LOTTO-Pokal

Nächster HT 16-Coup in Unterzahl: „Spielerisch waren wir der Ober- und Meiendorf der Bezirksligist!“

06. November 2021, 16:13 Uhr

Die HT 16 bejubelt den neuerlichen Pokal-Coup gegen Oberligist Meiendorf. Foto: Nicky Bude

„Das war der Beweis, dass Cordi kein ‚Ausrutscher‘ war“, scherzte Umut Kocin inmitten der riesigen HT 16-Jubeltraube. Während Sportchef und Fußball-Vorstand Ahmet Sahin prompt die „Spaßbremse“ mimte: „Jungs, ich muss euch enttäuschen. Die Tore und Eckfahnen müssen trotzdem abgebaut werden“, huschte Sahin, der höchstselbst Hand anlegte und den Platz am frühen Morgen in einen spielfähigen Zustand brachte, ein breites Grinsen übers Gesicht. Der Grund: Nach Concordia Hamburg eliminierte die Hamburger Turnerschaft von 1816 den nächsten Oberligisten – und das nicht nur in Unterzahl, sondern auch hochverdient (alle Highlights im LIVE-Ticker zum Nachlesen)! „Definitiv!“, entgegnete Erfolgscoach Markus Puder mit einem dicken Ausrufezeichen. Während Meiendorf-Trainer Hakan Yavuz direkt nach Abpfiff verschwand und nicht mehr für ein Statement anzutreffen war...

Almir Mesanovic (Mi.) bejubelt seinen Führungstreffer mit Sammy Güzel. Foto: Nicky Bude

Erst war er der gefeierte Mann, der den krassen Underdog im Pokalspiel gegen den vermeintlichen Goliath auf die Siegerstraße brachte – doch dann avancierte Almir Mesanovic zur tragischen Figur. 56 Zeigerumdrehungen waren an der Legienstraße gespielt, als HT 16-Star Umut Kocin mit einem herrlichen Pass den durchbrechenden Caleb Awuah in Szene setzte. Dieser düpierte den komplett indisponierten Emin Kurpejovic, traf aber aus spitzem Winkel nur den linken Innenpfosten. Die Situation blieb aber heiß – denn der Ball fiel am langen Pfosten eben jenem Mesanovic vor die Füße. Aus vier Metern drosch der zuvor umjubelte Mann das Leder aber über das völlig verwaiste Meiendorfer Gehäuse! Fassungslosigkeit und fast schon blankes Entsetzen bei Mitspielern, Verantwortlichen und den zahlreichen Zuschauern.

"Professor" Güzel fliegt - aber: HT macht einfach weiter

Umut Kocin (Mi.) - hier im Duell mit Meiendorfs Evailton Fernandes - war an nahezu allen Offensivaktionen sowie an beiden Toren direkt beteiligt. Foto: Nicky Bude

Eine Szene, die sich zu rächen schien. Wenige Augenblicke darauf sorgte eine Einzelaktion von Mel Morawitz, der sich auf dem linken Flügel stark behauptete und für Damian Ilic querlegte (62.), für den glücklichen Meiendorfer Ausgleich. Keine 240 Sekunden später der nächste herbe Schlag für den Bezirksligisten: Der bereits gelbverwarnte Sammy Güzel kam im Mittelkreis gegen Samed Aksoy deutlich zu spät – Gelb-Rot (66.)! „Das war natürlich extrem bitter“, schwante Puder zunächst Böses. „Gerade auch, weil Sammy bei uns so etwas wie der Professor im Mittelfeld ist.“ Die Konsequenz: Der HT-Coach brachte Julian Bieber, der hinten in der Viererkette für Stabilität sorgen sollte, und zog Russell Quainoo eine Position vor auf die „Sechs“, weil „er den läuferischen Part von Sammy übernehmen kann“, erklärte Puder. „Ansonsten sollte es so weitergehen!“

"Ich bin sprachlos, wie die Jungs das in Unterzahl ziehen"

Patrick Krysiak (li.) - hier der Retter in höchster Not gegen Josiah Basoah - war ein starker HT-Rückhalt. Foto: Nicky Bude

20 Minuten waren noch auf der Uhr, als auch Kocin seine Mannen lautstark wachrüttelte und aufforderte: „Jungs, wir sind nicht drei Mann weniger – wir spielen mutig weiter!“ Gesagt, getan. Und ausgerechnet der eingewechselte Bieber, der hinten für Stabilität sorgen sollte, schädelte gegen einen blutleeren Meiendorfer SV zum 2:1-Siegtreffer für den Außenseiter ein – und das nach einem Kocin-Freistoß sowie mit einem Mann weniger (76.)! „Meinen allergrößten Respekt vor der Mannschaft – Wahnsinn! Ich bin sprachlos, wie die Jungs das in Unterzahl ziehen. Wenn man das Chancenverhältnis sieht, ist das auch mehr als verdient“, urteilte Puder, dessen Mannen am Ende sogar noch Chancen auf das dritte Tor liegen ließen.

Mesanovic bestraft Meiendorfer Chaos

Der überforderte Emin Kurpejovic (li.) Im Kampf um den Ball mit Caleb Awuah. Foto: Nicky Bude

Von einem Zwei-Klassen-Unterschied war nichts zu sehen. Rein gar nichts. Eher das Gegenteil war der Fall. Die HT 16 hatte in den ersten 45 Minuten gegen den Oberligisten ein spielerisches Übergewicht, war deutlich griffiger und williger, agierte überaus mutig – phasenweise sogar zu mutig – und profitierte von schier unglaublichen Unzulänglichkeiten des Gegners. So auch in der 36. Spielminute, als der einzige Treffer des ersten Abschnitts den Spielverlauf perfekt wiedergab. Caleb Awuah und Dieter Forkert düpierten die rechte Defensivseite des MSV. Kocin hob den Ball über die Kette. Der Chip-Pass wirkte ungefährlich, doch Kurpejovic produzierte einen folgenschweren Querschläger und servierte Mesanovic das 1:0 für den Außenseiter auf dem Silbertablett!

"Spielerisch waren wir der Oberligist und Meiendorf der Bezirksligist"

Julian Bieber (Mi.) und seine HT-Teamkollegen in absoluter Ekstase nach dem Kopfball-Siegtor des Innenverteidigers. Foto: Nicky Bude

„In der ersten Halbzeit waren wir ganz klar die bessere Mannschaft. Ich glaube, spielerisch waren wir der Oberligist und Meiendorf der Bezirksligist. Die haben gar keinen Zugriff auf uns bekommen oder gefunden und nur mit langen Bällen gearbeitet“, zeigte sich auch Puder überrascht vom überaus desolaten Auftritt der Gäste. „In der zweiten Halbzeit haben wir ein bisschen den Faden verloren.“ Aber auch die vergebene Großchance sowie die Ampelkarte konnten die HT nicht aufhalten. „Es bringt ja nichts, sich hinten reinzustellen. Dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis es klingelt.“ Stattdessen klingelte es auf der anderen Seite. „Wir waren der ganz klare Außenseiter. Von daher ist das sensationell, dass wir das geschafft haben“, strahlte Puder nach dem neuerlichen Pokal-Coup seiner Equipe.

Die letzten Sekunden bis zum Abpfiff im Video:

Autor: Dennis Kormanjos

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11.11.2021 - 14:46 - laloro1676

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