Corona-Lockdown

Niedersachsen: „Unsere Maxime bleibt der Wunsch, die Saison sportlich zu beenden“

15. März 2021, 11:35 Uhr

Symbolbild: Bode

Der Hamburger Fußball-Verband machte den Anfang, Schleswig-Holstein zog nach: Die Amateurfußball-Saison 2020/21 kann endgültig zu den Akten gelegt werden – zumindest in der Hansestadt und in „SH“ wurden Fakten geschaffen. Fakten, aus denen ein Saisonabbruch hervorging. In Niedersachen will man hingegen weiter einen anderen Weg einschlagen, wie Günter Distelrath, Präsident des Niedersächsischen Fußballverbandes, in einem Video-Podcast auf der Verbands-Homepage noch einmal verdeutlichte…

Symbolbild: Bode

„Natürlich ist die Situation beispielsweise in kreisfreien Städten mit hohen Inzidenzzahlen eine andere als in Regionen mit deutlich niedrigen Werten. Deshalb lässt sich die oft gestellte Frage, ob oder wann es denn nun konkret zurück in den Spielbetrieb gehen kann, heute noch nicht abschließend beantworten“, wollte Distelrath zwar keine Prognosen abgeben, wann der unterbrochene Spielbetrieb in Niedersachsen wieder aufgenommen werden kann, zeigte aber gleichzeitig Verständnis für den Wunsch der Vereine nach Planungssicherheit: „Wir möchten in dieser dynamischen Lage nicht in die Glaskugel schauen und emotional oder vorschnell Entscheidungen treffen, sondern weiterhin Fakten bewerten und gemeinsam einordnen“, sei eine langfristige Planung von Saisonverläufen in diesen so außergewöhnlichen Zeiten schlichtweg nicht möglich.

"Wir haben in Niedersachsen noch Spielraum"

„Maßgeblich“ für Entscheidungen seien „immer die örtlichen Vorgaben“, so Distelrath auf der Seite des Niedersächsischen Fußballverbandes. Die jeweils geltenden behördlichen Verfügungen nehme der NFV als Basis, um daraus die besten Wege „nachvollziehbar und verhältnismäßig“ für seine Vereine abzuleiten. „Unsere Maxime bleibt dabei der Wunsch, die Saison sportlich zu beenden. Dafür haben wir in den Gremien den Rahmen geschaffen und unter anderem eine mögliche Verlängerung der Saison über den 30. Juni hinaus beschlossen“, betont Distelrath abermals. Wenngleich ihm auch bewusst ist, dass das Corona-Virus noch immer „die Spielregeln diktiert“, so der NFV. Sollten die politischen oder behördlichen Vorgaben irgendwann zeigen, dass eine sportliche Beendigung der Saison nicht umsetzbar wäre, „dann würden wir in enger Abstimmung mit den Kreisen über mögliche Alternativen diskutieren. Aber dieser Punkt ist noch nicht erreicht. Wir haben in Niedersachsen noch Spielraum. Und den möchten wir weiterhin im Sinne unserer Vereine, im Sinne des Fußballs nutzen“, wird Distelrath abschließend zitiert.

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