Bezirksliga Ost

Farmsen: Hüttig-Vertrag wird nicht verlängert, Nachfolger fix

07. Mai 2020, 13:57 Uhr

Der Farmsener TV und Trainer Robin Hüttig gehen am Saisonende getrennte Wege. Foto: Bode

Die Liga-Mannschaft des Farmsener TV befindet sich derzeit auf dem ersten Abstiegsplatz der Bezirksliga Ost. Die Zweitvertretung nimmt nicht mehr am Spielbetrieb teil – dafür rangiert die „Dritte“ des FTV auf dem zehnten Tabellenplatz der Kreisliga 5 und kann lediglich ein Fünf-Punkte-Polster auf die bedrohte Zone vorweisen. Für die Mannen vom Berner Heerweg steht also noch eine Menge auf dem Spiel. Kein Wunder, dass die ungeklärte sportliche Zukunft und die Frage, wie es denn nun überhaupt weitergeht, auch die Farmsener Verantwortlichen nicht kalt lässt.

„Es müssen schnellstmöglich Entscheidungen getroffen werden“, fordert Farmsen-Abteilungsleiter Ulf Pfützenreuter, dem die Hinhalte-Taktik zu schaffen macht – und die Tatsache, dass kein Mensch in Hamburg, offenbar nicht einmal der Verband, weiß, was nun Sache ist. „Wir müssen mit allem rechnen“, ist Pfützenreuter das mögliche Ausmaß bewusst. Und obwohl für seine Teams noch eine Menge auf dem Spiel steht, würde er „die Saison abbrechen“. Die Folge wäre jedoch kein zwei-, sondern „ein dreischneidiges Schwert“. Denn: „Man wird es nun mal nicht jedem gerecht machen können“, spricht er auf die unterschiedlichen Wertungs-Szenarien an. Er selbst sei der Meinung, dass „der Weg des geringsten Widerstandes“ der wäre, „nur Aufsteiger zuzulassen“ – und nimmt insbesondere die Verbandbosse von ganz oben in die Pflicht: „Der DFB muss als größter Dachverband endlich sagen, was los ist – andere Verbände tun es doch auch!“

"Manchmal passt der Deckel eben nicht auf den Topf"

Plant bereits die Zukunft bei seinem Farmsener TV: Fußball-Abteilungsleiter Ulf Pfützenreuter. Foto: Elbkick.tv

Auch wenn man in Farmsen ebenso im Dunkeln tappt wie anderenorts auch, muss trotzdem für das Szenario, dass es weitergeht – wann auch immer das der Fall sein wird –, geplant werden. Und so kann Pfützenreuter uns gegenüber erste Entscheidungen verkünden: „Wir lassen den Trainervertrag von Robin Hüttig zum Saisonende auslaufen.“ Heißt: Der Kontrakt des ehemaligen Condor II- und Sasel II-Übungsleiters wird nicht verlängert. „Er ist ein guter Trainer“, betont Pfützenreuter zwar, aber „letztendlich haben verschiedenste Gründe zu der Entscheidung geführt. Manchmal passt der Deckel eben nicht auf den Topf.“ Man habe eine sehr junge Mannschaft und dachte, „dass dazu auch ein junger Trainer passt. Aber dem war nicht ganz so“, verrät Pfützenreuter.

Boog kehrt nach Farmsen zurück

Doch ein Nachfolger steht bereits in den Startlöchern: Wie uns der Fußball-Abteilungsleiter mitteilt, habe Liga-Manager Gunnar Dabelstein mit Sven Boog bereits einen neuen Chefcoach rangeholt. Boog war zuletzt in der Saison 2018/19 beim SV Rugenbergen II tätig, zuvor lange beim TuS Wakendorf-Götzberg und ist in Henstedt sesshaft. „Das mit der Strecke ist er schon gewohnt“, berichtet Pfützenreuter mit einem Schmunzeln – und erklärt, dass er selbst Boog „schon ganz lange“ kennen würde und „bereits vor Jahren am Baggern“ gewesen sei. Ersteres rührt daher, da Boog „vor über 20 Jahren schon mal Trainer in Farmsen war“, erinnert sich Pfützenreuter. „Damals war ich noch Spieler – und wir haben uns am letzten Spieltag gerade noch in der Bezirksliga gehalten.“ Zu jenem Zeitpunkt habe er „am Samstag Alte Herren und Sonntag dann in der Liga gespielt“, erzählt Pfützenreuter, der noch heute „fünfmal die Woche auf der Anlage ist“.

"Suchen noch auf jeder Position nach Verstärkungen"

Fußball-Abteilungsleiter Ulf Pfützenreuter (re.) und Ligamanager Gunnar Dabelstein (li.) bei der Präsentation von Coach Robin Hüttig (Zweiter v. li.) und dessen Assistent Pascal Michels. Foto: FTV

Auch was die Kaderplanung betrifft, sei man schon sehr weit. „Es haben nahezu alle Spieler, mit denen wir verlängern wollten, zugesagt. Eine wichtige Personalie fehlt noch. Von zwei, drei Spielern werden wir uns noch trennen. Der eine oder andere Akteur wird es auch nicht schaffen.“ Aktuell suche man aber noch gezielt nach Verstärkungen – „von hinten nach vorne auf jeder Position jeweils einen Neuen“, so Pfützenreuter, der vor allem „weiter auf junge Leute“ bauen möchte und seinen Farmsener TV als gute Anlaufstelle dafür sieht.

Autor: Dennis Kormanjos

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