Regionalliga Nord

Plantarfasziitis setzt Hacker außer Gefecht

27. November 2020, 14:13 Uhr

Eine Entzündung der Plantarfasziitis setzt Hacker (re.) nun schon seit drei Monaten außer Gefecht. Foto: Both

Nachdem er den Altonaer Fussball-Club verließ heuerte Luis Hacker im vergangenen Winter beim „Lokal-Nachbarn“ FC Teutonia 05 an. Bei den „Kreuzkirchlern“ ergatterte sich der „Sechser“ sofort eine Stammposition und bestritt alle fünf Partien nach der Winterpause, ehe der erste Corona-bedingte „Cut“ folgte. Hacker und seine Teutonen waren zum Zuschauen verdammt, steuerten auf dem Sofa aber in Richtung Regionalliga. Als einziges Hamburger Team, das eine Meldung abgab, durfte sich der Club aus Ottensen über den Aufstieg freuen. Doch von Hacker fehlt seitdem jede Spur…

Im vergangenen Winter stieß Hacker (li.) zu Teutonia und spielte sich gleich in der Startelf fest. Foto: Both

„Ich hab mir leider die Plantarfasziitis entzündet“, verrät uns der 23-Jährige, dem der Fachbegriff inzwischen leicht über die Lippen geht. „Ehrlich gesagt habe ich auch erstmal ein wenig gebraucht, um das aussprechen zu können“, witzelt er – auch wenn ihm eigentlich gar nicht zum Spaßen zumute ist. Denn: „Leider haben weder ich noch die Ärzte die Entzündung bisher wirklich beruhigen können, sodass ich jetzt leider schon seit drei Monaten raus bin.“ Bei der Plantarfasziitis handelt es sich um die Hauptsehne unter dem Fuß. Die aktuelle Entzündung lässt den Genesungsprozess nur „sehr mittelmäßig“ voranschreiten. „Man kann leider auch nur schwer sagen, wann das wieder gut wird. Es kann schon morgen wieder weg sein, aber im schlimmsten Fall auch erst in zwei Jahren.“ Dennoch gibt sich der Mittelfeldakteur „sehr zuversichtlich“ und hofft, „dass ich bald wieder normal trainieren kann“.

"Mittlerweile ist es auch eine Kopfsache geworden"

Nichtsdestotrotz setzt ihm diese Ungewissheit, wie lange er sich noch mit den Schmerzen herumplagen muss und ausfallen wird, auch mental zu: „Mittlerweile ist es auch eine Kopfsache geworden, weil man sich natürlich viele Gedanken macht – und sogar sagt, dass man lieber einen Innenbandriss oder sonst was hätte. Da würde man zumindest einen Zeitpunkt erahnen können, wann man wieder auf dem Platz stehen kann.“ Trotz dessen blickt der ehemalige Victorianer positiv in die Zukunft: „Ich bin momentan sehr intensiv in Behandlung bei unserem Physiotherapeuten Sven Altefrohne aus dem EPI-Zentrum und muss sagen, dass ich mich seitdem schon besser fühle als in der Anfangszeit. Und auch vom Verein erhalte ich große Unterstützung“, so Hacker.

"Hoffe, dass langsam so etwas wie Normalität einkehrt"

Wann Hacker (re.) auf den Fußballplatz zurückkehren kann, steht derzeit noch in den Sternen. Foto: Küch

Dass aufgrund der Corona-Pandemie und des vorherrschenden „Lockdowns“ zurzeit eh nicht ans Fußballspielen zu denken ist, kommt dem „Sechser“ dabei sicher auch ein Stück weit zugute. Dennoch hofft auch Hacker, „dass langsam wieder so etwas wie Normalität einkehrt“. Das wäre auch ihm zu wünschen, dass bei einem Re-Start sämtliche Schmerzen verfolgen sind und der gerade 23 Jahre jung gewordene Rechtsfuß dann ebenso auf den Platz zurückkehren kann.

Autor: Dennis Kormanjos

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