Landesliga Hansa

Giftige Oher übertölpeln Rahlstedt

10. September 2022, 16:03 Uhr

Oliver Franz brachte den Oher Sieg früh im Spiel auf den Weg. Archivfoto: Bode

Er wolle sich "nicht nur nach Siegen" und positiven Erlebnissen äußern, sondern auch bei Niederlagen seinen Mann stehen. Und so nahm Mohet Wadhwa, Cheftrainer des Rahlstedter SC, auch nach der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Voran Ohe wie gewohnt Stellung. Fazit: "Aufgrund der ersten von uns sehr schlechten Halbzeit eine verdiente Niederlage!"

Der Plan der Gäste vom Amselstieg war klar: Mit robuster Gangart den spielstarken Rahlstedtern den Schneid abkaufen und die Mannen von der Scharbeutzer Straße gar nicht erst ins Spiel kommen zu lassen. Ein Vorhaben, das mit durchschlagendem Erfolg in die Tat umgesetzt wurde. "Ohe war sehr giftig und kompakt, hat uns das Leben extrem schwer gemacht - vor allem offensiv, wo wir uns nicht entfalten konnten", gab Wadhwa zu.

"Der Schiri hat zu harmlos entgegengewirkt"

Marco Braesen (li.) sorgte mit seinem Treffer zum 3:0 für die Gäste nach nicht mal einer halben Stunde für die Vorentscheidung. Archivfoto: Bode

Ausdruck des "giftigen" Oher Auftritts: Neun Gelbe und eine Gelb-Rote Karte. "Das zeigt, dass der Gegner sehr giftig, willig und in jedem Zweikampf präsent war - manchmal aber auch überhart. Da hat der Schiri, der sicherlich nicht schuld an der Niederlage war, aus meiner Sicht zu harmlos entgegengewirkt. Da waren zwei, drei Fouls dabei, die meiner Meinung nach Dunkel-Gelb waren", so Wadhwa, dessen Schützlinge schon früh einem Drei-Tore-Rückstand hinterherliefen. "Das 0:1 entsteht nach einem Torwart-Abschlag und einem individuellen Fehler bei uns in der Kette. Das 0:2 fällt nach einem Standard, was wir wir unter der Woche im Training mehrfach angesprochen und thematisiert hatten. Und das 0:3 resultiert aus einem Pass von uns ins Zentrum, der abgefangen wird", haderte Wadhwa.

Früher Dreierpack sorgt für Vorentscheidung

Mit einem trockenen Abschluss brachte Oliver Franz die Stormarner früh auf die Siegerstraße (7.). Daniel Walek erhöhte üer Kopf nach einer Ecke von Tim Schmidt auf den zweiten Pfosten (21.), ehe Marco Braesen freistehend auf 3:0 aus Gäste-Sicht stellte (28.). "Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass wir jetzt entweder der Vergangenheit nachtrauern und rumjammern können - oder aber wir steuern gemeinsam in die Gegenwart und stemmen uns dagegen", verriet Wadhwa, dessen Mannen "den Kampf annahmen" und schnell zum 1:3 durch Nico Gerber kamen. "Wir waren drauf und dran, den Anschluss zu machen. Ohe hatte keine Torchance mehr. Aber in der Summe war es eine verdiente Niederlage", resümierte der RSC-Coach.

Autor: Dennis Kormanjos

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