Regionalliga-Meisterrunde

Hirsch: „Wir haben schön auf den Sack bekommen“

21. März 2022, 15:53 Uhr

Teutonen-Trainer Dietmar Hirsch fand nach der 0:3-Schlappe in Oldenburg klare Worte. Foto: noveski.com

Für Dietmar Hirsch war es in gewisser Weise ein Nachhausekommen. Zwei Jahre lang war er als Cheftrainer beim VfB Oldenburg tätig. Nun gastierte der Ex-Profi mit dem FC Teutonia 05 beim Tabellenführer der Regionalliga Nord-Meisterrunde. Und der jetzige Teutonen-Trainer hatte durchaus mit Sorgen zu kämpfen: Die Leistungsträger Kevin Weidlich und Fabian Istefo, mit neun Saisontoren zweitbester Schütze der „Kreuzkirchler“, fielen verletzungsbedingt aus.

Das Fehlen des Duos war den Gästen deutlich anzumerken. „Wir haben uns etwas ausgemalt, wie wir aufstellen. Aber das hat alles nicht funktioniert“, musste Hirsch hinterher eingestehen. „Wir haben heute schön auf den Sack bekommen, weil wir einfach nicht die beste Leistung abgeliefert haben. Das war weder Fisch noch Fleisch“, fiel seine Analyse deutlich aus. „Wir waren nicht wach. Und dann waren da noch bestimmte Dinge, die im taktischen Bereich undiszipliniert waren.“

Teutonen-Hoffnung wird im Keime erstickt

Fehlte seinen Teutonen vor allem in der Defensive und als Antreiber: Kevin Weidlich. Foto: noveski.com

Mehr als „ein paar Halbchancen“ brachten die Gäste aus Ottensen beim Primus nicht zustande. Aber gerade in dem Moment, als man „zumindest ein bisschen im Spiel war“, musste man das 0:1 hinnehmen. Ayodele Adetula drang auf rechts in den Strafraum ein, schlug einen Haken und sah Marten Schmidt, der das Leder mit der Innenseite in de Knick schweißte (32.). Nachdem man in der ersten Halbzeit gegen den Wind gespielt habe, hatte man die Hoffnung, „mit Rückenwind besser aus der Kabine zu kommen“, wurden Hirschs Erwartungen umgehend über den Haufen geworfen.

"Dafür sind die Mannschaften einfach zu gut"

Keine 60 Sekunden nach Wiederanpfiff folgte die kalte Dusche: Eine Flanke von Rafael Brand, einst für die U21 des HSV aktiv, köpfte Max Wegner zum bereits vorentscheidenden 2:0 ein (46.). „Danach war es gegen eine sogestandene und vor Selbstvertrauen strotzende Mannschaft natürlich schwer“, so Hirsch, dessen Mannen nach einem individuellen Fehler von Ridel Monteiro sogar noch das 0:3 kassierten. Nico Knystock vollendete nach dem Ballgewinn sein Solo zum Endstand. „Man hat einfach gesehen: Wenn wir nicht an unsere Leistungsgrenze gehen, dann haben wir es schwer in dieser Meisterrunde. Denn dafür sind die Mannschaften einfach zu gut“, bilanzierte der Chefcoach der „Kreuzkirchler“.

Autor: Dennis Kormanjos

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