Landesliga

Nix Curslack: Hacker bleibt beim ASV – Manager Ahmadi bindet Leistungsträger und holt den ersten Neuen!

16. Juni 2022, 09:28 Uhr

ASV-Manager Mansoor Ahmadi (li.) freut sich über den Verbleib von Luis Hacker. Foto: privat

Bis zum allerletzten Moment hat man gehofft und gebangt, die eigenen Hausaufgaben am Silberberg beim Düneberger SV erledigt (3:1) – und zeitgleich auf einen Ausrutscher des FC Türkiye gegen den Klub Kosova gelauert. Und zumindest 45 Minuten lang taten sich die Wilhelmsburger enorm schwer, kamen nicht über ein 0:0 hinaus – und spielten dem ASV Hamburg damit in die Karten. Eine Halbzeit lang durfte sich der Verfolger als Meister der Landesliga-Staffel 2 und Oberliga-Aufsteiger fühlen – doch dann schlug Türkiye unmittelbar nach Wiederanpfiff zu, riss dem ASV die „Pole Position“ wieder aus den Händen und feierte am Ende einen 2:1-Zittersieg, der zum ganz großen Wurf reichte. Der ASV musste hingegen bedröppelt in die Röhre schauen…

Er habe dem ASV "eigentlich den Aufstieg versprochen", will Hacker in der kommenden Saison einen neuen Anlauf mit dem Vize-Meister nehmen. Foto: Bode

Die Trauer an der Snitgerreihe über den verpassten Oberliga-Aufstieg war aber nur von kurzer Dauer. Schnell wurden die Köpfe wieder hochgenommen und der Blick nach vorne gerichtet. Nun kann Mansoor Ahmadi, Manager des Vize-Meisters, voller Freude verkünden, dass er mit insgesamt 19 Spielern aus dem Kader verlängern konnte – darunter auch die Leistungsträger Nikola Kosanic und Luis Hacker. Richtig gelesen. Letztgenannter stand nicht nur vor einem Wechsel zu Oberligist SV Curslack-Neuengamme. Der Transfer wurde von Seiten der „Gramkowwegler“ zu Beginn des Jahres bereits offiziell verkündet und vermeldet. Der „Sechser“ ist nicht der einzige Akteur, der nach öffentlicher Verlautbarung nun doch nicht zum SVCN wechselt.

"Ich fand es sehr schade, dass Woike dort nicht mehr Trainer ist"

Deniz Herber (re.) will es nochmal wissen und kehrt fest an die Snitgerreihe zum ASV Hamburg zurück. Foto: privat

Bereits im Januar – im Zuge seines Abschiedes vom ambitionierten Landesligisten zur neuen Saison – erklärte Hacker uns gegenüber: „Ich bin wirklich überglücklich beim ASV! Das ist ein richtig cooles Team mit richtig coolen Leuten im Drumherum. So etwas Herzliches habe ich bisher noch nicht erlebt. Ich bin immer mit einem großen Spaßfaktor zum Training gekommen. Das war in der Vergangenheit nicht immer so. Deshalb fällt es mir auch schwer, dort wieder wegzugehen. Aber ich habe mir gesagt: Wenn ich nochmal wechsle, dann aufgrund des Bemühens zu Curslack.“ Nun aber folgt die Rolle rückwärts – und der 24-Jährige bleibt dem ASV Hamburg treu!

„Der Hauptgrund ist eigentlich ganz einfach der, dass ich mich extrem wohl in der Mannschaft gefühlt habe, immer mit großem Spaß zum Training gekommen bin und mir das gefühlt schon in den letzten Trainingseinheiten weh getan hat, die Jungs zu verlassen. Zudem ist mir nochmal bewusst geworden, auch wenn ich diesen Leistungsdruck wirklich vermisse, dass der Aufwand mit drei-, viermal Training in der Woche – und das auch noch in Neuengamme – aktuell zu groß für mich ist.“ Ein weiterer Faktor, der dazu geführt hat, dass er seine Entscheidung noch einmal intensiv überdacht habe: „Dass Woike dort nicht mehr Trainer ist, was ich sehr schade fand. Denn er war unter anderem der Grund für mich, wieso ich dahin wechseln wollte – in Kombination natürlich mit meinem Ausbildungschef, der dort der Hauptsponsor ist.“

"Mir war klar: Wenn ich das so mache, dann gehe ich nur zum ASV zurück"

Der erste externe Neuzugang des ASV Hamburg: Keeper Bünyamin Bulanik (re.) wechselt vom FC Bingöl zum Vize-Meister. Foto: privat

Umso glücklicher sei er, so Hacker, dass er das „alles in allem sehr gut mit Curslack klären konnte, dass ich meinen Vertrag wieder auflöse. Da muss ich auch wirklich sagen, dass ich den Verantwortlichen sehr dankbar dafür bin, wie das abgelaufen ist.“ Dabei macht Hacker auch keinen Hehl daraus, dass es – nachdem die Meldung so ein wenig durchgesickert war – „selbstverständlich den einen oder anderen Anruf gab“. Aber: „Mir war von vornherein eigentlich klar: Wenn ich das so mache, dann gehe ich nur zum ASV zurück – gerade aus dem Grund, dass ich denen letztes Jahr eigentlich den Aufstieg versprochen hatte“, witzelt er uns gegenüber.

Herber zurück, Bulanik kommt

Neben dem Verbleib von Luis Hacker und diversen weiteren Säulen der Mannschaft, kann Ahmadi auch die Rückkehr von Deniz Herber verkünden. Der Routinier hat bereits zum Ende der vergangenen Spielzeit aufgrund der Personalnot beim ASV ausgeholfen. Jetzt „will er es nochmal wissen“, so der Manager, der auch seinen ersten Neuzugang dingfest gemacht hat. Torhüter Bünyamin Bulanik wechselt vom FC Bingöl 12 an die Snitgerreihe. „Wir freuen uns darüber, dass er uns verstärken wird“, kündigt Ahmadi abschließend bereits an, dass weitere Personalien folgen werden.

Autor: Dennis Kormanjos

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