Schatzmeister bezieht Stellung

Wird Okun neuer HFV-Präsident? „Das zeichnet gute Recherche aus“

31. August 2021, 11:00 Uhr

Christian Okun ist wohl Favorit auf die Nachfolge von Dirk Fischer als HFV-Präsident. Foto: HFV

Nach der Bekanntgabe, dass HFV-Präsident Dirk Fischer und dessen „Vize“ Carl-Edgar Jarchow ihre Posten zur Verfügung stellen werden, machten sofort Vermutungen und Gerüchte über einen möglichen Nachfolger die Runde. Der wohl heißeste Kandidat auf das Amt: HFV-Schatzmeister Christian Okun. Am Rande des HFV-Jahresempfangs stellte sich Okun den Fragen der anwesenden Presseschar zu jener Thematik…

In einigen Medien ist schon vom neuen HFV-Präsidenten Christian Okun zu hören und zu lesen. Was ist da dran?

Christian Okun: „Ich freue mich sehr, dass mich scheinbar mehrere Zeitungen oder Portale als möglichen Nachfolger von Dirk Fischer sehen. Das zeichnet zum einen vielleicht eine gute Recherche aus, zum anderen muss man sagen, dass die offizielle HFV-Meinung dazu am kommenden Donnerstag in der Präsidiumssitzung gehört werden wird. Bis dahin kann ich dazu eigentlich nichts sagen, weil das Präsidium bis zu dem Zeitpunkt gar keine Meinung dazu haben kann.“

Aber sie schließen es auch nicht aus?

Okun: „Ausschließen kann ich gar nichts, weil das Präsidium an der Stelle noch gar nicht beraten hat. Also kann und möchte ich nichts ausschließen.“

Wenn sie aber gefragt werden würden, würden sie das Amt durchaus annehmen?

Okun: „Das ist eine hypothetische Frage, die sich momentan noch gar nicht stellt. Wir wollen am Donnerstag vernünftig darüber reden, weil sich natürlich auch immer eine Frage im klassischen Domino-Effekt anschließt: Wenn ich Präsident werden würde, käme die nächste Frage, wer denn neuer Schatzmeister werden wird. Es sind viele Dinge dran. All das wollen wir sorgsam in einem gemeinsamen Gespräch erörtern. Dann haben wir auch eine gute Möglichkeit, strategisch vernünftig die Weichen für den HFV für die Zukunft zu stellen.“

Wird es denn am Donnerstag schon eine endgültige Entscheidung geben?

Okun: „Ich kann mir gut vorstellen, dass es einen Vorschlag des Präsidiums geben wird, der den Vereinen dann präsentiert wird. Damit die Vereine sich auch ein Bild machen können. Denn die Wahl wird ja erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden. Und so wie es aussieht, vermute ich, dass das Ende Oktober der Fall sein wird.“

Dieser angesprochene Vorschlag wird aber ihren Namen beinhalten?

Okun: „Ich bin ja Teil des Präsidiums. Insofern wird der Vorschlag auch mit meinem Namen versehen sein. Wer dieser Vorschlag sein wird, das kann ich jetzt noch nicht sagen.“

Aber sie gehen schon davon aus, dass es sich nur um einen und nicht um mehrere Vorschläge handeln wird?

Okun: „Ich gehe davon aus, dass sich das Präsidium wirklich intensiv mit den Personalien beschäftigt. Und es wird am Donnerstag auch nicht nur über die Hamburger Personalien gesprochen werden, sondern auch über das norddeutsche Tableau. Da steht nämlich Ende September der Norddeutsche Verbandstag an. Auch darüber wird gesprochen werden. Es wird beispielsweise auch der potenzielle Nachfolger von Günter Distelrath, Uwe Schaffert, an diesem Abend anwesend sein. Es gibt also eine ganze Menge an Personalthemen zu besprechen am kommenden Donnerstag.“

Könnten Sie sich den Posten aus der beruflichen und privaten Schiene denn vorstellen? Es handelt sich dabei ja um ein sehr großes Amt, das mit viel Verantwortung und vielen Pflichten verbunden ist…

Okun: „Ich glaube, dass es für einen Präsidenten ganz wichtig ist, sich über die Vorgänge innerhalb des Hamburger Fußball-Verbandes bewusst zu sein. Darüber hinaus denke ich auch, dass es ein gutes Team gibt, das nicht nur aus einem Präsidenten, sondern aus einem großen Vorstand und eine hervorragend geführte Geschäftsstelle mit sehr motivierten Mitarbeitern, die ihren Job mit sehr viel Leidenschaft ausüben, besteht. Insgesamt ist das eine Grundvoraussetzung dafür, den Hamburger Fußball und den Verband als gemeinsames Team zu führen und die vernünftigen Weichenstellungen, die in der Zukunft erforderlich sein werden, auch gemeinsam stemmen zu können.“ 

Autor: Dennis Kormanjos

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