Oberliga/Landesliga

HUFC: „Charakterstarker“ d’Urso bleibt, anderer d’Urso kommt – auch Mankumbani kehrt zurück

10. Juni 2022, 10:58 Uhr

Ein absolut charakterstarker Spieler, der nach seinem Schlüsselbeinbruch auf sein Comeback hinfiebert und dem HUFC seine Zusage gab: Maurizio d'Urso. Foto: noveski.com

Durch den 5:2-Triumph im allerletzten Saisonspiel beim FC Union Tornesch und die gleichzeitige 1:4-Niederlage von Haupt-Konkurrent VfL Lohbrügge beim SV Rugenbergen schob sich der Hamm United FC auf den letzten Drücker an den „Binner-Boys“ vorbei auf den sechsten Platz der Abstiegsrunde – und feierte den vermeintlichen Klassenerhalt. Doch nur kurze Zeit später folgte der Schock für die „Geächteten“: Der Hamburger Fußball-Verband gab in einer Pressemitteilung bekannt, dass im Falle einer Meisterschaft des Niendorfer TSV II – die „Zweite“ darf nicht in die Oberliga aufsteigen, da dort bereits die Liga-Mannschaft der „Sachsenwegler“ vertreten ist – automatisch der Zweitplatzierte der Landesliga-Staffel 1 nachrücken und aufsteigen wird. In diesem Fall: TuRa Harksheide.

"Mauris" Bruder Roberto d'Urso wechselt als absoluter Führungsspieler des FC Türkiye in den Hammer Park. Foto: noveski.com

Da man zuvor davon ausging, dass es keinen Nachrücker geben würde, ein herber Schlag für Hamm. Denn: Durch das neue Szenario würde den Marschall-Mannen auch der sechste Tabellenplatz in der Oberliga-Abstiegsrunde nicht reichen, sondern zum Verhängnis werden. Es sei denn, Concordia Hamburg wäre in der Regionalliga-Aufstiegsrunde erfolgreich gewesen und hätte einen Platz in der Hamburger Beletage freigemacht. Aber: Cordi scheiterte als Schlusslicht. Heißt im Umkehrschluss: Hamm muss absteigen.

Allerdings kündigte HUFC-Präsident Jörn Heinemann im „Hamburger Abendblatt“ bereits an: „Wir werden alle Rechtsmittel bis hin zur zivilen Gerichtsbarkeit nutzen.“ Denn, so Heinemann weiter: „Es ist ein Unding und absolut indiskutabel, solche Entscheidungen drei Tage nach Saisonende zu treffen, nachdem zuvor das Gegenteil erzählt wurde.“

Erst eine Zusage: "Hängen zwischen den Stühlen"

Die Situation ist prekär. So prekär, dass die „Geächteten“ bis dato erst eine ligaunabhängige Zusage aus dem aktuellen Kader für die kommende Saison vermelden konnten. „Natürlich klingt ‚eine‘ erstmal nicht nach sonderlich viel. Aber da wir noch zwischen den Stühlen hängen und selbst nicht wissen, in welcher Liga wir in der nächsten Saison spielen werden und die Thematik noch lange (!) nicht geklärt ist, gestaltet sich die Planung des Kaders als schwierig“, ließen die Verantwortlichen vor genau einer Woche, als das abschließende und entscheidende Aufstiegsspiel von Cordi noch ausstand, durchblicken.

d'Urso-Doppelpack und Mankumbani-Rückkehr

Sebastiao Mankumbani kehrt vom SVCN zu den "Geächteten" zurück und bringt jede Menge Erfahrung mit. Foto: noveski.com

Der Spieler, der dem Club trotz aller Umstände das Ja-Wort gab, ist: Maurizio d’Urso. „Lewandowski will ja unbedingt weg vom FC Bayern – und was sollen wir sagen? Nichts, da es auch gar nicht um ihn geht, sondern um einen charakterstarken Spieler unseres Kaders“, betonen die Hamm-Offiziellen. Denn: „Mit Maurizio d‘Urso haben wir nicht nur einen verdammt tollen Charakter behalten, sondern einen Spieler mit Herz und Willen. Und genau so was brauchen wir.“ Daher sei es auch „nicht verwunderlich, dass unsere erste Neuverpflichtung ‚Mauris‘ Bruder ist“. Roberto d’Urso wechselt nämlich als absoluter Führungsspieler vom Meister der Landesliga-Staffel 2, dem FC Türkiye, in den Hammer Park. „Mit ihm wird Sidnei (Trainer Marschall, Anm. d. Red.) noch mehr Möglichkeiten im Mittelfeld haben.“

Zudem gibt Hamm bekannt, dass Sebastiao Mankumbani, der vor nicht mal einem Jahr den HUFC im Streit verließ und beim SV Curslack-Neuengamme anheuerte, zurückkehrt. „Eine Wand. Ein Kämpfer und richtig starker Verteidiger“, freut man sich auf den erfahrenen „Comebacker“.

Autor: Dennis Kormanjos

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