Bezirksliga 06

FC Alsterbrüder hält losen Kontakt zur Tabellenspitze

18. Oktober 2021, 12:49 Uhr

Herrlicher Treffer: Mit der Hacke befördert Alsterbrüder-Knipser Tim Algner (li.) das Runde ins Eckige. Foto: Klaas Dierks

Am Sonntagmittag empfing das Tabellenschlusslicht Teutonia 10 die Alsterbrüder bei Nieselregen im Schatten der Viktoria-Kaserne in Altona. Arg von Abgängen und Langzeitverletzten gebeutelt, versuchte der Gastgeber das Beste aus seinen verbliebenen Möglichkeiten zu machen, während sich die Alsterbrüder vorgenommen hatten, nach zwei Niederlagen in Folge gegen starke Gegner wieder einmal drei Punkte einzufahren, um den Abstand zur Tabellenspitze möglichst wieder zu verringern.

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Die Alsterbrüder dominierten über 90 Minuten und ließen die Platzherren vor allem in der ersten Hälfte kaum zur Entfaltung kommen. Trotzdem waren die Bemühungen aus dem Spiel heraus zu einem Torerfolg zu kommen, erstmal nicht von Erfolg gekrönt.

Das 0:4 aus Hausherren-Sicht: Erneut ist es Tim Algner (Mi.), der das Spielgerät in die Maschen befördert. Foto: Klaas Dierks

Konsequenter Weise brauchten die Gäste daher auch einen direkten Freistoß aus circa 20 Metern halblinker Position, getreten von Carl Janta, um in Führung zu gehen. Dann wurde Felix Niebuhrs Abschluss von einem Teutonen unglücklich ins eigene Netz zum 0:2 abgefälscht. Danach konnten die Platzherren das Resultat über einen längeren Zeitraum halten, bis Tim Algner mit dem schönsten Tor des Tages zum 0:3 erhöhte. Nach Vorarbeit von Janta auf der rechten Seite, der sich bis fast auf die Grundlinie vorgearbeitet hatte und den in der Mitte am Fünfmeterraum lauernden Tim Algner bediente. Der nahm den Ball in der Drehung mit und durch eine elegante Bewegung beförderte er das Spielgerät in der 37. Minute mit der Hacke am darauf nicht gefassten Keeper Ali Gahraman Shahraki vorbei zum 0:3 in die Maschen. 


Quasi mit dem Pausenpfiff erhöhte Algner wieder nach Vorarbeit von Janta, der seinen Mitspieler die Kugel per Einwurf in den Sechzehner zuwarf. Mit der Fußspitze gab Algner dem Ball den entscheidenden Impuls ins lange Eck, vom Torwart nicht zu erreichen.

Alsterbrüder-Goalgetter Algner (li.) wird von Rafael Durao eng bewacht. Foto: Klaas Dierks

Nach der Halbzeitpause merkte man den Gästen an, dass sie etwas für ihr Torverhältnis tun wollten. In den nächsten zehn Minuten erspielten sich die Gelb-Blauen Chancen fast im Minutentakt, ohne allerdings das Ergebnis verändern zu können. Teilweise wurden die Angriffe nicht konsequent zu Ende gespielt, aber auch der in der zweiten Hälfte zum Einsatz gebrachte Keeper Robert Gutberlet hatte seinen Anteil daran. In der Folge gelang es den Teutonen, sich zumindest phasenweise vom Druck der Alsterbrüder zu befreien und eigene Angriffsbemühungen zu starten, ohne Torwart Kühn jedoch ernsthaft in Verlegenheit zu bringen. Allerdings brauchte es so bis zur 76. Minute, bis zum nächsten Tor der Gäste. Der schnelle Kontor konnte im Strafraum nur noch durch ein Foul gebremst werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte er selbst flach ins linke Eck. Gutberlet wäre fast noch dran gewesen...aber eben nur fast.

Teutonen-Torsteher Robert Gutberlet (li.) kommt vor Philipp Strüder an den Ball. Foto: Klaas Dierks

Auch mit einigen neuen Kräften auf Seiten der Alsterbrüder gelang es ihnen im weiteren Spielverlauf nicht, das Ergebnis zu ihren Gunsten zu verändern. Die Teutonen machten ihrem Namen alle Ehre und verteidigten mit ganzer Kraft. Zudem wurde nun der Spielaufbau nicht mehr nur von hinten kurz begonnen, was bis dahin fast unweigerlich zu schnellen Ballverlusten geführt hatte. Stattdessen wurde der Ball nun häufiger weit nach vorne geschlagen, so dass der Ball zumindest hin und wieder in die Hälfte der Alsterbrüder gelangte und dort auch etwas länger verblieb. Selbst ganze Eckenserien der Alsterbrüder vermochten nichts am Ergebnis zu verändern. Dabei erwies sich der Teutonen-Kapitän Fabian von der Decken als Turm in der Abwehrschlacht, der fast alle hohen Bälle per Kopf aus der Gefahrenzone hinaus befördern konnte. Auch Rafael Durao rettete oft in kritischen Situationen.

So blieb es letztendlich beim klaren 0:5. Hätten die Alsterbrüder zwei Tore mehr erzielt, wären sie aufgrund der Ergebnisse der anderen Spiele statt einen sogar zwei Plätze in der Tabelle geklettert. Sie sind jetzt auf Platz sechs und müsesn hoffen, am nächsten Spieltag bei günstigem Verlauf gegen den HEBC in der Tabelle weiter nach oben zu kommen. Die Teutonen müssen zu den Namensvettern an die Kreuzkirche. Ein Spiel also, bei dem der Sieger auf alle Fälle Teutonia heißen wird.


Klaas Dierks

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