„Einigkeit, Zusammenhalt und Familie“ – die Attribute des FC Musa 97

FC Musa 97 feiert nach neunjähriger Abstinenz den Meistertitel

13. Juni 2016, 10:37 Uhr

Dennis Richter durchlief die Jugend des HSV, absolvierte sogar eine Partie für die Rothosen und den LSK in der Regionalliga. Nun verschlägt es ihn vom FC Süderelbe zum Kreisliga-Aufsteiger FC Musa. Foto: KBS-Picture.de

Mit Altona 93, Barmbek-Uhlenhorst oder dem SC Sternschanze verbindet man nicht nur einen Verein, sondern jeweils auch einen Stadtteil. Doch an was denkt man, wenn man über den FC Musa 97 spricht? Keine Frage, der Klub ist – nach einer neunjährigen Ligaabstinenz – erst seit zwei Jahren wieder auf der Bildoberfläche aufgetaucht, doch konnte man bereits in der zweiten Saison die Meisterschaft in der Kreisklasse 10 einfahren!

„Der Spaß steht an erster Stelle“, stellt Sami Musa, Präsident und Sohn des Vereinsgründers Xhelil Musa, klar und fügt wenig später an: „Die Harmonie, die zum Fußball einfach dazu gehört, ist uns besonders wichtig.“ So sieht Musa seinen Verein als „außergewöhnlich“ an, da man eben „keinen Stadtteil im Namen trägt“, sondern immer die Verbindung zu seinem Vater im Vordergrund steht. „Wir sind eine Person, das ist das Familiäre. Jeder der für den FC Musa 97 spielt, gehört zur Familie“, so der 31-Jährige weiter. Der Name Musa soll deshalb „vor allem für sauberen Fußball stehen. Alles andere käme danach“, so der Vereinspräsident.

„Der Aufstieg war geplant, der Meistertitel aber nicht.“

Belegte man in der Saison 2004/05 einen enorm starken dritten Tabellenplatz in der Bezirksliga Süd und verpasste damit nur knapp den Aufstieg in die Landesliga, meldete man in der darauffolgenden Saison die Mannschaft ab, um neun Jahre später, wie Phoenix aus der Asche aufzuerstehen und den Kampf erneut aufzunehmen – in der Kreisklasse 10. In der ersten Saison nach der „Wiederauferstehung“ landete man zwar lediglich auf einem achten Tabellenplatz und „hatte einige Startschwierigkeiten“, doch konnte man schon eine Saison später, vom Platz der Sonne grüßen. „Wir sind auf jeden Fall mit dem Ziel in die Saison gestartet aufzusteigen“, so der FC-Vorsitzende, der jedoch selbst ein wenig überrascht war, dass es „so hervorragend lief“, um wenig später auch zuzugeben: „Der Aufstieg war geplant, aber die Meisterschaft nicht.“

Eines der bekannteren Gesichter: Nico Groh (hier noch im Trikot des FC Süderelbe). Foto: noveski.com

Vor allem weil man vor der Saison bereits bekannte Gesichter an den Talweg holte, waren die 97er bei vielen als Favorit gehandelt worden. „Qualität spielt natürlich eine große Rolle“, weiß auch Sami Musa, doch sagt er direkt im nächsten Atemzug auch: „Bei uns war es der Zusammenhalt, die Einigkeit und das Familiäre in der Mannschaft, was uns voranbrachte.“

Nun geht es also in der Kreisliga mit denselben Attributen ans Werk wie in der Meistersaison und auch das Ziel steht bereits fest: „Wir sind keine Mannschaft, die versucht, den Durchmarsch in die Oberliga zu machen. Meine persönliche Erwartung ist aber auf alle Fälle, dass wir oben mitspielen“, so ein bescheidener Musa, der abschließend doch noch eine kleine Kampfansage verkündet: „Natürlich versuchen wir auch, mit den Spielern die jetzt kommen, den Aufstieg zu schaffen!“

Und genau bei diesem Thema – Neuverpflichtungen – hat der Meister der Kreisklasse 10 ein Privileg: „Wir haben den Vorteil, dass viele Spieler zu uns kommen wollen, wegen der Harmonie und der Gemeinschaft."

Dem Vernehmen nach handelt es sich bei einem neuen um Dennis Richter (FC Süderelbe). Darauf angesprochen, halten sich die Verantwortlichen jedoch bedeckt. Zu konkreten Namen wolle man sich nicht äußern.

Autor: Daniel Meyer

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