Regionalliga Nord

Norderstedt wird‘s nicht – aber: Teutonia 05 holt Meyer zurück in die Heimat!

Linus Meyer ist zurück in der Hansestadt und schließt sich zum Sommer dem FC Teutonia 05 an. Foto: Verein

Im Sommer 2018 kehrte er der Hansestadt und der Eintracht aus Norderstedt – nach insgesamt acht Jahren bei den Garstedtern als A-Jugend- und Liga-Spieler sowie absoluter Publikumsliebling im Edmund-Plambeck-Stadion – den Rücken. In den vier Jahren fernab der Heimat absolvierte Linus Meyer in zwei Spielzeiten für den SV Rödinghausen 45 Spiele (fünf Tore) in der Regionalliga West, sechs Partien (sechs Tore) für die VSG Altglienicke in der Regionalliga Nordost sowie 22 Begegnungen (ein Tor) in der Vorsaison für den TSV Havelse in der Dritten Liga. Doch damit nicht genug. Mit Rödinghausen warf Meyer im Sommer 2018 – auch dank eines Tores des langjährigen Norderstedters – Dynamo Dresden in der ersten DFB-Pokalrunde aus dem Wettbewerb. Es folgte das Duell mit Rekordmeister FC Bayern München, was nur äußerst knapp mit 1:2 verloren ging. Torschütze für den Viertligisten: Linus Meyer!

Zuletzt war Meyer vier Jahre lang nicht in der Hansestadt aktiv, kickte in Rödinghausen, Altglienicke und Havelse. Foto: noveski.com

Nun – nach insgesamt vierjähriger Abstinenz – kehrt der 30-Jährige nach Hamburg zurück! Und vielleicht könnte Meyer sogar wieder Pokal-Geschichte schreiben. Denn: Der Offensivakteur schließt sich dem Hamburger Pokalsieger FC Teutonia 05 an und trifft mit den „Kreuzkirchlern“ in der Auftaktrunde ausgerechnet auf Titelverteidiger RB Leipzig! Uns gegenüber bestätigen sowohl Verein als auch Meyer selbst den Transfer. Für die Teutonen ist Meyer nach Emanuel Mirchev (SC Verl) der zweite Sommer-Neuzugang. „Der 30-Jährige kommt mit einer Erfahrung von 167 Regionalliga-Spielen und 74 Torbeteiligungen an die ‚Kreuze‘“, heißt es in der Mitteilung.

"Das war für mich eine wichtige Bedingung"

Nach dem Sprung aus der A-Jugend wirbelte Meyer (li.) ganze sieben Jahre lang in der Liga-Mannschaft von Eintracht Norderstedt durch die gegnerischen Abwehrreihen. Foto: KBS-Picture.de

T05-Neucoach David Bergner: „Wir freuen uns sehr, dass wir Linus verpflichten konnten. Mit ihm bekommen wir in der Offensive einen Spieler hinzu, der in der Vergangenheit seine Qualitäten in der Regionalliga gezeigt hat.“ Auf Nachfrage, was zum Wechsel zu Teutonia 05 geführt habe, entgegnet Meyer uns gegenüber: „Als Hamburger Junge verfolgt man natürlich immer das aktuelle Geschehen in der Heimat. Der erste Kontakt zu Teutonia und den Verantwortlichen kam durch meinen Kumpel Jan-Philipp Rose zustande.“

Mit Rose, zunächst als Co- und zuletzt als Interimstrainer beim Club aus Ottensen tätig, verbindet den Offensiv-Allrounder – noch aus Norderstedter Zeit – eine langjährige Freundschaft. Obwohl Rose den Verein inzwischen verlassen hat, sei „Teutonia ein spannendes Projekt und bietet die Möglichkeit, professionell zu trainieren mit zum Teil zwei Einheiten pro Tag, was für mich eine wichtige Bedingung war. Ich bin gespannt und freue mich auf die neue Saison“, kann es Meyer kaum erwarten.

Meyer gegen den Ex-Club: "Stelle mich auf alles ein"

Linus Meyer bei der Vertragsunterzeichnung beim ambitionierten Nord-Regionalligisten FC Teutonia 05. Foto: Verein

Wie es für ihn sein wird, erstmals mit einem anderen Hamburger Verein auf die „Ex-Liebe“ aus Norderstedt zu treffen, könne er „jetzt noch nicht sagen“. Fakt sei aber, dass er seinen ehemaligen Club auch während seiner Abwesenheit nicht aus den Augen verloren hat: „Ich habe die Eintracht immer, wenn ich konnte, verfolgt – ob es per Stream oder sogar manchmal live im Stadion war. Und natürlich erinnere ich mich gerne an die tolle Zeit zurück“, macht Meyer keinen Hehl daraus, dass „der Kontakt zu einigen Spielern, zu Präsident Reenald Koch und sogar zu einigen Fans natürlich nie abgerissen“ sei.

Aber jetzt, wo es ihn zum Rivalen zieht, stelle er sich „auf alles ein. Von zwei paar Schienbeinschonern bis hin zum ganz normalen ‚Willkommen heißen‘. Letzteres wäre natürlich wünschenswert, aber man weiß ja nie, wie es kommt“, so der 30-Jährige abschließend mit einem leichten Augenzwinkern.

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