Regionalliga Nord

Fazlic: „Sollte es in einer Relegation oder gar im Aufstieg enden, wäre das natürlich traumhaft!“

08. Juni 2021, 16:00 Uhr

Dino Fazlic (re.) ist mit seiner Klasse und seiner Erfahrung beim FC Teutonia 05 nicht wegzudenken. Seit drei Jahren kickt er nun schon an der "Kreuze". Foto: noveski.com

Im ersten Testspiel nach ewig langer Fußballpause fehlte Dino Fazlic seinem FC Teutonia 05. Beim 1:4 am vergangenen Wochenende gegen Liga-Kontrahent Phönix Lübeck schaute sich der „Capitano“ der „Kreuzkirchler“ das Geschehen von der Seitenlinie aus an. Ein bisschen Warmmachen, ein paar Mal den Ball hochhalten in der Halbzeitpause – mehr war (noch) nicht drin. Der Grund für Fazlic‘ Fehlen: Wie viele seiner Teamkollegen, plagte sich der 29-Jährige mit einer Verletzung herum. Sollte es in diesem Monat noch zum „Pokal-Showdown“ gegen Eintracht Norderstedt kommen, müssten seine Teutonen dann auf ihn verzichten?

Auf dem Platz geht Fazlic (li.) immer mit 100 Prozent zur Sache. Foto: noveski.com

„Ich laufe seit knapp zwei Wochen so ein bisschen auf Sparflamme“, verriet uns Fazlic im Anschluss an die Partie, weil er sich im Training an der Hacke verletzt und „einen Bluterguss sowie eine Prellung“ davon getragen habe. Nichtsdestotrotz sprach der Routinier, der fußballtechnisch bereits weit rumgekommen ist und einst sogar von Felix Magath zum FC Fulham gelotst wurde, von einer „kleinen Vorsichtsmaßnahme, damit ich mich ein wenig auskurieren kann“. Denn als bekannt wurde, dass es für seine Teutonen im „Hamburger Ausscheider“ gegen Norderstedt um die Teilnahme am DFB-Pokal gehen soll und damit früher als gedacht wieder zur Sache gehen könnte, hat auch Fazlic die Vorbereitung wieder aufgenommen – mit Folgen: „Ich habe mit Schmerzen trainiert, was nicht so gut war“, hat auch der Ex-Profi mit der langen Corona-Pause zu kämpfen.

"Wollen noch einmal besser abschneiden"

Dennoch wolle er möglichst schnell wieder einsteigen und seinem Team in einem möglichen Pokalduell gegen die Eintracht auch aktiv zur Verfügung stehen. „Das ist der Plan“, entgegnet er – und blickt anschließend bereits voraus. Voraus auf die kommende Saison in der Regionalliga Nord und die vielen neuen Spieler an der Kreuzkirche. Diese hätten „allesamt ein relativ hohes fußballerisches Gewicht“, sieht Fazlic seine 05er gewappnet für einen neuerlichen Angriff. „Wir als Verein wollen uns von Jahr zu Jahr weiterentwickeln – und ich glaube, dass uns die Spieler bei dieser Entwicklung weiterhelfen werden.“ Nach dem zweiten Platz in der vergangenen Abbruch-Saison wolle man in der kommenden Spielzeit „noch einmal besser abschneiden“. Und: „Wer weiß, wozu es dann reicht?!“

"Nachhaltigkeit ist immer gut und wichtig"

Als "Sechser" zieht Fazlic bei den Teutonen die Fäden und marschiert als "Aggressive Leader" vorweg. Foto: noveski.com

Klar ist, dass die Ambitionen innerhalb des Vereins nicht minder groß sein werden. Nach der Drittliga-Meldung in der vergangenen Serie will man erneut ganz oben mitmischen: „Sollte es in einer Relegation oder gar einem Aufstieg enden, wäre das natürlich traumhaft! Aber im Grunde genommen geht es einfach nur darum, sich von Jahr zu Jahr weiterzuentwickeln. Und das haben wir, seitdem ich hier bin, auch jedes Jahr geschafft“, kann Fazlic inzwischen schon auf drei Jahre bei den Teutonen zurückschauen. Da der „Captain“ zudem jemand ist, der auch über den Tellerrand hinaus schaut und bereits im Besitz der Trainerlizenz ist, weiß er auch: „Nachhaltigkeit ist immer gut und wichtig.“

"Wir gewöhnen uns an die Ansprüche, die wir selbst haben"

Mit seinen Teutonen träumt Ex-Profi Fazlic vom ganz großen Wurf. Foto: noveski.com

Hinzu kommt, dass keine Luftsprünge zu erwarten seien, da man als Club auch mit Problemen zu kämpfen habe, die es zu bewältigen gilt: „Man darf nicht vergessen, dass wir es extrem schwierig haben als Stadtteilverein mit nur einem Platz in einer relativ guten Location in Hamburg. Der Verein hat viele eingeschriebene Mitglieder, die trainieren wollen. Wenn du also noch weiter hoch gehen willst, musst du zwangsweise auch auf Rasen trainieren – und tagsüber die Möglichkeit haben, auf den Kunstrasen zu gehen. Das ist leider nicht gegeben. Deshalb müssen wir da noch ein wenig improvisieren“, so Fazlic, der dem Team ums Team dennoch ein großes Lob ausspricht: „Die machen das wirklich stark. Und es wird von Jahr zu Jahr besser. Auch wir gewöhnen uns auch an die Ansprüche, die wir selbst haben. So wachsen wir mit der Aufgabe weiter. Und das ist wichtig, dass wir die ‚Steps‘, die wir von Jahr zu Jahr machen, bewusst gehen. Das ist der Fall.“

Autor: Dennis Kormanjos

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