Regionalliga Nord

Vertragsauflösung: Linus Meyer und Teutonia 05 gehen getrennte Wege

20. Januar 2023, 14:46 Uhr

Linus Meyer und der FC Teutonia 05 gehen nach einem halben Jahr schon wieder getrennte Wege. Foto: noveski.com

Unter der ganzen Riege an Neuzugängen war er im vergangenen Sommer so etwas wie der „Königstransfer“ beim FC Teutonia 05. Aus der Dritten Liga vom TSV Havelse mit der Empfehlung von 22 Einsätzen (ein Tor) kommend, brachte Linus Meyer zudem die Erfahrung von insgesamt 180 Regionalliga-Partien (40 Tore/36 Vorlagen) mit an die Kreuzkirche. Nicht nur das. Mit dem SV Rödinghausen wurde Meyer in der Saison 2019/20 Meister in der Regionalliga West. Zudem gewann er insgesamt viermal den Landespokal: Gleich zweimal war ihm der große Coup mit Eintracht Norderstedt in Hamburg geglückt. Mit Rödinghausen triumphierte Meyer im Westfalen-Pokal und mit der VSG Altglienicke war ihm der große Erfolg in der Landeshauptstadt vergönnt.

Ganz große Aufmerksamkeit erregte der in fünf DFB-Pokalspielen zum Einsatz gekommene Meyer am 30. Oktober 2018, als er bei der knappen 1:2-Pleite gegen Rekordmeister FC Bayern München den zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer für den SV Rödinghausen erzielte und bundesweit in aller Munde war.

Im DFB-Pokalspiel der "Kreuzkirchler" bei RB Leipzig (0:8) fand Meyer (re.) keine Berücksichtigung. Foto: noveski.com

Im vergangenen Sommer kehrte der gerade 31 Jahre jung gewordene Offensivakteur in die Heimat zurück und unterschrieb beim äußerst ambitionierten Regionalligisten FC Teutonia 05 einen Vertrag bis 2024. Dieser wurde nun „einvernehmlich aufgelöst“, wie der Club aus Ottensen bekannt gibt. Dabei sprechen die Zahlen eigentlich für Meyer: In insgesamt 17 Spielen für die „Kreuzkirchler“ - 13 davon in der Liga, vier im Pokal - erzielte er sechs Tore und bereitete drei weitere Treffer vor. Aber: Nachdem er zu Saisonbeginn noch zum absoluten Stammpersonal zählte, änderte sich Meyers Rolle schnell. Oft kam er nur als Joker zum Zug - manchmal sogar nicht mal mehr das.

In den letzten Testspielen wurde der gebürtige Hamburger von Trainer David Bergner gar nicht mehr berücksichtigt. „Danke für deinen Einsatz, Linus. Wir wünschen dir viel Erfolg für die Zukunft“, lassen es die Verantwortlichen der 05er versöhnlich ausklingen.

"Erst einmal den Kopf frei bekommen"

Und wie sieht die Zukunft von Meyer aus? „Ich habe noch nichts Neues“, entgegnet er uns gegenüber auf Nachfrage - und fügt an: „Ich wollte das alles erst einmal sauber mit Teutonia klären, im ‚Guten‘ auseinander gehen und ehrlich gesagt auch erstmal den Kopf frei bekommen“, erklärt der absolute Sportsmann, der sich in den kommenden Tagen Gedanken machen will, wo die Reise künftig hingehen wird.

Dabei macht er auch keinen Hehl daraus, dass er „irgendwann einmal natürlich gerne nochmal mit meinem Bruder Leon (Meyer, Niendorfer TSV; Anm. d. Red.) und optimalerweise auch mit Felix (Schuhmann, SC Victoria) zusammenspielen“ würde. „Aber vielleicht ist das noch ein wenig zu früh“, will er sich bei der Entscheidungsfindung Zeit lassen.

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