Regionalliga Nord

Trotz Dylan-Doppelpack: Norderstedt-Coach Martens ist „stinksauer“!

09. Oktober 2021, 20:27 Uhr

Sein erstes von zwei Toren - doch am Ende konnte auch Dylan Williams (li.) nicht verhindern, dass seine Eintracht in Heide nur zu einem 2:2 kam. Foto: noveski.com

Gegen den Tabellenführer vom FC Teutonia 05 wurden starke Norderstedter „nur“ mit einem Punkt belohnt (1:1). Auch in der Woche davor rang eine stark dezimierte und ersatzgeschwächte Mannschaft der Eintracht dem damaligen Primus von Holstein Kiel II ein 4:4-Unentschieden ab. Zwei Zähler, mit denen aufgrund der jeweiligen Ausgangslage nicht unbedingt zu rechnen war. Beim Heider SV (alle Highlights im LIVE-Ticker) haben die Garstedter nun aber ohne Wenn und Aber „zwei Punkte verloren“, war Jens Martens nach Spielende außer sich.

Die Szene, in der Norderstedt-Keeper Lars Huxsohl (li.) Heides Luca Ubben gefoult haben soll. Wohl eher nicht! Foto: noveski.com

„Unfassbar! Ich bin wirklich stinksauer“, schimpfte der Norderstedt-Coach – und nahm kein Blatt vor den Mund. Zweimal lag seine Eintracht in Front, zweimal stand das Aluminium einem weiteren Torerfolg im Weg – und am Ende musste man sich mit einem 2:2 begnügen. „Heide schießt dreimal richtig auf unser Tor“, ärgerte sich Martens, dass nur der erste Versuch nicht den Weg in das von Lars Huxsohl gehütete Tor der Gäste fand. Apropos Huxsohl: Dieser verursachte in der 34. Spielminute gegen Luca Ubben einen Strafstoß, den Marvin Ehlert zum zwischenzeitlichen 1:1 verwandelte. Die Norderstedter waren jedoch der festen Überzeugung, dass ihr Keeper Ubben gar nicht berührte.

Williams glänzt erneut als Doppeltorschütze

Ausgleichsschütze Ehlert war es auch, der kurz nach der Pause abermals mit Hilfe des Innenpfostens zuschlug – nachdem Hinrich Schröder assistiert hatte (53.). Doch auch die Eintracht hatte einen Lichtblick und einen Doppeltorschützen in den Reihen: Der einmal mehr starke Dylan Williams unterstrich erneut seine Bedeutung für die Mannen aus dem „EPS“. Erst war der US-Amerikaner nach einer Flanke von Nils Brüning, der kurz zuvor am Pfosten hängenblieb (7.), zur Stelle, weil ihm Patrick Storb im Duell mit Jan Lüneburg das Leder unfreiwillig vorgelegt hatte (10.). Dann hämmerte Williams das Spielgerät in Folge eines Lüneburg-Freistoßes, der von der Mauer geblockt wurde, aus 20 Metern in die Maschen (44.).

"Entscheidend war, dass wir die Dinger nicht gemacht haben"

Das vermeintliche 3:2 für die Eintracht - aber Jan Lüneburg (li.) soll sich vor seinem Treffer Steffen Neelsen geschubst haben. Foto: noveski.com

Doch die zweimalige Führung reichte nicht aus. Da neben Brüning auch noch Lüneburg per Kopf an der Unterkante der Latte scheiterte (73.) und die Eintracht aus der Überzahl in den Schlussminuten, nachdem Heides Storb aufgrund eines Fouls gegen Elias Saad die Ampelkarte sah (84.), kein Kapital schlagen konnte, musste man sich mit dem Remis zufriedengeben. „Heide hat jeden Schuss geblockt, sich in alles reingehauen und hinten aufopferungsvoll gekämpft. Trotzdem haben wir genug Chancen“, ärgerte sich Martens – und konstatierte abschließend: „Entscheidend war, dass wir die Dinger nicht gemacht haben!“

Autor: Dennis Kormanjos

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