Bezirksliga Ost

Neuer MSV-Trainer Sakarya will „das Unmögliche möglich machen“

02. Juli 2021, 14:58 Uhr

Engin Sakarya wird vom Zweit-Herren- zum Liga-Trainer beim MSV Hamburg befördert. Foto: privat

Am letzten Juli-Wochenende startet der MSV Hamburg mit dem Auftaktduell im LOTTO-Pokal beim Barsbütteler SV in die Saison 2021/22. Knapp vier Wochen vor dem Aufeinandertreffen stehen die Mümmelmannsberger jedoch vor dem Nichts. Unlängst hatte Liga-Manager Bilal Dilekoglu uns gegenüber seinen sofortigen Rücktrifft verkündet. Doch nicht nur das. Auch der gerade erst verpflichtete Zafer Temirci, der das Traineramt an der Kandinskyallee übernehmen sollte, und die gesamte Mannschaft werden dem Club den Rücken kehren. Grund: Ärger mit dem Vorstand (HIER mehr dazu).

Wie geht es also weiter beim MSV Hamburg? Fakt ist, dass man den Bezirksliga-Startplatz behalten will. Und das mit einem neuen Mann auf der Kommandobrücke. Denn: Wie uns Engin Sakarya verrät, wird er die Herkulesaufgabe bei der Liga-Mannschaft in Angriff nehmen! Sakarya übernahm im vergangenen Sommer die Zweitvertretung des MSV und nahm diverse Spieler von seiner vorherigen Station bei HT 16 III mit an die Kandinskyallee. Nun wurde er zum neuen Liga-Cheftrainer befördert. „Ich weiß, dass es eine brutale und fast unmögliche Aufgabe ist“, berichtet uns Sakarya, der aktuell im Türkei-Urlaub weilt. Die Meldung vom Rücktritt der kompletten Führungsriege traf ihn aus heiterem Himmel. Nun muss er innerhalb kürzester Zeit eine schlagkräftige Mannschaft für die Bezirksliga zusammenstellen.

„Wir haben ein paar talentierte Jungs in der ‚Zweiten‘, die wir hochziehen werden. Ansonsten bin ich zwar gerade im Urlaub, aber rund um die Uhr am Telefonieren“, will Sakarya das fast Unmögliche möglich machen. „Ich bin nun mal kein Mensch, der sich davor scheut, eine solche Herausforderung anzunehmen – oder jemand, der sich in solchen Momenten zurückzieht“, weiß er dennoch, dass für ihn selbst „viel auf dem Spiel steht“ und auch, dass es in der aktuellen Konstellation „mehr zu verlieren, als zu gewinnen gibt“. Schließlich muss er nun bei null anfangen – und auch die Zeit läuft ihm ein wenig davon. „Ich bin Realist, aber ich kann und werde die Jungs nicht im Stich lassen“, betont er – und verspricht abschließend: „Ich werde für meinen Teil alles dafür geben, dass wir die Klasse halten!“

Sakarya geht die fast unlösbare Aufgabe mit vollem Tatendrang an. Zu was es reicht und wie der Kader konkret aussehen wird – all das werden die kommenden Tage und Wochen zeigen. Mut hat er mit dieser Entscheidung, den MSV Hamburg vor dem kompletten Absturz zu bewahren, in jedem Fall schon bewiesen.

Autor: Dennis Kormanjos

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