Oberliga Hamburg
33. Spieltag


FC Süderelbe

3

:

0


ETSV Hamburg

Anpfiff

Fr - 10.05. 19:30 Uhr

Spielstätte

Kiesbarg

Zuschauer

--

Schiedsrichter

Sebastian Born (SV Bergstedt)

Oberliga

„Perfekt performt“ und die Eisenbahn zum Stillstand gebracht: Süderelbe feiert bei emotionalem Schiri-Abschied!

Can Kömürcü, Marius Wilms und Davis Boateng feiern Erolind Krasniqi (li.) nach dem Führungstreffer. Foto: noveski.com

„Das letzte Heimspiel ist immer ein besonderer Anlass“, verdeutlichte Stefan Arlt – und stand vor der grundsätzlichen Schwierigkeit: „Wie bekommt man es hin, dass man den Spannungsbogen über zwei Wochen aufrechterhält – nachdem wir in Niendorf verloren haben und dort nicht an unsere Leistung aus dem Dassendorf-Spiel anknüpfen konnten, weil wir in den entscheidenden Momenten nicht ganz so präsent waren?“, war der Cheftrainer des FC Süderelbe und das gesamte Trainerteam vor der abschließenden Kiesbarg-Party gegen den ETSV Hamburg gefordert, der Mannschaft die notwendige Ernsthaftigkeit, aber auch den richtigen Plan mit auf den Weg zu geben.

Klassisch verladen: Erolind Krasniqi (re.) guckt ETSV-Fänger Elian Clasen aus, schickt den Torwart ins falsche Eck und verwandelt den Foulelfmeter ganz sicher - 1:0. Foto: noveski.com

Das Credo: „Gegen ein Team, das derart dominant und relativ zielstrebig spielt sowie wenig Gegentore bekommen hat, seitdem Berkan übernommen hat, braucht es ein paar Parameter“, um das Spiel auf die eigene Seite zu ziehen. „Es muss klar sein, dass wir, was das Tempo und die Laufbereitschaft betrifft, immer am Limit arbeiten und auch mit Leidenschaft verteidigen, aber auch in puncto Qualität einen Unterschied ausmachen müssen“, so Arlt im Vorwege. „In der ersten Halbzeit war es ein eher ausgeglichenes Spiel. Ich habe uns mit leichten Vorteilen gesehen, obwohl auch der ETSV – insbesondere über die linke Seite – immer wieder gefährlich geworden ist.“ Vor allem Marco Schultz hatte den einen oder anderen Hochkaräter auf dem Fuß, vergab aber sämtliche.

Einmal brach jedoch der FCS über die eigene linke Seite entscheidend durch. Davis Boateng beförderte den Ball scharf hinter die Kette und Erolind Krasniqi vollstreckte. Aber die Fahne des Assistenten ging hoch. Abseits. „Für unser Dafürhalten ist er von hinten eingelaufen“, befand der Süderelbe-Coach. Aber nichtsdestotrotz: „Das war für uns ein Signal, dass wir mir der Art und Weise, die wir uns taktisch vorgenommen haben, welche Räume wir bespielen müssen und wie wir spielen wollen, zum Erfolg kommen können.“

ETSV muss dem Tempo des FCS Tribut zollen

Jorge Camacho (2. v. li.) schlenzt das Leder zum 2:0 für die "Kiesbargler" in die Maschen. Foto: noveski.com

Der Plan für die zweite Halbzeit: „Die Räume noch schärfer zu besetzen und unsere Aktionen noch schärfer und progressiver rauszuspielen. Das haben wir in der zweiten Halbzeit richtig gut gemacht“, konstatierte Arlt. „Mit dem Tempo, was wir gegangen sind, gab es nur zwei Alternativen für den ETSV: Entweder die gehen das Tempo weiter mit oder sie lassen uns gewähren. Dann müssen wir sauber und klar unsere Chancen herausspielen, um den Vorteil auf unsere Seite zu ziehen. Das ist uns in vielen Aktionen richtig gut gelungen!“ Mit drei blitzsauberen Treffern. „Die Tore sind nicht aus dem Zufall heraus gefallen, sondern waren wirklich gut rausgespielt.“

Süderelbe fegt über die Eisenbahn hinweg

Davis Boateng (re.) hat keine Mühe mehr und veredelt einen perfekt vorgetragenen Konter zum 3:0-Endstand für seinen FC Süderelbe gegen den Tabellendritten. Foto: noveski.com

Das 1:0 erzielte Krasniqi nach einem Foulspiel an Boateng per Strafstoß (59.). Beim 2:0 spielte Süderelbe einen Konter in Überzahl herausragend aus und Jorge Camacho veredelte ein Krasniqi-Zuspiel (79.). Auch beim Schlusspunkt war Krasniqi mit seinem Pass auf Arthur Filimonov beteiligt. Dessen Hereingabe musste Boateng nur noch ins Eckige drücken – 3:0 (90. +1)! „Wir haben uns teilweise spielerisch so gut befreit und es hat uns auch schon in der ersten Halbzeit maximal geholfen, dass wir immer flach geblieben sind, immer Fußball gespielt haben und nie gleich mit dem ersten oder zweiten Kontakt den langen Weg gesucht haben“, richtete Arlt „ein Riesenkompliment“ an seine Jungs, „dass sie das so gut umgesetzt haben“.

Vorfreude auf Altona - Emotionaler Born

Deer letzte Abpfiff in der Karriere von Sebastian Born (Mi.) beendet zugleich eine 25-jährige Schiedsrichter-Ära. Foto: noveski.com

Man wollte im letzten Heimspiel noch einmal „möglichst perfekt performen, um zu Hause einen super Abschluss zu haben und daran anzuschließen, was wir schon gegen Dassendorf auf die Beine gestellt haben. Meiner Meinung nach war es sogar nochmal einen Tick besser als gegen Dassendorf. Insofern sind wir natürlich total zufrieden“, konnte mit einem abschließenden Sieg gegen den bis dato in der Rückrunde ungeschlagenen Tabellendritten natürlich umso besser gefeiert werden. „Jetzt freuen wir uns auf ein Spektakel in Altona. Wir gehen von mindestens 2000 Zuschauern aus – das ist ein Highlight für jeden Fußballer! Das werden wir mitnehmen und genießen“, so Arlt abschließend.

Emotional wurde es um 21:15 Uhr, als Referee Sebastian Born (SV Bergstedt) die Partie mit dem letzten Abpfiff seiner Karriere und zugleich eine sage und schreibe 25-jährige Ära beendete. Selbst HFV-Präsident Christian Okun ließ sich das letzte Spiel in der langen Laufbahn des Unparteiischen nicht entgehen.