Kreisliga 1

Entscheidung steht: „Dela“ pausiert als Spieler und übernimmt Viktoria Harburg als Trainer!

20. Mai 2021, 16:04 Uhr

Sascha de la Cuesta (Mi.) hängt seine Stiefel zumindest erst einmal an den Nagel und coacht Kreisligist Viktoria Harburg. Foto: privat

Er hat lange mit sich gerungen, sich die Entscheidung alles andere als leicht gemacht – und doch hat er nun einen Entschluss gefasst: Sascha de la Cuesta wird seine „Buffer“ vorerst beiseitelegen, dem FC Türkiye als Spieler den Rücken kehren – und sein erstes Engagement als Trainer in Angriff nehmen! Denn: „Dela“ übernimmt den frei gewordenen Posten von Juval Karanikas beim FC Viktoria Harburg!

Anfang Februar hatte uns Sascha de la Cuesta auf Nachfrage noch darüber in Kenntnis gesetzt, dass er „ehrlicherweise noch nicht weiß, was ich machen werde“. Schon damals beschäftigte ihn die Frage, ob er seine erfolgreiche Laufbahn fortsetzen oder als Aktiver aufhören werde (HIER mehr dazu). Der Grund: Sein neuer Job bei der Berufs-Feuerwehr. „Wenn ich mich bösartig verletze, könnte ich jederzeit meinen Job verlieren“, verriet uns der Edel-Techniker, der für die ersten 18 Monate zunächst Beamter auf Widerruf ist. Nun steht fest: Der 31-Jährige wird als Spieler „erstmal eine Pause einlegen“, wie er uns erzählt. „Ich habe mir viele Gedanken gemacht und kann und will das Risiko auch nicht eingehen, mich während der Ausbildung zu verletzen“, hat de la Cuesta die wohl einzig vernünftige Entscheidung getroffen. „Ich sage nicht, dass ich meine Schuhe komplett an den Nagel hängen werde. Aber ich werde definitiv erstmal eine Saison pausieren.“

"Hatte sowieso vor, in der Zukunft als Trainer tätig zu sein"

Zuletzt war de la Cuesta für den FC Türkiye aktiv. Nun legt er berufsbedingt eine Fußballpause ein. Foto: KBS-Picture.de

So ganz wird er dem Fußball aber nicht den Rücken kehren. Vielmehr wechselt er auf die andere Seite und ist künftig als Cheftrainer tätig. Beim ambitionierten Kreisligisten Viktoria Harburg tritt „Dela“ in die Fußstapfen von Juval Karanikas, der beim TSV Winsen anheuert und ein guter Freund von de la Cuesta ist. „Durch seinen Abgang ist die Position frei geworden. Das ist quasi vor meiner Haustür. Und als mich der Verein kontaktiert hat und fragte, ob ich mir das vorstellen könnte, habe ich mich damit beschäftigt.“ Da er dem Amateurfußball nicht gänzlich den Rücken kehren wollte und weil er „sowieso vorhat in der Zukunft mal als Trainer tätig zu sein, war das eine gute Gelegenheit“.

"Wollen nicht um die 'Goldene Ananas' spielen"

Und so gab de la Cuesta den Harburgern sein Ja-Wort. Auch, weil er künftig zusammen mit seinem besten Freund und dem Patenonkel seiner Kinder, Mario Mecklenburg, die Geschicke bei Viktoria als Trainerduo leiten wird. „Ich sehe das Ganze als Chance und als Einstieg ins Trainer-Geschäft. Mein Ziel ist es, irgendwann auch in die Richtung zu gehen, höher zu trainieren“, macht er keinen Hehl aus seinen Ambitionen. „Sie spielen jedes Jahr oben mit und es geht dort sehr familiär zu“, so de la Cuesta, der auch betont: „Wir wollen nicht um die ‚Goldene Ananas‘ spielen“, ist der Ehrgeiz auch als Trainer riesengroß. Wenngleich er „das aktive Spielen sicherlich vermissen“ werde, wie er unumwunden zugibt. „Aber mal schauen. Vielleicht gefällt mir das Trainersein ja auch so sehr, dass es mir leichter fällt, aufzuhören“, will er nun alles auf sich zukommen lassen – und spricht abschließend auch dem FC Türkiye seinen Dank „für alles“ aus.

Autor: Dennis Kormanjos

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