Oberliga

Nehls-Rücktritt am Kiesbarg: Vorstand fällt auseinander, Team-Manager geht

04. Mai 2020, 23:37 Uhr

Matthias Nehls ist nicht mehr Vorsitzender des FC Süderelbe. Foto: KBS-Picture.de

De FC Süderelbe kommt einfach nicht zur Ruhe: Zunächst gaben mit Martin Sobczyk und Marcel Rodrigues die ersten Leistungsträger ihren Abschied zum Saisonende bekannt. Dann erklärte Trainer Timucin Gürsan, dass er nicht über das Ende der Saison hinaus am Kiesbarg bleiben werde. In der Folge ernannte der FCS mit Stefan Arlt den Noch-Trainer der „Zweiten“ zum künftigen Coach der Oberliga-Equipe, was wiederum in der Mannschaft auf Ablehnung traf, so dass mit Isaak Hoeling stellvertretend ein Spieler die Abgänge des kompletten Kaders in den Raum stellte. Und nun geht’s auf der Funktionärsebene weiter. Nach unseren Informationen ist der Erste Vorsitzende Matthias Nehls zurückgetreten.

Doch nicht nur das: Neben Nehls sollen mit Till Wedel und Szymon Gosciniak auch zwei weitere Mitglieder des Vorstandes ihren Abschied erklärt haben. Und als ob dem noch nicht genug ist, ist auch die Tätigkeit von Teammanager Tobias Annuß Geschichte. Auch er hat sein Amt niedergelegt. Vorausgegangen waren alll diesen Entwicklungen Streitigkeiten, die bereits seit der letzten Jahreshauptversammlung, auf der ein neuer Vorstand gewählt wurde, herrschen und wegen denen zunächst als Erster der langjährige Erste Vorsitzende Joachim Stoltzenberg seinerzeit sein Ausscheiden aus dem Vorstand erklärt hatte.

Team-Manager Tobias Annuß (re.) ist auch nicht mehr an Bord. Foto: Knötzsch

Matthias Nehls hatte zuletzt zwar immer wieder betont, dass sein Vorgänger aus gesundhetlichen Gründen seinen Rückzug aus dem Gremium vorgenommen hatte, doch in der Folgezeit waren aus Spielerkreisen und auch von Trainer Timucin Gürsan andere Stimmen laut geworden. Auch Gürsan hatte bei seinem eigenen Abschied klar gemacht, dass die Struktur des Gremiums der Grund für seine Entscheidung sei, am Saisonende aufzuhören. „Es gab im letzten Jahr Entscheidungen und Wahlen im Vorstand, deren Ergebnisse mich zum Überlegen gebracht haben, ob das Ganze noch mit den Werten, für die ich stehe, und den Prinzipien, die ich mir auf die Fahne geschrieben habe, zu vereinbaren ist. Aufgrund der Zusammensetzung des Vorstandes, wie er jetzt aktuell besteht, habe ich mich dazu entschieden, dass das nicht mehr der Weg ist, den ich mitgehen möchte.“ Ihm fehle, so Gürsan, insgesamt „die Perspektive auf eine weitere erfolgreiche Zusammenarbeit. Deswegen stehe ich in der nächsten Spielzeit nicht mehr zur Verfügung“, sagte er im April.