Corona-Challenge

Tolle Teutonen-Tat: „Laufchallenge“ bringt Geld für „Leben im Abseits“

07. Dezember 2020, 15:30 Uhr

Foto: FC Teutonia 05 II

2020 – das wohl ungewöhnlichste Jahr, das wir im Hamburger Amateurfußball bisher erlebt haben. Zum Abschluss dieses von Corona geprägten Jahres wollen wir Eure Geschichten hören! Ihr habt als Mannschaft eine besondere Trainingsmethode im Lockdown entwickelt oder habt Euch mit einer Challenge fit gehalten? Vielleicht kennt Ihr auch einen Mannschaftskollegen, der besonders fit aus der fußballfreien Zeit zurückgekommen ist? Wie habt Ihr die fußballfreie Zeit herumbekommen? Wir haben Euch gefragt – und auf „facebook“ (gerne auch per Mail an info@fussifreunde.de) dazu aufgerufen: Schreibt uns Eure ungewöhnlichsten und lustigsten Geschichten – die besten werden von uns mit einem Text auf FussiFreunde vorgestellt!

Mit ihrer "November-Laufchallenge" tut die Zweite Herren des FC Teutonia 05 Gutes. Foto: Verein

Niclas Spranger ist zurück bei seinem Club. Dort, wo er nach seiner Jugendzeit bei Altona 93 seine ersten Gehversuche im Herrenbereich machte – nämlich beim FC Teutonia 05. Nach Zwischenstopps beim Eimsbütteler TV und HFC Falke kehrte er im Winter 2018 an die Kreuzkirche zurück und ist seither als Kapitän das „Sprachrohr“ der Zweitvertretung in der Bezirksliga Süd. „Zusammen mit unserem Trainer Daniel Lopez und Fußball-Obmann Marc Hartmann habe ich mir Ende Oktober, als klar war, dass wir erstmal nicht trainieren können, Gedanken darüber gemacht, wie wir als Mannschaft fit bleiben können“, verrät uns Spranger. Das Ergebnis jener Überlegungen war die „November-Laufchallenge“, bei der die Zweiten Herren der Teutonen „für einen guten Zweck laufen gegangen sind“.

Jeder gelaufene Kilometer bringt Geld

Die komplette „Challenge“ haben die „Kreuzkirchler“ von vorne bis hinten auf ihrer Instagram-Seite dokumentiert. Doch worum ging es dem Team dabei genau? „Für jeden im November gelaufenen Kilometer haben wir von unserem Förderkreis 20 Cent erhalten. Die erlaufene Summe spenden wir nun an die Organisation ‚Leben im Abseits‘, die Obdachlose in Hamburg unterstützt“, erklärt uns Spranger das besondere Projekt. „Wir haben alle Läufe ‚getrackt‘ und in unserer Instagramstory gepostet.“ Eine bemerkenswerte Aktion der Teutonen-Reserve, die im November als Mannschaft stolze 437 Kilometer gelaufen ist. Damit sind 87 Euro für den guten Zweck zusammengekommen.

"Es war uns als Team wichtig, ein lokales Projekt zu unterstützen"

Sämtliche Einnahmen spendet der Süd-Bezirksligist an die Organisation "Leben im Abseits". Foto: Verein

„Zusätzlich sammeln wir gerade noch innerhalb der Mannschaft Spenden“, so Spranger, der das Engagement zugunsten der Organisation „Leben im Abseits“ wie folgt begründet: „Es war uns als Team wichtig, ein lokales Projekt zu unterstützen. Als Stadtteilverein aus Altona sind wir fast täglich mit dem schweren Schicksal von obdachlosen Menschen konfrontiert. Jetzt stehen die kalten Wintermonate vor der Tür und auch die Corona-Zeit ist sicherlich eine Herausforderung für gemeinnützige Organisationen, aber auch für die Betroffenen. Deshalb wollten wir aktiv werden, um diesen Menschen zu helfen.“ Der Kontakt zu „Leben im Abseits“ kam durch Trainer Daniel Lopez zustande, „der eine Initiatorin des Vereins kennt“. Starke und nachahmenswerte Aktion, FC Teutonia 05 II!

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