Oberliga

Doppelter Triumph: Turniersieg und Transfer für Süderelbe!

30. Juni 2021, 13:52 Uhr

Justin Heinbockel (li.) kehrt aus der Oberliga Niedersachsen vom Heeslinger SC zu seinem "Kindheitsverein" zurück. Foto: KBS-Picture.de

Die Planungen seien „weitestgehend abgeschlossen“, erklärte Stefan Arlt, Trainer des FC Süderelbe, im Zuge der Kader-Bekanntgabe am Kiesbarg. „Es sei denn, es läuft uns noch einer über den Weg, den wir nicht wegschicken können“, ließ er ein kleines Hintertürchen offen – nachdem die Verantwortlichen des FCS, die über Monate hinweg ganz still und leise an der Mannschaft für die kommende Oberliga-Saison gewerkelt haben, Mitte Juni für Klarheit gesorgt hatten. Und nun ist es tatsächlich dazu gekommen, dass den „Kiesbarglern“ genau solch ein Akteur, „den wir nicht wegschicken können“, mehr oder minder über den Weg gelaufen ist…

Angeregter Austausch beim Blitzturnier in Kiebitzreihe: Rugenbergen-Coach Michael Fischer (li.) und Süderelbe-Trainer Stefan Arlt. Foto: Malyk

Am vergangenen Wochenende war er noch nicht dabei, als der FC Süderelbe beim Blitzturnier des schleswig-holsteinischen Kreisligisten RW Kiebitzreihe eine erste sportliche Duftmarke setzte. Nach Siegen über Oberliga-Konkurrent SV Rugenbergen (3:1) und den Gastgeber (4:0), der vom ehemaligen Pinneberg-Coach Patrick Bethke trainiert wird, stand am Ende der Turniersieg zu Buche. „Gegen den SV Rugenbergen haben wir stellenweise gezeigt, wozu wir in der Lage sein können. Im zweiten Spiel gegen RW Kiebitzreihe hat sich die Mannschaft durchgebissen“, befand FCS-Manager Seweryn Malyk. Während im Duell mit den Bönningstedtern Yassin Ferchichi-Heiß, Can Kömürcü und Koray Klatte die Tore zum 3:1-Erfolg beisteuerten, waren gegen Kiebitzreihe beim 4:0-Triumph Diego Gabriel Giachero, Wasim Sarwari (FE), Razak Bandi und Daniel Thompson erfolgreich.

Gradmesser gegen St. Pauli II

„Für uns war es ein willkommener Auftakt, auf einem guten Rasenplatz zweimal 60 Minuten kicken zu können. Mit einem Turniersieg in die Vorbereitung zu starten, ist schön, aber natürlich ist das vergangene Wochenende lange abgehakt. Der Fokus liegt auf der aktuellen Trainingswoche und dem Spiel beim FC St. Pauli II am kommenden Samstag.“ Dort kommt es um 14 Uhr am Brummerskamp (keine Zuschauer erlaubt!) zu einem richtigen Gradmesser gegen die U23 der Kiezkicker.

Heinbockel kehrt an den Kiesbarg zurück

Auch Razak Bandi trug sich beim Blitzturnier in die Torschützenliste der "Kiesbargler" ein. Foto: noveski.com

Vermutlich wird dann auch ein Neuzugang sein Debüt feiern. Denn: „Die Oberliga-Mannschaft des FC Süderelbe bekommt Verstärkung!“, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein alter Bekannter kehrt nämlich an die ehemalige Wirkungsstätte zurück. „Wir freuen uns über die Verpflichtung von Justin Heinbockel“, der in seiner ersten Herren-Saison beim FCS „gleich durch die Decke ging, so dass sich Regionalligist SV Drochtersen/Assel im Folgejahr die Dienste des Innenverteidigers sicherte. Nach einem Intermezzo beim Heeslinger SC (Oberliga Niedersachsen) kehrt das Eigengewächs nun zurück an den Kiesbarg. Am gestrigen Dienstag trainierte Heinbockel das erste Mal mit seiner neuen Mannschaft.“

Trainer Stefan Arlt: „Justin passt sportlich und menschlich hierher. Sein Papa ist Trainer und Betreuer in unserer erfolgreichen A-Jugend-Oberliga. Seine beiden Brüder und er haben von Kindesbein an beim FC Süderelbe gespielt. Wenn es die Möglichkeit gibt, Spieler mit dem Format und der Klasse zum FC Süderelbe zurückzuholen, dann machen wir das natürlich. Weil es total in unser Konzept passt, die besten Fußballer des FC Süderelbe und der Umgebung im Team und Kader zu haben. Wir sind froh und glücklich Justin bei uns zu haben, und hoffen, dass er möglichst lange bei uns bleibt und erfolgreich Fußball spielt.“

"Süderelbe ist mein Kindheitsverein mit großem Potenzial"

Mit seinen 21 Jahren hat Innenverteidiger Heinbockel (li.) bereits zwei Regionalliga-Einsätze für Drochtersen vorzuweisen. Foto: KBS-Picture.de

Sportdirektor Seweryn Malyk: „Die Verpflichtung von Justin Heinbockel wäre nicht möglich gewesen, wenn seit einem Jahr im Verein, Umfeld und dem Trainerteam nicht so gearbeitet worden wäre, wie es der Fall war. Der Kontakt zu Justin war immer da und er hat sich durch Besuche der Spiele und teilweise auch Trainingseinheiten selbst ein Bild von der Mannschaft und dem Staff machen können. Wir freuen uns über eine tolle Verstärkung.“

Justin Heinbockel: „Der FC Süderelbe ist mein Kindheitsverein mit großem Potenzial und guten Gegebenheiten. Ich habe viele Freunde im Verein. Meine Brüder haben lange Zeit hier gespielt oder tun es sogar immer noch, zudem kenne ich Stefan Arlt schon sehr lange. Bisher habe ich einmal mit der Mannschaft trainiert. Es herrscht ein gutes Niveau im Training und auch die Rahmenbedingungen, sowie die Trainingshäufigkeit gefallen mir sehr. Ich freue mich extrem auf die neue Spielzeit und vor allem auf die Abendspiele am Kiesbarg unter Flutlicht und den heimischen Fans.“

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