Bezirksliga Nord

Trainerwechsel: „Uhlen“-Urgestein Ebert schmeißt hin!

21. Mai 2021, 11:24 Uhr

Vereins-Urgestein Simon Ebert legt sein Traineramt beim SV Uhlenhorst-Adler nieder. Foto: Bode

Im Herbst 2018 übernahm er das Traineramt von Adriano Napoli beim SV Uhlenhorst-Adler. Seine Ziele: „Ranklotzen, eine gewisse Konstanz reinkriegen, auf unseren Nachwuchs setzen – und die Kommunikation innerhalb des Vereins weiter verbessern.“ Er wollte dem Nord-Bezirksligisten „eine neue DNA geben“. Und wenn jemand weiß, was die „Uhlen“ brauchen, dann sicher er: Denn Simon Ebert steht für UH-Adler wie kaum ein Zweiter. Seit seinem 16. Lebensjahr gehört er dem Club an!

Doch nun geht eine gewisse Ära zu Ende: „Ich trete mit sofortiger als Trainer zurück!“, teilt uns Ebert mit. Die Gründe für seine Entscheidung sind vielschichtig: „Die letzten Jahre haben viel Kraft gekostet. Ich will jetzt einfach ein bisschen kürzer treten mit dem Fußball“, so der „Uhlen“-Coach, der anfügt: „Die Mannschaft braucht jetzt auch nochmal einen neuen Impuls für die nächsten Schritte.“

Seit seinem 16. Lebensjahr ist Ebert ein "Uhle" - nun kehrt er dem Club als Liga-Trainer den Rücken. Foto: Bode

Allerdings gesteht er auch, dass die aktuelle Corona-Pandemie ebenso in seinen Entschluss mit reingespielt hat: „Auf jeden Fall. Man merkt ganz einfach, dass viel Zeit mit der Familie und für andere Aktivitäten flöten geht. Das ist fast ein Teilzeit-Job, Trainer in der Bezirksliga zu sein. Man steckt unheimlich viel Zeit und Energie rein, um sich die Erfolge zu erarbeiten. Und irgendwann kommt der Punkt, wo es nicht weitergeht – und da muss man dann ehrlich mit sich selbst sein und auch wissen, wann Schluss ist“, hat er eine gesunde Selbsteinschätzung.

Co-Trainer Skwiercz übernimmt

Lukas Skwiercz rückt vom Co- zum neuen Cheftrainer bei UH-Adler auf. Foto: Verein

Die Mannschaft habe ihn verstanden und stehe auch hinter seiner Entscheidung, so Ebert. „Natürlich ist es ein Stück weit schade, weil wir die letzten Jahre sehr gut zueinander gefunden haben“, erklärt er – und verrät zugleich, dass sein Nachfolger bereits in den Startlöchern steht: „Mein bisheriger Co-Trainer Lukas Skwiercz übernimmt.“ Das sei ihm wichtig gewesen, dass der „neue“ Übungsleiter „zum Verein und zur Mannschaft passt“, macht Ebert keinen Hehl daraus – und verrät: „Das war auch meine Absicht damals, als er zu uns gekommen ist, einen Nachfolger quasi selbst aufzubauen und ranzuführen. Das Fundament steht – jetzt muss es nur bebaut werden.“

Auch die Truppe sei froh über den neuen Mann, der „das Projekt fortführt und die Mannschaft sowie die Spieler kennt“, betont Ebert, der seinen Verein im ersten Jahr vor dem Abstieg bewahrte und in der mittlerweile abgebrochenen Saison 2020/21 drei Siege in vier Spielen einfuhr. Abschließend verspricht er: „Als Zuschauer bleibe ich dem Verein auf jeden Fall erhalten.“

Autor: Dennis Kormanjos

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