LOTTO-Pokal

Stein lässt nichts rein, Blum macht gleich „Boom“: Rahlstedt stellt Spiel auf den Kopf!

02. August 2021, 12:47 Uhr

Andrej Blum - hier noch im Trikot des Meiendorfer SV - hatte gut lachen. Im ersten Pflichtspiel gelang ihm das erste Tor für den Rahlstedter SC. Foto: Bode

Ob ein Samuel Graudenz zwischen den Pfosten oder aber die pure Oberliga-Erfahrung von Spielern wie Artur Hoppe, Kutay Keklikci, Mark Brudler, Raffael Kamalow, Samuel Louca, Alessandro Schirosi und Klaas Kohpeiß auf dem Platz: „Mit den Namen und dem Kader ist der ETSV Landesliga-Spitze“, wusste Mohet Wadhwa genau, was seinen Rahlstedter SC in der ersten Pokalrunde erwarten würde. Vor allem, weil der Trainer des RSC auf etliche Stammkräfte und Leistungsträger verzichten musste. Wadhwa reiste ohne seinen Top-Torjäger Joel Szillat, „Shootingstar“ Mohamed Giresse Fané, „Flügelflitzer“ Artur Blum, Neuzugang Martin-Felix Schröder sowie Alexandros Vamvakidis und Yannick Hess an den Mittleren Landweg.

Rahlstedts überragender Rückhalt: Der 20-jährige Oliver Stein (Mi.). Foto: privat

„Man hat uns in den ersten Minuten angemerkt, wer bei uns alles gefehlt hat“, sah Wadhwa eine richtige Lawine auf seine „Rasselbande“ losrollen. Doch der Coach des Landesligisten war auf den klassentieferen Gegner bestens vorbereitet. „Ich habe mir den ETSV fünfmal angeguckt und intensiv beobachtet.“ Nichtsdestotrotz musste „Mo“ eingestehen: „In der ersten Halbzeit war der ETSV klar besser, dominanter und griffiger. Wir hätten uns auch nicht beschweren dürfen, wenn wir das 0:2 oder sogar 0:3 zurückliegen“, fand Wadhwa ehrliche Worte. Die Eisenbahner, die ihrerseits etliche Urlauber und Verletzte zu beklagen hatten, erspielten sich etliche Chancen, scheiterten aber wie Samuel Louca an der Latte oder aber am herausragenden Rahlstedter Rückhalt Oliver Stein. „Er war für mich der Mann des Tages!“, lobhudelte Wadhwa seinen Torsteher. Während selbst ETSV-Coach Jassi Huremovic feststellen musste: „Wir hatten allein sechs oder sieben Eins-gegen-Eins-Situationen“, doch Stein schien unbezwingbar.

Eigentor bringt Eisenbahner auf Verliererstraße

ETSV-Coach Jassi Huremovic war außer sich, konnte den Chancenwucher seines Teams kaum glauben. Foto: Bode

Statt eines Rückstandes ging der Gast sogar mit einer Führung in die Kabine. Mathias Czoska, der aus der eigenen Jugend stammt und von den Zweiten Herren zurück in den Liga-Kader beordert wurde, brach über den Flügel durch und passte ins Zentrum. Dort grätschte Mark Brudler die Kugel unglücklich in die eigenen Maschen! Rahlstedt bog auf die Siegerstraße ab und verließ diese auch nicht mehr. Zwar kamen die Huremovic-Mannen zu einigen weiteren Top-Chancen, ließen die Konsequenz aber weiter vermissen. Ganz anders die Elf von der Scharbeutzer Straße.

Treffsicherer Neuzugang: Andrej Blum macht das 2:0

RSC-Trainer "Mo" Wadhwa fand die richtigen Worte - und die richtigen Kniffe gegen einen starken Gegner. Foto: Bode

Vor dem 0:2 aus Hausherren-Sicht unterlief Devin Cengiz, der als Mittelfeldspieler in der Innenverteidigung aushelfen musste, da sich auch Arthur Weigel beim Warmmachen verletzte und ausfiel, ein kapitaler Bock. Nutznießer in jener Situation: Andrej Blum. Richtig gehört. Der ehemalige Torjäger des Meiendorfer SV, der zuletzt für den SC Condor aktiv war, dort aber nie in Erscheinung trat, gehört ab sofort dem Kader des RSC an. Seinen Torriecher hat der Goalgetter trotz langer Pause keineswegs verloren. Vielmehr stellte er seine Klasse beim zweiten Streich unter Beweis, als er den Fehler von Cengiz umgehend bestrafte und sah, dass Graudenz weit vor seinem Tor stand. Aus gut 20 Metern hob Blum das Leder über den Keeper hinweg ins Glück!

"Man versteht die Welt nicht, weil man nichts falsch gemacht hat"

Rahlstedt-Kapitän Lukas Baake machte per Freistoß den Deckel drauf und sorgte für den 3:0-Sieg des Landeslisten. Foto: Bode

„Danach war beim ETSV die Luft raus. Die haben aufgemacht, wir haben die Lücken und die konditionellen Vorteile genutzt“, befand Wadhwa, der noch das 3:0 bejubeln durfte. Nach einem Foul an Darijo Maksimovic setzte Lukas Baake den fälligen Freistoß aus halbrechter Position ins Eck. Wadhwas nüchternes Fazit: „Der ETSV macht aus viel nichts, Rahlstedt aus ganz wenig sehr viel.“ In eine ähnliche Kerbe sprang sein Gegenüber: „Das Ergebnis ist eine Ansage. Aber ich kann keinem meiner Spieler einen Vorwurf machen. Es hat nur eine Mannschaft gespielt. Am Ende versteht man die Welt einfach nicht, weil man nichts falsch gemacht hat“, rätselte Huremovic.

Autor: Dennis Kormanjos

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