Oberliga 01

Trotz Anfrage: „Crille“ und Curslack – das passt!

10. Januar 2022, 14:30 Uhr

Christian Woike setzt seine Arbeit als Cheftrainer beim SV Curslack-Neuengamme fort. Foto: Bode

„Für mich gibt es keinerlei Zweifel daran, dass wir mit ihm weiterarbeiten wollen und alles darauf ausgerichtet ist“, setzte Curslack-Manager Oliver Schubert am vergangenen Samstag nach dem Testspiel gegen den Eimsbütteler TV (5:4) ein klares Statement für einen Verbleib von Christian Woike als Cheftrainer am Gramkowweg. Denn: Der Kontrakt des 43-Jährigen beim SVCN läuft am Saisonende aus. Und nach unseren Informationen gab es zumindest einen höherklassigen Verein, der um die Dienste Woikes buhlte. Doch nun herrscht Klarheit!

Trotz einer höherklassigen Anfrage hat Woike (re.) dem SVCN das Ja-Wort für die kommende Saison gegeben. Foto: Bode

„Da ich kein Mensch bin, der wegläuft oder etwas halbfertig hinterlässt, gibt es viele Gründe und Argumente, hier weiterzumachen“, bestätigt Woike uns gegenüber nun seine Zusage für eine weitere Saison als „Headcoach“ beim SV Curslack-Neuengamme. „Es ist kein großes Geheimnis, dass ich mich hier sehr wohlfühle – und finde, dass Vieles noch nicht zu Ende gebracht ist von dem, was wir angefangen haben“, spricht er vor allem auf die zwei Corona-bedingten Saisonabbrüche unter seiner Regie an. „Ich bin ja jetzt auch schon ein paar Wochen Trainer. Aber das, was die letzten zwei Jahre hier passiert ist, habe ich in dieser Häufigkeit, in dieser Wucht und in diesem Ausmaß auch noch nicht erlebt“, gesteht Woike.

"Jetzt habe ich mir eine Sache mal etwas ausführlicher angehört"

Zu Beginn des Jahres 2020 hat er die Geschicke bei den „Deichkickern“ in einer durchaus angespannten Situation übernommen. Seither habe man „eine fußballerische Weiterentwicklung“ genommen und „Schritte nach vorne gemacht“, befindet Woike. „Es gibt zwar auch immer mal wieder Rückschläge, aber auch gute Antworten.“

Deshalb will er den eingeschlagenen Weg weitergehen. Wenngleich er auch keinen Hehl daraus macht, dass es eine reizvolle Anfrage gab. „Als ich bei Condor war, gab es viele Möglichkeiten. Aber da habe ich mir eigentlich nie mit etwas anderem beschäftigt. Jetzt habe ich mir eine Sache mal etwas ausführlicher angehört. Manchmal ist es auch ganz gut, um sich selbst ein wenig einzunorden und für sich selbst eine gewisse Klarheit zu schaffen, wo und wie man zukünftig weiterarbeiten möchte.“

"Es gab nie einen Punkt, wo ich Angst hatte"

Manager Oliver Schubert freut sich über den Verbleib von Woike und sieht den gemeinsamen Weg als längst noch nicht abgeschlossen an. Foto: Bode

Für Schubert gab es hingegen keinerlei andere Optionen. „Als er bei uns angefangen hat, ging es erst einmal darum, dass er uns in einer schwierigen Zeit hilft. Dann war uns klar, dass wir gemeinsam ein Projekt angehen, bei dem wir innerhalb der Oberliga in einen gewissen Kreis reinkommen wollen.“ Doch dann kam Corona dazwischen. Nun habe man zusammengesessen und die Entscheidung getroffen, „dass wir noch nicht am Ende sind mit dem, was wir vorhaben. Dementsprechend gab es aus meiner Sicht nie einen Punkt, wo ich Angst hatte, dass Christian ein anderes Angebot, was da und auch sehr gut war, annehmen würde. Ich bin nach den Gesprächen immer mit einem guten Gefühl nach Hause gefahren“, erklärt Schubert.

"Ich freue mich persönlich sehr - aber auch der gesamte Verein"

Am Sonntagabend kam schließlich das Ja-Wort von „Crille“. „Wir gehen den Weg gemeinsam weiter. Er fühlt sich bei uns wohl und wir sind noch nicht fertig. Darüber freue ich mich persönlich sehr – aber auch der gesamte Verein“, strahlt Schubert, der sich im Verbund mit seinem Übungsleiter nun an die Planung und Gestaltung des Kaders für die kommende Saison macht. Dann sollen Woikes Prinzipien weiter greifen. „Wenn meine Mannschaft etwas ausgezeichnet hat, dann war es einerseits, dass wir immer Fußball spielen - und andererseits, dass wir erst dann besiegt sind, wenn zwei Drittel der Mannschaft auf der Autobahn ist!“

Autor: Dennis Kormanjos

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