Oberliga-Meisterrunde

Curslack-Hammer: Woike hört als Trainer auf – Henke übernimmt!

Christian Woike (re.) muss seine Tätigkeit beim SVCN beenden. Für ihn kehrt Vereins-Legende Torsten Henke (li.) auf die Bank zurück. Foto: Bode

Am Samstagnachmittag überschlugen sich die Ereignisse am Gramkowweg: Nachdem bereits am Vormittag erste Gerüchte die Runde machten, dass Christian Woike schon bald kein Cheftrainer mehr beim SV Curslack-Neuengamme sein würde, bestätigten Verein und „Crille“ selbst im Anschluss an die 1:4-Heimpleite gegen den Niendorfer TSV eben jenen Umstand gegenüber den Kollegen von „Hafo“!

Torsten Henke (Mi.) an der Seite von Manager Oliver Schubert. Foto: Bode

Eigentlich hatte Woike seinen Kontrakt beim SVCN unlängst erst um eine weitere Spielzeit verlängert. Doch nun lässt die berufliche Situation – einhergehend mit einer Veränderung – kein weiteres Engagement am Deich mehr zu. Den langjährigen Condoraner zieht es nämlich aus der Hansestadt nach Hannover, wo er bei der Agentur „Sportfive“ für den Zweitligisten Hannover 96 im Bereich Marketing/Vertrieb zuständig sein wird. Bei „Hafo“ wurde der 43-Jährige nach dem Niendorf-Spiel wie folgt zitiert: „Der neue Job lässt die Arbeit als Trainer in Curslack nicht mehr zu. Darüber bin ich natürlich sehr traurig, denn ich habe das Ganze hier sehr liebgewonnen, auch wenn die letzten zwei Jahre sehr schwierig waren.“


Am Tag nach dem Trainer-Hammer am Deich nahm sich Curslack-Manager Oliver Schubert die Zeit, um mit uns über die augenblickliche Situation zu plaudern - und bestätigte noch einmal: "Christian Woike scheidet zum Saisonende als Cheftrainer bei uns aus. Das hat rein berufliche Gründe. Er ist in seinem neuen Job bei Sportfive als Kopf für Hannover 96 zuständig und hat gestern um die Auflösung seines Vertrages gebeten." Einen sofortigen Abschied, der anfangs kolportiert wurde, wird es also nicht geben - zumindest offiziell nicht. Obwohl "aktuell schon die Problematik da sein wird, dass er unter der Woche nicht mehr zur Verfügung stehen wird. Allerdings wird er am nächsten Samstag in Niendorf noch einmal auf der Bank sitzen", verrät Schubert.

Henke sagt ganz spontan "Ja"

Im Gastspiel beim Niendorfer TSV wird Woike (Mi.) noch einmal an der Seite von Henke auf der Curslack-Bank Platz nehmen. Foto: Bode

Aber schon am Sachsenweg wird Woike nicht allein sein, sondern "gemeinsam mit Torsten Henke die Geschicke leiten", so Schubert, der trotz der augenblicklichen Lage nicht um einen kessen Spruch verlegen ist: "Da wird sich Ali (Farhadi, Trainer Niendorfer TSV; Anm. d. Red.) dann ganz schön umgucken, welche taktische Kompetenz auf ihn zukommt und welche Kniffe beide aushecken werden, um dort drei Punkte zu holen", scherzt der Manager. Für Woike wird es allerdings das letzte Spiel in Verantwortung sein. Bereits bei den Nachholspielen unter der Woche als auch danach wird Henke das Ruder innehaben.

Eine halbe Stunde vor dem ersten Aufeinandertreffen mit dem NTSV am Samstag habe er Vereins-Legende "Torsten Henke ganz spontan angesprochen und gefragt, ob er interimsmäßig bis zum Ende der Saison - an den Tagen, wo Christian nicht da sein wird - einspringen würde. Dem hat Torsten zugestimmt." Nach kurzer Bedenkzeit bis zur Halbzeitpause. "Dafür sind wir ihm auch sehr dankbar, dass er uns in dieser Phase hilft!" Die Mannschaft wurde unmittelbar nach dem Spiel über die Situation informiert "und war natürlich auch im ersten Moment geschockt", macht Schubert keinen Hehl daraus. Man sondiere nun den Markt, "wie wir über die Saison hinaus mit der Position umgehen und uns aufstellen wollen - und werden dann Gespräche führen", so Schubert.

Abschließend sei ihm aber wichtig, noch einmal uneingeschränkt zu betonen: "Ich persönlich bin natürlich unendlich traurig, gönne Christian aber von Herzen diesen beruflichen Werdegang. Wir hatten zwar noch gemeinsam eine Menge vor, aber es war auch klar, dass dieser Tag 'X' kommen könnte - und der ist nun da. Leider müssen wir uns mit ganz vielen weinenden Augen voneinander verabschieden. Aber wir machen das Beste aus den nächsten Wochen und bedanken uns sowohl bei Christian als auch bei Torsten!"

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