Landesliga Hansa

Mit Druck, Offensivpower und gefälligem Umschaltspiel: Darijo tut Lohbrügge weh

07. August 2022, 10:18 Uhr

Darijo Makismovic (li.) - hier im Duell mit Franklin Weber - hatte entscheidenden Anteil am Rahlstedter Sieg. Foto: Steve Burchard/Rahlstedter SC

„Für uns natürlich ein sehr wichtiger Erfolg nach der Auftakt-Niederlage in der Liga bei Condor, um die Entwicklung, die man vorantreiben will, auch in Ruhe vorantreiben zu können“, machte Mohet Wadhwa keinen Hehl aus seiner Erleichterung. Denn: „Bei einer Niederlage wäre es natürlich etwas unruhiger geworden.“ Und ein „Dreier“ war alles andere als selbstverständlich. Schließlich war Oberliga-Absteiger VfL Lohbrügge – mit einem 3:1-Sieg im Pokal beim erfolgreich in die Saison gestarteten Düneberger SV im Rücken – an der Scharbeutzer Straße zu Gast.

Beide Teams betreten vor beachtlicher Kulisse den Platz. Foto: Steve Burchard/Rahlstedter SC

Dennoch war bei den Hausherren nichts von Nervosität oder Anspannung im negativen Sinne zu spüren. „Wir haben einen gewissen Reifeprozess durchgemacht“, so der RSC-Trainer, der befand: „Wir sind gut ins Spiel gekommen, waren viel präsenter und aktiver im Pressing und Ballbesitz. Wenn es 3:0 für uns steht, kann sich Lohbrügge nicht beschweren!“

Vor stolzen 380 Zuschauern und unter den Augen vieler RSC-Nachwuchskicker, die die Mannschaft mit aufs Feld führten, sorgte eine herrliche Stafette in der achten Spielminute für die frühe Führung. Über Nico Gerber, Mohamed Giresse Fané und Darijo Maksimovic kam die Kugel zu Nicholas Opoku Ntiri, der die Kugel für Maksimovic klatschen ließ. Aus 18 Metern halblinker Position jagte der ehemalige Concorde das Spielgerät in den Rechten Giebel. Marke: Traumtor! „Das war super herausgespielt“, strahlte Wadhwa. „Auch danach haben wir immer wieder Druck auf die Viererkette ausgeübt.“ Lohbrügge hatte Schwierigkeiten, ins Spiel zu finden. Die Offensive um Benjamin Bambur und Christian Degener hing lange Zeit in der Luft. „Das war gut für unser Spiel.“

Maksimovic vergibt vom Punkt, Szillat trifft

RSC-Kapitän Florian Rust (li.) stellte Lohbrügge-Angreifer Benjamin Bambur kalt. Foto: Steve Burchard/Rahlstedter SC

Doch dann sorgte eine von Wadhwa als „Slapstick“ deklarierte Szene für den Ausgleich: Degener wurschtelte sich irgendwie durch, scheiterte im ersten Anlauf aber an Oliver Stein, murmelte die Kugel aber per Abpraller irgendwie über die Linie (22.). „Wir sind fünfmal dran, aber nicht entscheidend“, haderte Wadhwa mit dem „maximalen Pech in dieser Situation“. Trotzdem habe er in der Pause gesagt, „dass wir genauso weiterspielen müssen, weiter mutig bleiben und im Angriffspressing spielen werden. Das haben wir auch gemacht.“

Kurz nach Anpfiff war der bärenstarke Maksimovic nur durch ein Foulspiel zu stoppen. Den fälligen Strafstoß schoss er selbst, konnte den in dieser Szene glänzend parierenden Jonathan Tydecks aber nicht bezwingen. Dennoch: Rahlstedt machte weiter, als wäre nichts gewesen. Nach einer eigenen Ecke wurden die „Binner-Boys“ gnadenlos ausgekontert. Artur Blum und Joel Osei Szillat im Zusammenspiel. Letztgenannter schob eiskalt ins lange Eck ein – 2:1 (69.)!

"Danach war Lohbrügge stehend k.o."

Der pfeilschnelle Artur Blum (Mi.) machte den Deckel drauf und verwandelte vom Elfmeterpunkt zum 3:1-Endstand. Foto: Steve Burchard/Rahlstedter SC

„Danach musste Lohbrügge aufmachen, war aber stehend k.o. So konnten wir unser gewohntes Umschaltspiel auf- und durchziehen, hatten drei, vier gute Möglichkeiten – und haben den Sack dann zugemacht“, bilanzierte Wadhwa, der jubeln konnte, als Maksimovic erneut nicht zu halten war. Robert Pallasch handelte sich nach seinem Foulspiel die Ampelkarte ein, den fälligen Elfmeter brachte Blum im Eckigen unter (81.). Spiel entschieden! Damit feierte der RSC den ersten Saisonsieg im ersten Heimspiel – während die die Equipe von Gökhan Acar nach dem 0:1 gegen HT 16 auch im zweiten Match ohne etwas Zählbares blieb.

Autor: Dennis Kormanjos

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