Ex-Kiezkicker verstärkt die „große Familie“ beim FC Elazig Spor!

BZ-Ost-Primus gibt sich ganz bescheiden und will nur Taten sprechen lassen

02. Februar 2015, 16:40 Uhr

Seine filigrane Technik wird Deniz Herber (re.) künftig auf der roten Asche an der Wendenstraße zur Schau stellen. Foto: KBS-Picture.de

„Wir machen unsere Arbeit und bleiben auf dem Teppich. Eine Show werden wir nicht abziehen“, sagt Burhanettin Celik, der mit seinem FC Elazig Spor der namhaften Konkurrenz ein Schnippchen geschlagen hat und das Feld in der Bezirksliga Ost anführt. Bereits in der vergangenen Spielzeit setzte man als Tabellensechster ein Zeichen, an das man nun nahtlos anknüpft. In der Winterpause ist dem Club von der Wendenstraße personell nochmal ein dicker Fisch ins Netz gegangen, der die ohnehin schon vorhandene Qualität noch einmal gewaltig in die Höhe schraubt.

Der ehemalige St. Paulianer und Dassendorfer Deniz Herber wechselt auf die rote Asche zum FC Elazig Spor! Zuletzt war der gerade einmal 22-Jährige in der Oberliga für den SV Curslack-Neuengamme am Leder. Wie Manager Celik verrät, war Herber bereits nach seinem Abgang beim Hamburger Meister im Sommer ein Thema bei Elazig Spor. FC-Spieler Lukasz Gesla, der mit dem ehemaligen türkischen U-Nationalspieler befreundet ist, brachte ihn ins Gespräch. Damals kam der Wechsel jedoch noch nicht zustande. Nun vermeldet man jedoch Vollzug! Neben dem „Sechser“ haben die Verantwortlichen mit Issah Abdulai (ehemals TSV Buchholz 08) einen weiteren höherklassigen Akteur an Land gezogen.

Wer nun glaubt, dass man diesen Spieler mit Geld gelockt habe, der irrt gewaltig, meint Celik: „Bei uns wird nichts gezahlt! Die Jungs, die für diesen Verein spielen, sind alle untereinander befreundet, mindestens 80 Prozent kennen sich seit Kindestagen. So ist es auch bei Deniz, der über Freundschaften zu Spielern zu uns gekommen ist.“ Mit den Sbou-Brüdern, einem Volkan Al, der einst in der ersten türkischen Liga aktiv war, oder einem Massiullah Abdullah, der nicht nur im Futsal ein „Crack“ ist, sondern auch auf den großen Plätzen eine Ausnahmequalität hat, ist Elazig Spor personell gut aufgestellt. „Viele Spieler sind nun schon in der dritten Saison bei uns. Wir harmonieren super miteinander und dieses Teamgefüge ist auch die Erklärung für den Erfolg.“

Das Selbstbewusstsein an der Wendenstraße ist deutlich gestiegen, auch wenn Celik auf die Euphoriebremse tritt und vor zu großer Erwartungshaltung warnt: „Nachdem wir im letzten Jahr Sechster geworden haben sich die Spieler das Ziel gesetzt, dass sie in dieser Saison aufsteigen wollen. Damals konnte ich nur schmunzeln und habe den Jungs gesagt, dass es finanziell kaum machbar sei. Aber in der Hinrunde haben sie gezeigt, dass es möglich ist. Wichtig ist nur, dass wir den Spaß beibehalten und weiter diszipliniert bei der Sache sind.“ Und Celik weiß auch: „Letztes Jahr haben wir gekämpft bis zum umfallen – jetzt haben wir an Qualität hinzugewonnen.“ Dennoch möchte der Manager „auf dem Teppich bleiben, denn am Ende spielen viele Faktoren eine Rolle, um es tatsächlich auch zu schaffen“. Aktuell beträgt der Vorsprung auf den stark aufrüstenden FC Bergedorf 85 ein Pünktchen – allerdings hat man noch ein Spiel mehr in der Hinterhand. Dennoch regiert die Bescheidenheit beim FC Elazig Spor. Und in Anlehnung an die stark aufrüstende Konkurrenz aus Bergedorf meint Celik: „Nur weil man Geld hat, heißt das noch längst nicht, dass es auch gut harmoniert.“ Genau in diesem Punkt sieht sich die Equipe von Hüseyin Aydin den Gegnern gegenüber im Vorteil. „Wir sind eine große Familie!“

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