Landesliga 03

Rahlstedt „zittert“ wieder, aber „Lernphase“ fruchtet: Kontertore bringen den Erfolg!

09. Oktober 2021, 17:59 Uhr

RSC-Coach Mo Wadhwa und Mohamed Giresse Fané hatten allen Grund zur Freude. Foto: noveski.com

„Das Spiel wird uns eine Lehre für den Rest der Saison sein“, war sich Mohamed Giresse Fané sicher. Der „Sechser“ des Rahlstedter SC trug mit zwei herrlichen Toren in der Vorwoche dazu bei, dass sein Team bei BU II mit 3:0 in Führung lag. Am Ende stand jedoch nur ein 3:3 zu Buche. Eine gefühlte Niederlage für den RSC – und „das Ergebnis aus Arroganz“, so Fané im Anschluss ganz offen und ehrlich, sowie der Tatsache, dass man sich nach der scheinbar beruhigenden Führung „komplett ausgeruht und aufgehört hat, Fußball zu spielen. So hat man es am Ende auch nicht verdient, zu gewinnen“, resümierte das mit seinen gerade mal 20 Jahren schon unheimlich reif wirkende „Juwel“ der Rahlstedter.

Artur Blum brachte den RSC früh in Front. Foto: Bode

Der „von Spiel zu Spiel immer stärker aufblühende“ Darijo Maksimovic hatte soeben den Ball erobert und für den eingerückten Joel Osei Szillat mustergültig quergelegt – das 3:1 für den Rahlstedter SC (68.). „Dann kam genau die Phase, die wir überstehen mussten und bis zur 85. Minute auch gut überstanden haben“, so Rahlstedt-Coach Mohet Wadhwa, ehe Mihai Bitez die Gäste aus Ahrensburg mit dem Anschlusstreffer wieder hoffen ließ. Der Torjäger profitierte nach einer Flanke von der Uneinigkeit und den Abstimmungsschwierigen zwischen RSC-Keeper Pascal Marquardt und Innenverteidiger Florian Rust. „Danach war wieder zittern angesagt“, schwante Wadhwa erneut Böses. „Wir mussten uns durchboxen. Und Gott sei Dank sind wir im Vergleich zur Vorwoche reifer geworden.“

"Man kann die individuelle Klasse nicht 90 Minuten kontrollieren"

Mohamed Giresse Fané (li.) sorgte mit seinem Treffer zum 2:1 für die erneute Rahlstedter Führung. Foto: Bode

Denn: Die Hausherren schaukelten das 3:2 über die Runden, halten damit Anschluss zur Spitzengruppe in der Dreier-Staffel der Landesliga – und das gegen einen direkten Konkurrenten. Einer, vor dem Wadhwa im Vorfeld viel Respekt hatte: „Man kann die individuelle Klasse von Ahrensburg – gerade im offensiven Bereich – nicht über 90 Minuten unter Kontrolle bekommen“, sprach er unter anderem und insbesondere auf Bitez, Benedikt Neumann-Schirmbeck und Last-Minute-Zugang Timo Adomat an. „Da sind sie brandgefährlich. Das wussten wir. Genauso wie die Tatsache, dass viele Umschaltsituationen dafür sorgen können, dass wir im letzten Drittel für Nadelstiche sorgen können.“

"BNS" konter Blums Blitz-Führung

Mit schnellen Umschaltmomenten wollte Wadhwa zum Erfolg kommen – und das gelang mit Bravour: Mathias Czoska, der für den angeschlagenen Andrej Blum in die Startelf rückte, eroberte sich im Mittelfeldpressing stark den Ball, ehe Cai-Louis Hess mit einem genialen Steckpass Artur Blum in Szene setzte. Dieser war auf und davon – und überwand Lucas Lamm zum frühen 1:0 (5.). Die Antwort der Nagel-Mannen: Finn Ahrend zog aus spitzem Winkel ab, der Ball kam zu Neumann-Schirmbeck – und der gab Marquardt mit seinem harten und trockenen Abschluss im kurzen Eck das Nachsehen. 1:1 (9.).

Fané trifft wieder - Rahlstedt bringt Sieg über die Runden

Mihai Bitez vergab die Chance zur Führung, erzielte ein Abseitstor und markierte das 2:3 kurz vor Schluss, das nochmal Hoffnung schürte. Foto: noveski.com

Rahlstedt schaffte es, das Zentrum gut dicht zu halten – und kam nach der Pause zur abermaligen Führung. Weil sich Artur Blum auf dem rechten Flügel behauptete und Szillat das Auge bewies, konnte Mohamed Giresse Fané seine Torserie aufrechterhalten – 2:1 (54.)! Die Gäste reklamierten in jener Szene jedoch ein klares Handspiel, das dem Tor vorausging. Kurz zuvor vergab Bitez noch die Führung auf der anderen Seite. Nachdem Szillat das dritte Rahlstedter Tor in einer Konterbewegung folgen ließ und Ahrensburg nur verkürzen konnte, kam es zu einer hitzigen Schlussphase. Diesmal retteten die Schützlinge von der Scharbeutzer Straße den knappen Sieg aber über die Runden und schoben sich bis auf einen Zähler an die Stormarner heran. Zudem hat Rahlstedt noch eine Partie mehr in der Hinterhand… 

Autor: Dennis Kormanjos

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