Überzeugung drin gewesen, „dass hier wirklich etwas geht für uns, obwohl wir Sasels Spiel schon ein Stück weit gebrochen, wenig Tempo und Torchancen zugelassen haben“, verbuchte Harms einen „Teilerfolg“ – und wollte es mit seiner Elf im zweiten Durchgang „noch mutiger angehen, die Fahne in den Wind halten und alles probieren“. Tatsächlich gelang es „Sasel gut zu stressen und zu Fehlern zu zwingen“, konstatierte der USC-Coach.

„Einfach war das nicht“

Während sein Gegenüber entgegnete: „Ja, Paloma war mutiger, aber wir waren auch schlampig in einigen Situationen.“ So schlampig, dass die „Parkwegler“ den Gegner nach dem zweiten Streich (Zankl: „Es war immens wichtig, dass wir ein einfaches 2:0 bekommen“) durch Tolga Celikten, der nach einem langen Abschlag von Keeper Todd Tuffour, der dafür den verdienten Beifall seiner Teamkollegen erntete, und anschließendem Duell zwischen Stefan Winkel und Lion Mandelkau eiskalt vollstreckte, „quasi zum Anschlusstreffer eingeladen haben“, wie Zankl befand. „Ich hätte mir gewünscht, dass wir die Spielkontrolle ein bisschen mehr behalten.“ Doch in der Schlussminute nickte Pascal Haase eine von einem Saseler Kopf verlängerte Flanke zum 1:2 aus Gäste-Sicht ein (90.). Zunächst ging die Fahne des Assistenten, der eine Abseits-Situation gesehen hatte, nach oben. Da die Kopfballverlängerung jedoch von einem TSV-Akteur kam, zählte das Tor nach kurzer Beratung. Und so wurden es noch einmal vier hektische Minuten, in denen die Hausherren aber nichts mehr anbrennen ließen. Auch Zankl wusste im Nachgang: „Einfach war das nicht!“

Was beide Trainer noch zu sagen hatten und welche Meisterschaft Zankl anpeilt, erfahrt Ihr im Video von der Pressekonferenz!


Autor: Dennis Kormanjos

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