Bezirksliga 06

Sieben Tore: Alsterbrüder mit Mühe zum Derbysieg gegen HEBC-Reserve

01. November 2021, 09:01 Uhr

HEBC-Akteur Alexander Brodersen (Mi.) nimmt es gleich mit zwei Alsterbrüdern auf - Carl Janta (li.) und Philipp Strüder. Foto: Klaas Dierks

Am Sonntag empfingen die Alsterbrüder den Stadtteilrivalen HEBC II zum Derby auf dem Walter-Wächter-Platz. Während sich die Gäste mit einigen Spielern aus der Liga-Mannschaft verstärkt hatten, fehlten bei den Alsterbrüdern Torjäger Noah Freyer, Tim Algner und Stammkeeper Moritz Kühn.

Felix Niebuhr (li.) erzielt das vermeintlich vorentscheidende 4:2 für die Hausherren. Foto: Klaas Dierks

Was sich von der Tabellensituation trotzdem eigentlich als machbare Aufgabe für die Heimmannschaft darstellte, erwies sich in der Realität als ein schweres Stück Arbeit für die Gelb-Blauen. Nach einer relativ ausgeglichenen ersten Viertelstunde sahen sich die Alsterbrüder mit einem Doppelschlag in der 16. und 18. Minute nach Toren von Patrick May und Luca Drude bereits auf der Siegerstraße, zumal May in der 30. Minute seinen Doppelpack zum 3:0 für die Platzherren schnürte. Ein Schlitzohr-Tor. Aus gut 45 Metern Entfernung, noch im Anstoßkreis, sah May, dass der HEBC-Keeper Lorenz Golombiewski zu weit vor seinem Tor stand und konnte ihn mit einer maßgenauen Bogenlampe überwinden. Das sorgte für Jubel bei May und seinen Mitspielern und Zerknirschung beim Torwart.

Deniz Alan (li.) war von den Gastgebern oftmals nur schwer zu halten. Hier im Duell mit Carl Janta. Foto: Klaas Dierks

Statt die Hitscher-Elf nun weiter an einem Ausbauen der Führung arbeiteten, war es der HEBC, der wie aus dem Nichts zurückschlug. In der 40. Minute fasste sich Alexander-Oscar Brodersen an der linken Strafraumgrenze der Alsterbrüder ein Herz und überwand den für Moritz Kühn zwischen den Pfosten stehenden Danilo Hidalgo mit einem Schuss ins rechte Eck. Und weil das so gut klappte, nahm er von ungefähr der gleichen Stelle nur eine Minute später den anderen Fuß und verkürzte ähnlich schön zum 3:2. Dann war Halbzeit. In der wurde Carl Janta eingewechselt, der sich von nun an packende Duelle mit Deniz Alan lieferte, der für ordentlich Wirbel auf seiner linken Seite sorgte. 


Aber auch die Nummer 10 der Alsterbrüder, Kapitän Felix Niebuhr, sorgte für Wirbel, und zwar besonders in der 53. Minute, als er eine scharfe Hereingabe vom gewohnt fleißigen Luca Drude zum 4:2 verwandelte. Zuvor war ein Alsterbrüder-Akteur im Sechzehner noch erfolgreich beim Abschluss gestört worden, doch der Ball erreichte Niebuhr im Rückraum. Der fackelte nicht lange und vollendete.

Da fehlt nicht viel! Der Versuch von HEBC-Akteur Deniz Alan rauscht nur um Haaresbreite am linken Winkel vorbei. Foto: Klaas Dierks

Wer nun dachte, der Gast würde sich in die Niederlage fügen, sah sich getäuscht. Im Gegenteil. Manchmal drängten sie die Gastgeber dermaßen in die Defensive, dass sich diese auf Konter verlegen mussten, um überhaupt so etwas wie Gefahr nach vorne zu entwickeln. Auf der Seite der Gäste konnte Deniz Alan immer wieder Akzente setzen, unter anderem in der 72. Minute, als er sich an der Verteidigung vorbei auf die Grundlinie im Strafraum vorarbeitete. Ein scharfer, flacher Pass parallel zum Tor an Torwart Hidalgo und Verteidigung vorbei, fand die Fußspitze vom eingewechselten Lennart Jacobs am langen Pfosten, der zum 3:4 verkürzte. 


In den letzten 20 Minuten entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem jede Mannschaft zum Torerfolg hätte kommen können. Am Ende blieb es aber beim 4:3 in einer fair geführten Partie. Die Gäste verließen frustriert den Platz, während die Alsterbrüder erleichtert durchschnauften.

HEBC-Torwart-Trainer Stefan Knauß (li.) und Alsterbrüder-Doppeltorschütze Patrick May. Foto: Klaas Dierks

Im Pokal gegen Condor wird den Alsterbrüdern diese Leistung nicht reichen, um die nächste Runde zu erreichen. Aber das wissen sie und werden alles daransetzen, sich gegen den klassenhöheren Gegner gewohnt kämpferisch zu präsentieren. Dem HEBC ist zu wünschen, dass sich die Mannschaft vom Ergebnis nicht zu sehr negativ beeinflussen lässt, sondern mit vergleichbarem Engagement ins nächste Derby auf eigenem Platz geht, dann gegen GW Eimsbüttel.

Klaas Dierks

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