Oberliga

Drei Wachter-Watschn im Teutonen-Titelkampf: Fazlic fliegt, jubelnder Jobmann lacht zuletzt!

Der Blomkamp erlebt die nächste magische Nacht

23. November 2019, 14:24 Uhr

Lässt sein Torekonto weiter in ungeahnte Höhen schnellen: Mit seinem Dreierpack gegen Teutonia hat Jeremy Wachter bereits 24 Treffer (in 18 Einsätzen) vorzuweisen. Foto: KBS-Picture.de

„Das war wieder eines dieser kranken Blomkamp-Spiele“, war Cemil Yavas auch am Tag danach noch aus dem Häuschen. Denn das, was am Freitagabend an der Osdorfer Heimspielstätte vonstattenging, dürfte sich nahtlos in die Riege der legendären TuS-Partien einreihen und brachte den Manager ins Schwärmen. Zunächst bekamen die Teutonen-Titelträume drei Wachter-Watschn verpasst – dann schockte Tim Jobmann die Titze-Truppe in der 94. Minute mit dem 4:4-Ausgleichstreffer und sorgte damit für eine „Kabinenpredigt“ des Teutonia-Trainers, ehe er wortlos verschwand…

Neun Ligaspiele in Folge mit mindestens einem Tor – und sagenhafte 13 Buden in den letzten vier Begegnungen: Jeremy Wachter ist das Maß aller Dinge in der Oberliga und in einer außerirdischen Verfassung! „Das ist ´ne ganz vernünftige Serie“, gab er sich selbst ganz bescheiden und quittierte jene Quote bei „Hafo“ nur mit einem Augenzwinkern. Erst verwandelte Wachter einen von Clifford Aniteye verursachten Handelfmeter (31.), ehe er den zwischenzeitlichen Rückstand – Felix Vobejda (45. +1) und Pascal Eggert (68.) wendeten das Blatt – in eine erneute Führung drehte (73., 81.). Der Beginn einer wahnsinnigen Schlussphase am Blomkamp!

Fazlic erweist Team einen Bärendienst - Gutmann ist’s egal

Tim Jobmann hatte das letzte Lachen auf seiner Seite und sorgte in der 94. Minute für das 4:4. Foto: Bode

Der inzwischen aufgerückte Nikolas Mallwitz sorgte nach Zuspiel von Soleiman Kazizada für das 3:3 (83.) und brachte die Siegeshoffnungen des Titel-Aspiranten zurück. Doch die erhielten wenig später einen herben Dämpfer, als Dino Fazlic seinem Team einen doppelten Bärendienst erwies: Der Kapitän handelte sich wegen wiederholten Foulspiels die Ampelkarte ein (88.), fehlte seinen „Kreuzkirchlern“ damit in der Schlussphase und wird auch in der kommenden Woche – ausgerechnet im „Kracher“ gegen Dassendorf – zum Zuschauen verdammt sein. Nicht nur jene Tatsache brachte seinen Trainer auf die Palme. Wenngleich die Gemütslage von Sören Titze wenige Augenblicke später vom einen ins andere Extreme umschlugen, als Keeper Yannick Zummack mit einem weiten Abschlag Nick Gutmann in Szene setzte, dieser seine ganze Finesse und klasse demonstrierte – und Tjark Grundmann artistisch überwand (90. +1). Das 4:3 für die Gäste und die vermeintliche Revanche für das Hinspiel, wo Osdorf an der „Kreuze“ in der Schlussminute den 2:1-Siegtreffer erzielte. Und auch diesmal sollte die Elf von Philipp Obloch das letzte Lachen auf ihrer Seite haben!

„Wusste auch nach dem 1:2, dass es noch sehr spektakulär werden kann“

Es lief bereits die vierte Minute der Nachspielzeit, als Osdorf noch einmal alles nach vorne warf – inklusive Torsteher Grundmann. Ein langer Standard kam über Umwege zu Tim Jobmann, der den Mallwitz machte und zum 4:4 einschoss. Anschließend kannte der Jubel keine Grenzen mehr. Die gesamte Bank, sämtliche Ersatzspieler und offizielle stürmten in Richtung des Schützen, wo sich schnell eine ganze Jubeltraube bildete. Erneut „spuckte“ der TuS den Teutonen in die Meistersuppe. „Ich wusste auch nach dem 1:2, dass wir nicht tot sind und es noch sehr spektakulär werden kann“, erwies sich Obloch gegenüber „Hafo“ als Hellseher. 

Autor: Dennis Kormanjos

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