Welche Vereine werben mit welchen Unternehmen?

22. April 2020, 09:10 Uhr

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Sponsoring gehört nicht nur in der Bundesliga, sondern auch auf internationalem Parkett dazu. Ohne die Unterstützung von Sponsoren könnten viele Vereine ihre Ausgaben nicht stützen.


Wie ein Bwin Sportwetten Testbericht zeigt, ist der Buchmacher seit 2019 offiziell Partner des Deutschen Fußball-Bunds und unterstützt mit seinen Geldern den Profisport in Deutschland.

Es geht um TV-Rechte und finanzielle Unterstützung

Bei dem Sponsoring durch Bwin und andere Unternehmen geht es vor allem darum, sich Rechte an TV-Übertragungen und Trikot-Plätze zu sichern. Im Fall von Bwin handelt es sich um ein umfangreich geschnürtes Paket, was am 1. Januar 2019 begann und für drei Jahre, bis Ende 2022 läuft. Hinzu kommen Werberechte für:


• 3. Liga
• Allianz Frauen-Bundesliga
• DFB-Pokal

Die Kosten für das Sponsoring variieren natürlich, bei Bwin betragen sie allerdings ca. 12 bis 13 Mio. Euro jährlich. Damit unterstützt der Buchmacher den Sportmarkt in Deutschland bei der vierjährigen Laufzeit mit ca. 50 Millionen Euro.

Fußballvereine sind auf Sponsoren angewiesen

Die Fußballvereine verfügen mittlerweile alle über einen renommierten Hauptsponsor, der sie unterstützt. In der Bundesliga gab es in der Saison 2018/2019 viele unterschiedliche Trikotsponsoren, die sich die Werbeplätze auf der Brust der Spieler gesichert haben. Der FC Bayern München wurde von der Telekom unterstützt und erzielte dadurch Einnahmen in Millionenhöhe. Der Sponsorenvertrag läuft bis 2023 und spült ca. 35 Millionen Euro Einnahmen in die Kassen.

Vom Energiedrink bis zum Software-Unternehmen ist alles dabei

Wie abwechslungsreich die Sponsoren sein können und welche Unterschiede es bei den Einnahmen gibt, zeigt der Blick auf alle Trikotsponsoren der Bundesliga. Der FC Bayern München ist unangefochten an der Spitze der Sponsoren-Einkünfte. Ihm auf den Fersen sind der FC Schalke 04, der VfL Wolfsburg oder Borussia Dortmund. Sponsor von FC Schalke 04 ist Gazprom. Der Vertrag ist bis 2022 notiert und bringt zwischen 20-24 Millionen Euro.


Der VW Wolfsburg wird von Volkswagen unterstützt, wobei es kein Laufzeitende des Vertrags gibt. Traditionell ist VW Sponsor auf dem Trikot und unterstützt die Werkself mit 20 Millionen Euro. Borussia Dortmund wird bis 2025 durch den Sponsor Evonik unterstützt und bekommt dafür ebenfalls ca. 20 Millionen Euro.

Weitere interessante Trikotsponsoren sind:

• Red Bull
• Postbank
• REWE
• Tedi
• Wiesenhof 

Der RB Leipzig trägt den Namen seines Sponsors sogar stolz im Vereinsnamen. Red Bull unterstützt das Team in Leipzig (aber auch in Salzburg) mit einer enormen Zuwendung in Millionenhöhe. Borussia München Gladbach wird durch die Postbank unterstützt, wobei der Vertrag bis 2020 notiert ist und sich deshalb ein neuer Sponsor rasch finden könnte. Der 1. FC Köln hat Rewe als Sponsoren bis 2021 und erhält Einnahmen von ca. 7,5 Millionen Euro. Herta BSC wird bis 2021 von Tedi beziehungsweise bet-at-home.com unterstützt. Für den Geflügelhersteller Wiesenhof macht Werder Bremen auf seinem Trikot bis 2022 Werbung. 

Weitere Sponsoren der Bundesliga 2018/2019

Das Karussell der Sponsoren kann sich äußerst schnell drehen, denn nicht immer werden die Verträge nach Ablauf verlängert. Die Chance für Vereine und Sponsoren, noch mehr Einnahmen mit neuen Verträgen zu generieren, ist gleichermaßen. SAP unterstützt beispielsweise bis 2020 den 1899 Hoffenheim und ist als Sponsor nicht unumstritten. Regionalität spielt auch bei anderen Vereinen und ihren Sponsoren eine große Rolle, wie Fortuna Düsseldorf und Sponsor Henkel oder der SC Freiburg mit seinem Sponsor Schwarzwaldmilch zeigen.

Sponsoren auf internationalem Parkett: es geht um Millionen

Auch auf dem internationalen Fußballparkett geht es bei den Sponsorenverträgen um enorme Beträge. Die Fluggesellschaft Fly Emirates sicherte sich beispielsweise den Platz auf der Brust der Spieler von Paris St. Germain und zahlt dafür jährlich ca. 50 Millionen Euro. Der AS Monaco wird durch den Schwefel- und Düngemittel-Produzenten Fedcom unterstützt und erhält dafür ebenfalls Millionenbeträge. Auf der Brust der Juventus Turin Spieler ist der Schriftzug von „Jeep“ deutlich erkennbar. Vom Teil des Fiat-Konzerns gibt es dafür ca. 35 Millionen jährlich.


Der SSC Neapel wird durch den Mineralwasser-Produzent Lete unterstützt. Der AC Milan hatte seit 2007 eine der längsten Sponsoren-Beziehungen bis zur Saison 2019/2020: Fluggesellschaft Fly Emirates sicherte sich den Platz mit einem Deal von 25 Millionen Euro jährlich.

Sponsoren nicht nur beim Fußball

Während die Sponsorenverträge beim Fußball in Millionenhöhe zu gehen scheinen, gibt es auch in anderen Sportarten Unterstützung durch Unternehmen. Zu den größten Firmen, welche auch anderen Sportarten unterstützen, gehören:


• Adidas
• Puma
• Nike

Auch Automobilkonzerne wie BMW, Audi oder Daimler und Mercedes-Benz engagieren sich beim Sponsoring in verschiedenen Sportarten und Ligen. Dennoch sind die Verträge beim Fußball unangefochten an der Spitze, denn beim Kraftsport, beim Radfahren oder anderen Sportarten werden die Teams oder einzelne Sportler längst nicht so intensiv monetär gefördert.

Kritik der Fans an Sponsoren wächst

Viele Fans befürchten durch die Sponsoren eine zu große Einflussnahme und Verluste der Identität ihres Vereins. Um gegen den Kommerz (vor allem beim Fußball) ein deutliches Zeichen zu setzen, gab es bei vielen Fußballspielen Proteste der Fans von Werder Bremen oder beispielsweise dem Traditionsklub Union.


Dennoch ist unbestritten: Die Vereine sind auf die Gelder der Förderer angewiesen, um den Sport auf dem Niveau ausüben zu können, wie er mittlerweile national und international gefordert ist. Mehr Augenmaß bei der Auswahl der Sponsoren und etwas mehr Mitspracherecht der Vereinsmitglieder wäre künftig ein guter Mittelweg, um Fans versöhnlich zustimmen.

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