Oberliga

Zwei zündende Ideen: Curslack komplettiert Torwart-Trio – Loose hört auf

23. Juni 2021, 11:08 Uhr

David Kufahl (re.) hält - an der Seite von Curslack-Manager Oliver Schubert - sein neues Trikot in den Händen. Foto: privat

Am vergangenen Samstag war es auch für den SV Curslack-Neuengamme endlich so weit. Fürs erste Testspiel nach fast achtmonatiger Pause reiste der Oberligist zum benachbarten SC Vier- und Marschlande. Zwar setzte sich der Favorit am Ende mit 4:2 durch, holprig war der Start in die Vorbereitungsphase dennoch. Beispiel: Gleich zu Beginn jagte Arnold Lechler einen Elfmeter „gefühlt 48 Meter übers Tor“, scherzte SVCN-Manager Oliver Schubert. Nichtsdestotrotz habe man auch gesehen, über welch Qualität der Angreifer verfügt, „wenn er fit und gesund ist“, so Schubert.

Arnold Lecher traf im ersten Test beim SCVM doppelt, verschoss aber auch einen Elfmeter. Foto: Bode

Denn: Lechler war beim 4:2-Erfolg – trotz verschossenem Strafstoß – doppelt erfolgreich (21., 31.). Zudem trugen sich Tim Schmidt (24.) und Christian Peters (89.) für die Woike-Equipe in die Torschützenliste ein. Beim SCVM sorgten Neuzugang Kevin Göde (36.), der vom ETSV Hamburg nach Fünfhausen gewechselt ist, und Julian Pax (90.) für ein achtbares Resultat. „Es war ein einfach mal wieder ein geiles Gefühl, zum Treffpunkt zu fahren. Und für die Jungs, endlich mal wieder ein Trikot überzuziehen“, hat die lange Pause auch am Gramkowweg Spuren hinterlassen. „Wichtig war ja erstmal, überhaupt wieder auf den Platz zu kommen und ein Gefühl zu entwickeln“, sprach Schubert auf das generelle Timing in gewissen Situationen, ob im Zweikampf oder beim Passspiel, an.

Kufahl kommt aus Lüneburg

Kufahl kommt vom VfL Lüneburg und komplettiert das Torwart-Trio beim SVCN. Foto: privat

„Dass wir mit der Leistung natürlich nicht ganz und gar zufrieden sein können, darüber brauchen wir nicht zu reden. Aber das Ergebnis war absolut zweitrangig“, betonte der Curslack-Manager. Vielmehr ging es ihm und dem „Staff“ darum, „erst einmal wieder in Bewegung zu kommen. Und man hat schon ganz deutlich gesehen, dass einige bereits relativ weit sind, andere aber noch einen ganz weiten Weg vor sich haben“, ist nun Ranklotzen angesagt. Nicht umsonst habe man ganze 13 Testspiele abgemacht und geplant.

Dann soll auch ein weiterer Neuzugang sein Können zur Schau stellen dürfen. Wie uns Schubert verrät, habe man David Kufahl vom VfL Lüneburg verpflichtet und mit einem Zwei-Jahres-Vertrag ausgestattet. „Er ist 18 Jahre jung und soll unser bisheriges Torwart-Duo verstärken“, so Schubert über den Youngster, der künftig mit Gianluca Babuschkin und Leon Giese das Trio am Gramkowweg bilden wird. Nach unseren Informationen war auch der SC Victoria Hamburg an Kufahl interessiert. Letztlich bekam aber der SVCN den Zuschlag – und das gleich für zwei Jahre. „So ein junger und talentierter Mann ist auch etwas für die Zukunft“, plant Schubert langfristig mit dem jungen Schlussmann.

Lucassen und Carstensen mit der gleichen Idee

Da Babuschkin zuletzt häufiger mit seinem Knie zu kämpfen hatte und Giese beruflich aufgrund einer Beförderung ziemlich eingespannt ist, musste man am Deich reagieren. Zustande gekommen ist der Transfer von Kufahl über Torwart-Trainer Fabian Lucassen. „Ich habe mich mit ihm ausgetauscht – und er hat mir David genannt“, lässt uns Schubert wissen – und führt aus: „Lustiger weise hat Ingo Carstensen (Co-Trainer beim SVCN, Anm. d. Red.) Parallel dazu unserem Trainer den gleichen Torwart vorgeschlagen.“ Schnell war man sich also einig am Gramkowweg – und Kufahl wusste im Training zu überzeugen.

Loose hört beim SVCN auf

Team-Betreuer Nico Loose ist nicht mehr beim SVCN tätig. Foto: Bode

Ein (weiterer) Neuer ist da, ein Mann aus dem Team ums Team hingegen weg: Betreuer Nico Loose hat dem Verein den Rücken gekehrt. „Nico hat aufgrund beruflicher Veränderungen aufgehört“, klärt Schubert auf. „Sehr schade, aber letztlich musste er mit dem Fußball kürzertreten. Er hat ja auch Frau und Kinder. Deshalb können wir seine Entscheidung total nachvollziehen.“ Dennoch sei man nun „aktiv auf der Suche nach einer Person, die in diese Betreuer-Tätigkeit reinschlüpft“, und die Nachfolge von Loose antritt, erklärt Schubert abschließend.

Autor: Dennis Kormanjos

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