Oberliga

Neuzugänge debütieren bei Krasniqi-Show und Süderelbe-Sieg!

04. Februar 2024, 08:48 Uhr

Erolind Krasniqi zeigte in seinem zweiten Spiel für den FC Süderelbe mit zwei Toren und zwei Vorlagen eine ganz starke Leistung. Foto: noveski.com

Nicht erst seit dem Abgang von Top-Torjäger Osman Güraltunkeser (Nevsehir Belediye Spor/Türkei) wollte der FC Süderelbe noch einmal auf dem Spielermarkt aktiv werden. Das Problem: Die Zeit lief den Mannen vom Kiesbarg vor Schließung des Transferfensters davon. Im Gastspiel beim Düneberger SV (5:2) überraschte der FCS jedoch mit der einen oder anderen neuen Personalie. Schon im Vorfeld berichtete uns Liga-Manager Seweryn Malyk von „sehr anstrengenden“ Tagen, um im letzten Moment die eine oder andere Spielberechtigung zu erhaschen.

Mustafa Ercetin (li.) kokettierte im Winter mit einem Abschied - nach unseren Informationen war der FC Türkiye dran. Nun aber bleibt er den Mannen vom Kiesbarg erhalten. Foto: noveski.com

„Wir haben noch ein bisschen was gemacht“, kündigte Malyk bereits vor der Partie an. Eine Reaktion auf die Abgänge von Güraltunkeser, David Borgmann (Rahlstedter SC) und Prinze Dzigbede (Klub Kosova) sowie die Ausfälle von Arthur Filimonov und Alexander Koval. Beide verletzten sich im abschließenden Test gegen den Heeslinger SC (7:2) vor dem Pflichtspielstart gegen die SV Halstenbek-Rellingen (0:2). Und so tätigte Süderelbe – nach der Verpflichtung von Erolind Krasniqi – noch den einen oder anderen „Last-Minute-Transfer“, schaffte es aber auch, den im Winter mit einem Abschied kokettierenden Mustafa Ercetin von einem Verbleib zu überzeugen und sämtliche Misstöne aus der Welt zu schaffen. Der Edel-Techniker, der unseren Informationen nach beim FC Türkiye gehandelt wurde, wird mit den „Kiesbarglern“ zusammen angreifen.

Drei Neuzugänge am Kiesbarg

Apropos Türkiye: Zuletzt bei den Wilhelmsburgern aktiv war Yuliyan Manolski, der nun beim Nachbarn aus Neugraben angeheuert hat. Der gerade 21 Jahre jung gewordene Bulgare kam vor der Winterpause in 17 Partien für Türkiye zum Einsatz und erzielte ein Tor. Ebenfalls neu beim Team von Chefcoach Stefan Arlt: Durim Feta, der in der Offensive mehrere Positionen bekleiden und auch als verkappter Neuner agieren kann. Mit seinen 33 Jahren bringt Feta, der zuletzt beim Lüneburger SK Hansa, auch in der Westfalenliga und im Kosovo kickte, jede Menge Erfahrung mit und wurde am Silberberg gut neun Minuten vor Schluss eingewechselt

Krasniqi glänzt: Süderelbe schießt Düneberg ab

Yuliyan Manolski (2. v. re.) ist einer von drei Last-Minute-Neuzugängen beim FC Süderelbe, kam in Düneberg aber noch nicht zum Zug. Foto: noveski.com

Besonders spannend ist die Vita eines weiteren Neuzuganges: Davis Boateng streift sich künftig das blau-weiße Dress über. Der 19-jährige gebürtige Hannoveraner durchlief den Nachwuchs des VfL Wolfsburg, wo er ganze sieben Jahre lang die Schuhe schnürte und diverse Einsätze in der B- sowie A-Jugend-Bundesliga absolvierte. Zuletzt spielte Offensiv-Allrounder Boateng in Polen. Nun will er sich am Kiesbarg beweisen und kam auf Anhieb zu seinem Startelf-Debüt.

Beim 5:2-Erfolg in Düneberg machte der FCS schon vor der Pause fast alles klar. In einem Spiel nahezu ohne Mittelfeld auf beiden Seiten glänzte ein Zugang der Gäste mit vier Scorerpunkten: Erolind Krasniqi! Zuerst verwandelte er einen von Adrian Apau an Jorge Camacho verursachten Foulelfmeter (26.), ehe er mit dem Pausenpfiff einen 17-Meter-Schuss überlegt ins linke Toreck platzierte (45. +1). Schon zuvor brachte Nico Reinecke, der im Fünfer eine Krasniqi-Ecke völlig freistehend einnickte (4.), die Arlt-Equipe früh auf die Siegerstraße. Camacho profitierte von vogelwildem Abwehrverhalten der Hausherren und stellte auf 3:0 (36.). Während Frank Donkor Marfo nach toller Vorarbeit von Yoshinori Nomura das zwischenzeitliche 1:3 aus Düneberger Sicht erzielte (39.). Zwar sorgte Nicholas Simpson unmittelbar nach Wiederanpfiff noch einmal für so etwas wie Hoffnung (48.), aber Marius Wilms (90.) machte nach uneigennütziger Krasniqi-Vorarbeit den Deckel drauf (90.).

Autor: Dennis Kormanjos