Bezirksliga 03

„Uhlen“-Höhenflug soll anhalten: „Die Jungs haben gesehen, dass sie von der Qualität her in diese Region gehören“

04. November 2021, 08:43 Uhr

Lukas Skwiercz (li.) und sein Co-Trainer Jasko Mahmutovic haben den "Uhlen" zum Höhenflug verholfen. Foto: noveski.com

Die vergangenen Jahre an der Beethovenstraße waren doch eher von sportlicher Tristesse geprägt. Entweder tummelte sich der SV Uhlenhorst-Adler als „graue Maus“ im Niemandsland der Tabelle herum – oder aber man kämpfte sogar vehement gegen das Abstiegsgespenst an. Doch urplötzlich haben die „Uhlen“ zum Höhenflug angesetzt. Mehr noch. UH-Adler grüßt von der Tabellenspitze der Bezirksliga-Staffel 3!

Glänzt nicht nur als Torschütze, sondern geht auch als Kapitän voran: Tim Finkeldey. Foto: noveski.com

„Ich glaube, dass die Jungs einfach gesehen und gemerkt haben, dass sie von der Qualität her in diese Region der Bezirksliga gehören“, hat Neucoach Lukas Skwiercz offenbar das Feuer bei seinen „Uhlen“ wieder entfacht. Abstiegskampf war gestern – nun geht es an der Beethovenstraße um viel mehr. „Wir haben versucht, den Jungs jede Woche aufs Neue einzuimpfen, dass sie stark sind“, so Skwiercz. „Aber auch, dass sie das auf den Platz bringen müssen und können“, wusste der neue Chef-Dompteur, der nach dem freiwilligen Ausscheiden von Simon Ebert aus dem zweiten ins erste Glied aufgerückt ist, um die Qualität im Kader.

"Versuchen es vorzuleben, dass die Jungs eine Siegermentalität entwickeln"

Es sei „einfach geil, sich immer wieder ein neues Ziel setzen“, blickt Skwiercz gar nicht allzu weit voraus, sondern gibt immer wieder neue Etappenziele aus: „Jetzt hatten wir beispielsweise das Teilziel, vorübergehend die Tabellenführung zurückzuholen. Und wir versuchen, das auch unter der Woche vorzuleben, dass die Jungs eine Siegermentalität entwickeln und wissen, dass sie gut sind, aber eben auch von der Mentalität her genau das 90 Minuten lang auf dem Platz abrufen müssen.“ Wie am vergangenen Sonntag gegen Fatihspor (5:0). Von einer eher durchschnittlichen ersten Halbzeit, als man zu wenig Lösungen gegen die dicht gestaffelte Defensive der Gäste entwickelte, ließ man sich keineswegs entmutigen oder gar entnerven. Ganz im Gegenteil. In den zweiten 45 Minuten brannten die „Uhlen“ ein wahres Feuerwerk ab – auch spielerisch!

"Wenn die Verletzten zurückkommen, sind wir noch stärker"

Neel Islam (re.) ist einer der bisherigen Shootingstars bei UH-Adler. Foto: noveski.com

„Die Jungs haben gerade richtig Bock und sind als Team immens gut zusammengewachsen. Wenn da jetzt auch noch die Verletzten zurückkommen, ist es eine noch stärkere Truppe.“ Klingt fast nach einer Kampfansage – und das in einer Staffel, wo die Konkurrenz nicht schläft. Beispiel: HT 16 hat sich eine Mannschaft zusammengestellt, die von den Namen her fast schon aufsteigen muss, was auch das erklärte Ziel ist. Im ersten Saisonspiel musste sich UH noch der Hamburger Turnerschaft mit 0:2 geschlagen geben. „Da waren wir viel zu schüchtern“, erinnert sich Skwiercz – und blickt lieber nach vorne.

"Von der Qualität her bewegen wir uns in der Region, wo wir sind"

Mit vielen jungen Spielern, die zum Teil seit der Jugend zusammenkicken und eine UH-DNA in sich tragen, soll der Höhenflug fortgesetzt werden. Nicht umsonst stellt man die mit Abstand beste „Tormaschinerie“ der gesamten Staffel. „Ich glaube, von der Qualität her bewegen wir uns in der Region, wo wir jetzt sind. Aber am Ende des Tages müssen wir das Woche für Woche abrufen. Da gehört dann oftmals auch ein gewisses Spielglück dazu.“ Ist am Ende sogar der ganz große Coup möglich? „Ich denke, wir gehören da oben hin, wissen aber auch ganz klar, dass wir noch schwierige Spiele vor der Brust haben, wo wir nochmal performen wollen“, geht man das Ganze eher nüchtern und sachlich an. Überzeugt haben die Mannen von der Beethovenstraße schon jetzt. Und wer weiß, wo die Reise noch hinführt…

Autor: Dennis Kormanjos

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