Landesliga Hammonia

Unterstützung für Ünal: Ünüvar künftig mit Yaylaoglu an der Linie

05. August 2020, 12:06 Uhr

Sie machen ab sofort gemeinsame Sache: Ünal Ünüvar und Hasan Yaylaoglu, die zusammen als Trainerduo fungieren werden. Foto: Inter

Es ist gerade einmal etwas mehr als einen Monat her, da verlängerte Inter Eidelstedt den Vertrag mit seinem Trainer Ünal Ünüvar, der das Team gemeinsam mit dem dann zum Eimsbütteler TV II weitergezogenen Philipp Riexinger (jetzt neuer Trainer bei TBS Pinneberg) in die Landesliga Hammonia geführt hatte und in der Corona-Abbruch-Saison 2019/2020 mit der Mannschaft dort auf dem 13. Platz einlief, bis ins Jahr 2023. Nun steht fest: Ünüvar wird in der neuen Spielzeit bei Inter nicht mehr allein an der Seitenlinie stehen: Am Dienstagabend einigten sich der Club und Hasan Yaylaoglu, dass der 39-Jährige, der zuletzt den West-Bezirksligisten SV Eidelstedt coachte, mit Ünüvar ein Trainerduo bilden wird.

Für Yaylaoglu ist das Engagement bei Inter seine insgesamt nunmehr vierte Station im Trainer-Business. Zunächst war der 39-Jährige an der Seite von Adriano Napoli bei Croatia vom Sommer 2013 bis zum 30. Juni 2016 als Co-Trainer tätig, ehe er an der Beethovenstraße vom 1. Juli 2016 an selbst als Chefcoach fungierte – bis sich die Wege zwischen dem ehemaligen Mittelfeldspieler, der in seiner aktiven Karriere unter anderem für den TuS Hamburg, den SV Eidelstedt, den Barsbütteler SV, Croatia, Hamm United und den SC Alstertal-Langenhorn auflief, und dem Verein im Dezember 2016 trennten. Nachdem er danach bei SCALA noch einmal als Spieler einstieg, war Yaylaoglu anschließend vom Dezember 2018 an bis zum Ende der abgelaufenen Spielzeit dann als Übungsleiter beim SV Eidelstedt tätig – zunächst in der Landesliga Hammonia, zuletzt dann in der Bezirksliga West.

Yaylaoglu: „Inter ist wie eine große Familie, es macht Spaß – das steht im Vordergrund“

Der 39-jährige Yaylaoglu war zuletzt als Übungsleiter bei Bezirksligist SV Eidelstedt tätig. Foto: Inter

„Im Grunde genommen ist Gökhan Ariduru derjenige, der das Ganze in die Wege geleitet hat. Ihn kenne ich noch aus der Zeit, als wir zusammen beim SV Eidelstedt gespielt haben. Der Kontakt ist nie wirklich abgerissen“, berichtet uns Yaylaoglu, dass der Stürmer, Bruder von Inters bisherigem Ligamanager Serkan Ariduru, sozusagen der „Türöffner“ war, der die Personalie auf den Weg brachte. „Er wusste relativ früh, dass ich beim SVE als Trainer aufhöre und hat immer mal wieder gefragt, was ich denn dann vorhabe. Ich hatte viele vernünftige Angebote und muss ehrlicher Weise zugeben: Erst war Inter gar kein Thema. Ich bin dann aber, weil sie drum gebeten haben, mal beim Training vorbeigegangen. Dort hieß es dann: Der Trainer möchte mit dir reden! Ich habe dann ein Gespräch mit Ünal Ünüvar gehabt – so eine tolle Unterhaltung auf Augenhöhe und mit Respekt habe ich noch nicht erlebt“, erzählt Yaylaoglu.

„In diesem Gespräch ist nicht ein einziges Mal das Wort Co-Trainer gefallen. Er hat meine Qualität gelobt. Nicht, dass ich sowas für mein Selbstvertrauen unbedingt brauche, aber so eine Art der Wertschätzung imponiert einem natürlich. Und es zeugt davon, welche menschliche Größe Ünal hat“, sagt der 39-Jährige, für den kurze Zeit später feststand, dass er gerne bei Inter anheuern würde. „Ich habe mir in meinem Urlaub Gedanken gemacht. Der Schritt fühlt sich absolut richtig an. Was dort gemacht wird, hat Hand und Fuß. Der Verein will sich breiter aufstellen und noch bessere Strukturen schaffen. Und vor allem: Dort fühlt man sich wohl. Inter ist wie eine große Familie, es macht Spaß – und das steht im Vordergrund. Wir werden im Amateurfußball alle keine Millionäre mehr, Geld ist nicht so wichtig. Man hat einfach gemerkt: Sie wollen mich unbedingt. Das Ganze ist für mich jetzt schon eine Herzensangelegenheit. Deswegen habe ich auch gesagt: ich bleibe gerne genau so lange, wie Ünal Vertrag hat – und der hat ja gerade erst bis 2023 verlängert“, gibt Yaylaoglu zu Protokoll. 

Ariduru: „Wir wollen uns in der Landesliga etablieren – das geht nur mit guten Strukturen“

Daumen hoch: Der Sportliche Leiter Serkan Ariduru und Hakan Mutu, der künftig als Ligamanager arbeitet. Foto: Inter

„Es freut mich sehr, dass Hasan so von uns spricht. Es wäre schade gewesen, wenn jemand mit seiner Motivation in der neuen Saison nicht bei einem Verein gelandet wäre“, sagt Serkan Ariduru, der bislang bei Inter den Posten des Ligamanagers bekleidete, jetzt aber als Sportlicher Leiter fungieren wird. Neuer Ligamanager wird Hakan Mutu. „Unser Ziel ist es, Stück für Stück weiter zu wachsen. Wir wollen unser Baby weiter groß werden sehen – dazu brauchen wir die entsprechenden Strukturen. Wir haben mit Ünal einen Top-Coach und haben Hasan in den Gesprächen aufgezeigt, was wir vorhaben. Dabei haben wir nie darüber geredet, dass wir ihn als Co-Trainer holen wollen. Bei uns soll es so sein, dass Ünal und Hasan ein Trainer-Duo bilden. Ünal ist niemand, der einen mit dem Daumen nach unten drückt, wenn er mit jemandem an seiner Seite arbeitet. Die Zusammenarbeit erfolgt absolut auf Augenhöhe. So wie insgesamt bei uns im Verein. Alle haben ein Mitspracherecht“, berichtet Ariduru, der feststellt: „Mit Hasan bekommen wir jemanden dazu, der als Trainer und als Spieler sehr viel Erfahrung gesammelt hat.“

„Wir haben die vergangene Saison nicht auf einem Abstiegsplatz beendet. Es weiß keiner, wie es weitergegangen wäre, wenn der Corona-Abbruch nicht gewesen wäre, aber ich glaube, dass wir drin geblieben wären. So sind wir knapp über Wasser geblieben. Das ist aber auf Dauer nicht unser Anspruch. Wir möchten uns gerne in der Landesliga etablieren“, sagt Ariduru und weiß: Das funktioniert nur, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Und so wird nicht nur im Trainerteam, sondern auch abseits des Rasens die Arbeit nun auf mehrere Schultern verteilt. „Bislang habe ich bei Inter fast alles gemacht. Auch Ünal hat versucht, viel zu reißen. Wir haben aber gesehen, dass wir die Arbeit auf mehrere Schultern verteilen müssen. Deswegen wird Hakan Mutu jetzt als Ligamanager nah an der Mannschaft sein und sich um die Spieler und Spielergespräche kümmern. Ich selbst werde mehr im Organisatorischen drumherum tätig sein“, so Serkan Ariduru, der vor dem Trainingsstart der Mannschaft am Donnerstag sagt: „Wir sind fleißig dabei, am Kader zu arbeiten. Aber Namen werden wir erst dann nennen, wenn alles zu 100 Prozent sicher ist.“ So wie bei Mustafa Gök und Jonny Hilpert (beide SV Krupunder/Lohkamp), deren Verpflichtung der Verein im Juni bekannt gab. 

Kommentieren