Landesliga 02

Im Sommer ist Schluss: Akdag hört als Bingöl-Trainer auf!

26. April 2022, 12:41 Uhr

Nach vier Jahren im Amt ist im Sommer Schluss: Bilal Akdag beendet seine Trainer-Tätigkeit beim FC Bingöl. Foto: noveski.com

Im Sommer ist es ein vierjähriger Kampf gegen etliche Windmühlen und Widerstände gewesen. Ein Kampf, der für Bilal Akdag enden wird. Denn: Der Chefcoach des kaum mehr zu rettenden Landesligisten FC Bingöl wird seine Arbeit an der Slomanstraße nicht fortsetzen. Uns gegenüber verrät Akdag: „Gemeinsam mit meinem Team – Blerim Murtezani und Bilal Barlak – werde ich im Sommer aufhören!“

Nach insgesamt zwölf Jahren als Spieler und knapp vier Jahren als Cheftrainer soll am Saisonende Schluss sein. „Ich habe viele Erfahrungen gemacht und gesammelt, mich weitergebildet und diverse Höhen und Tiefen erlebt“, so Akdag, der natürlich besonders gern auf den „Aufstieg in die Landesliga“ zurückblickt. Aber auch auf die Tatsache, dass man „neue Strukturen geschaffen und vieles im Drumherum wettbewerbsfähig gemacht“ habe. Doch nun sei er „an einem Punkt angekommen, wo eine Neuorientierung nötig ist“, erklärt Akdag. „Ich denke, dass viele Vereine in der aktuellen Lage Schwierigkeiten haben.“

"Viele Unruhen seit Anfang der Saison nicht gelöst"

Neben Chefcoach Akdag (li.) wird auch Co-Trainer Blerim Murtezani sein Amt niederlegen. Foto: noveski.com

Zu den „schwierigen Umständen“ zählt der scheidende Chefcoach die „fehlenden Strukturen“, dass er sich „um Vieles kümmern muss“ und sich „nicht auf das Trainersein konzentrieren“ könne. Hinzukommt der lange Zeit aussichtslose Kampf um eine zweite Trainingszeit (HIER mehr dazu), was sich zur neuen Saison allerdings ändern soll. Doch Akdag geht noch weiter, sagt: „Es wurden viele Unruhen seit Anfang der Saison nicht gelöst“, aber „auch das sportliche Ziel nicht erreicht. Viele Spiele haben wir sehr knapp verloren. Oft waren wir spielerisch besser, aber unerfahrener.“

"Wir machen den Weg frei und wünschen Bingöl alles Gute für die Zukunft"

Auf seine Mannschaft lässt Akdag aber nichts kommen: „Das sind geile Jungs mit tollen Fähigkeiten. Alle haben die Saison bislang durchgezogen und eine sehr gute Bindung aufgebaut.“ Alles in allem habe er „kein Entwicklungspotenzial mehr gesehen“, begründet Akdag seinen Schritt. Nichtsdestotrotz betont er, dass der FC Bingöl „ein toller Verein mit tollen Menschen“ sei. „Danke an alle, die mich bislang unterstützt haben. Es hat am Ende aber einfach nicht mehr gepasst. Wir machen den Weg frei und wünschen Bingöl alles Gute für die Zukunft.“ Seine eigene sei hingegen noch komplett offen, so Akdag abschließend. 

Autor: Dennis Kormanjos

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