Landesliga 02

„Ich werde mich sicher nicht auf meinem Namen ausruhen“

12. Mai 2022, 08:07 Uhr

Corvin Behrens hat auch mit 35 Jahren noch lange nicht genug und will mit dem Düneberger SV in der Landesliga angreifen. Foto: noveski.com

Mit zehn Neuzugängen will der Düneberger SV in der kommenden Saison einen Angriff auf die Spitzenplätze in der Landesliga unternehmen. Prominentester Name in der Riege: Corvin Behrens. Der Mittelfeld-Leader verfügt über die Erfahrung von 193 Regionalliga-Einsätze für den TuS Heeslingen, den Hamburger SV II, den Goslarer SC, die Würzburger Kickers, den FSV Wacker Nordhausen sowie den BSV SW Rehden. Seit Sommer 2020 war Behrens beim SV Curslack-Neuengamme aktiv und führte den Oberligisten sogar als Kapitän aufs Feld.

In seiner Laufbahn absolvierte Behrens stolze 193 Regionalliga-Einsätze. Foto: noveski.com

Nun also der Wechsel. Der Abschied vom Gramkowweg nach „zwei guten Jahren“, wie Behrens uns gegenüber erklärt. Allerdings macht er auch keinen Hehl daraus, dass vor allem die aktuell noch laufende Saison „nicht so vielversprechend“ verlief, wie man es sich beim SVCN erhofft und gewünscht hat. „Wir sind sicherlich unter den Möglichkeiten geblieben – auch ich persönlich“, nimmt er sich nicht aus der Pflicht heraus. Da er „beruflich viel eingespannt, aber immer noch heiß“ sei, habe er nun „eine sportliche Veränderung“ angestrebt.

"Er hat mich direkt für die Sache begeistert"

Und diese Veränderung führt Behrens an den Silberberg. „Ich bin auf jeden Fall noch fit und habe richtig Bock, weiter Fußball zu spielen.“ Obwohl es „die eine oder andere lukrative Anfrage gab“, wie Behrens zugibt, fiel seine Entscheidung auf Düneberg. Grund: Die Kombination aus „Spaß am Kicken, aber gleichzeitig ambitioniert sein“, wie er meint. Der ausschlaggebende Punkt, weshalb er dem DSV schlussendlich das Ja-Wort gab, war jedoch Cheftrainer Dennis Tornieporth. „Wir wissen alle, was wir an ‚Tornie‘ haben und was er draufhat. Er ist nicht nur ein geiler Typ und war früher ein mega Kicker, er geht jetzt auch als Trainer seinen Weg. Wir haben uns immer gut verstanden und wertgeschätzt – sowohl auf als auch abseits des Platzes. Und als er mir von der Idee und dem Projekt erzählt hat, hat er mich direkt ‚gecatched‘ und für die Sache begeistert.“

"Er ist auf dem besten Weg, das auch als Trainer zu schaffen"

Zuletzt führte Behrens den Oberligisten SVCN als Kapitän aufs Feld. Foto: noveski.com

Sein neuer Trainer mutmaßte bei der Verkündung mit einem breiten Grinsen: „Vielleicht hat es ihn auch einfach gereizt und überzeugt, dass ich ihm gesagt habe, dass ich mir nochmal die Fußballschuhe überstreifen werde und wir im Winter gemeinsam ein paar Hallenturniere spielen werden.“ Angesprochen darauf, entgegnet Behrens: „Eine meiner ersten Fragen war tatsächlich, ob er selbst noch ab und an aktiv dabei ist. Das hat er verneint, aber gesagt, dass wir bestimmt noch das eine oder andere Turnier zusammen spielen werden“, schwärmt der Neuzugang von den fußballerischen Qualitäten seines Chefcoaches. „Er hat als Kicker viel erreicht und ist auf dem besten Weg, das auch als Trainer zu schaffen.“

Ehrgeizige Ziele: "Alles andere wäre verwerflich"

Obwohl er selbst jahrelang höherklassig unterwegs war, nehme er „die Liga sehr ernst“, betont Behrens. „Da sind viele gute Mannschaften mit Qualität. Ich werde die Liga ganz sicher nicht unterschätzen und mich auf meinem Namen ausruhen.“ Vielmehr steigt schon jetzt die Vorfreude auf eine für ihn neue Spielklasse mit ambitionierten Zielen: „Platz eins bis drei“ soll anvisiert werden, lautet das ehrgeizige Vorhaben. „Alles andere wäre verwerflich. Wir müssen allesamt Bock haben, das Ziel vom ersten Spieltag an zu verfolgen. Ob‘s reicht, wird man dann sehen. Aber man muss sich ja Ziele setzen.“ Er selbst wolle als Führungsspieler vorangehen und vor allem den jungen Spielern – im Verbund mit „den wichtigen Säulen der Mannschaft“, womit er unter anderem Joe Warmbier und Pascal Nägele meint – auf dem Weg helfen und sie unterstützen.

"Spiele noch so lange mein Körper mich trägt"

Behrens schwärmt in den allerhöchsten Tönen von seinem neuen Trainer Dennis Tornieporth. Foto: noveski.com

Und wie lange will der inzwischen 35-Jährige den Weg als aktiver Spieler noch gehen? „Für mich gibt es im Fußball nicht alt oder jung, sondern nur gut oder nicht so gut. Ich denke, dass ich noch die Qualität habe. Von daher kann ich eigentlich ausschließen, dass es meine letzte Saison wird.“ Nichtsdestotrotz richtet er den Blick auch schon auf die Zeit nach der eigenen Laufbahn. Stichwort: Trainerkarriere. „Das spielt definitiv eine Rolle. Ich habe ja auch schon vor einiger Zeit meine B-Lizenz gemacht. Aber aktuell ist das noch kein Thema. Denn ich habe viel zu viel Lust, selbst noch aktiv zu spielen, bin fit – und mache es noch so lange mich der Körper trägt.“

Autor: Dennis Kormanjos

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