„Ich will mit meinen Freunden zusammen spielen“

Pablo Cardoso, die Torgarantie der Reserve des TSV Sasel, im Interview

08. November 2016, 15:44 Uhr

Gewohntes Terrain: Pablo Cardoso spielte bereits in der Jugend bei Sasel. Foto:noveski.com

Pablo Cardoso spielt zurzeit beim TSV Sasel II eine starke Saison. Mit zwölf geschossenen Toren ist er nicht nur bester Schütze seines Teams, sondern gehört damit auch noch zu den besten drei Torjägern der Liga. Die Gene seines Vaters Rodolfo Esteban Cardoso hat er damit also schonmal in die Wiege gelegt bekommen. Warum er in Sasel spielt und was er in Zukunft im Fußball vor hat, erzählt er im Gespräch mit den FussiFreunden.

Erst am vergangenen Wochenende konnte Pablo Cardoso mit seinem Dreierpack gegen Bergstedt glänzen und so seine Saseler Mannschaft zum Sieg schießen. Auch dank ihm startet der Aufsteiger in der Bezirksliga Nord derzeit also so richtig durch. „In der letzten Saison war ich leider oft verletzt. Ich hatte mehrere Muskelfaserrissen“, erkärt der 25- Jährige. Deswegen konnte er in der letzten Saison, als die TSV-Reserve den Aufstieg aus der Kreisliga stemmte, auch nicht ein entscheidender Teil der Mannschaft sein. Das ist in dieser Saison zum Glück ganz anders. „Diese Saison habe ich einfach mehr Glück“, freut sich Cardoso über die letzten Erfolge mit seiner Mannschaft.

"Position des Stürmers liegt mir mehr als die des Zehners"

Pablo Cardoso (links) ist im Spiel gegen Meiendorf einen Schritt schneller als Gegenspieler Tobias Reichau. Foto:noveski.com

Nicht nur die Sache mit dem Erfolg und dem Mitwirken hat sich geändert. Es gab noch eine Umstellung für Cardoso im Vergleich zur vergangenen Saison. Von Trainer Tom Woltemath wird der Offensivakteure nämlich nicht mehr auf der Zehn, sondern als klarer Stürmer eingesetzt. Mit dieser neuen Position scheint der Sohn von Ex-HSV-Profi Rodolfo Esteban Cardoso sehr gut auszukommen. „Ich glaube, dass mir die Position des Stürmers mehr liegt als die des Zehners“ gibt Cardoso junior zu. Anders als der Vater, der früher vor allem als Außen und im offensiven Mittelfeld agierte, ist Pablo also eher der eiskalte Vollstrecker vor dem Tor des Gegners. 


Aber warum Sasel II in der Bezirksliga, obwohl Pablo Cardoso sogar schon in der Oberliga bei Halstenbek-Rellingen gespielt hat? „Sasel ist bei mir in der Nähe und meine Jugendfreunde spielen dort“, erläutert der 25- Jährige, der unbedingt mit seinen Kumpels in einem Teams stehen möchte. „Ich will nur mit meinen Freunden spielen, aber richtige fussballerische Ziele habe ich keine mehr“ gibt Sasels Topstürmer offen zu. Das war in der Jugend des TSV noch anders, denn da träumte der Jüngling natürlich davon, später einmal in die Fußstapfen seines Vaters treten. „In der Jugend hatte ich natürlich meine Ziele, die dann aber als ich so 17 oder 18 Jahren alt war, nicht mehr relevant wurden“, berichtet Pablo Cardoso.

Dennoch würde er gerne nochmal mit seinem Vater zusammen einer Mannschaft helfen. „Das ist aber eher unrealistisch. Ich glaube, dass mein Vater nicht irgendeinen Club in der Bezirksliga Nord trainieren will“, sagt Pablo lachend. Derzeit ist Cardosos Vater zwar vereinslos, aber nach seinen Trainerstationen beim HSV dürfte das Ziel klar sein: eine höherklassig spielende Mannschaft. Pablo Cardoso muss mit seiner Truppe derweil am bevorstehenden Wochenende am heimischen Parkweg gegen den 1. FC Quickborn ran. Mit einem Dreier könnte man sogar auf den dritten Tabellenplatz klettern...


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