Oberliga-Meisterrunde

Bei Petzschke-Comeback: Vicky verpasst Sasel ordentlichen „Nackenschlag“

19. März 2022, 18:00 Uhr

Yannick Petzschke (Mi.) feierte nach ewig langer Leidenszeit sein Comeback und richtete nach dem Spiel einige Worte an die Teamkollegen. Foto: Küch

Der TSV Sasel war auf Revanche aus. „Rache“ für das Pokal-Drama zu Beginn der Saison, als Nikolas Mallwitz den SC Victoria Hamburg in der Nachspielzeit in Führung brachte und der vermeintliche Ausgleichstreffer der „Parkwegler“ in der 95. (!) Minute nicht anerkannt wurde. So groß der Frust auch war, so gut erholten sich die Zankl-Zocker von dem sportlichen Tiefschlag. Als Tabellenzweiter ging Sasel in die Oberliga-Meisterrunde – während Vicky erst im Schlussspurt das Ticket klarmachte und als Rang-Fünfter in das direkte Duell ging…

Vickys Top-Torjäger Nick Scharkowski (re.) glänzte mal wieder als Doppeltorschütze. Foto: Küch

Lange Zeit witterte der Gast die Revanche. „Auf beiden Seiten waren Torchancen da. Vicky hatte ein paar Dinger. Aber wir hatten auch Riesengelegenheiten, um mit 2:0 in Führung zu gehen oder das 2:1 zu machen“, befand Danny Zankl. Stattdessen musste man sich am Ende mit 1:4 an der Hoheluft geschlagen geben. „Zu hoch“, redete der TSV-Trainer gar nicht erst um den heißen Brei herum, sondern stufte die Niederlage als absolut „ärgerlich“ ein. Eine Schlappe, die nicht nur in der Höhe „nicht Not tat“, konstatierte Zankl – und wurde noch deutlicher: „Das ist ein Nackenschlag! Das muss man so sagen und ärgert einen auch“, prognostizierte der gesundheitlich leicht angeschlagene Übungsleiter der Saseler „kein schönes Wochenende“.

"Vicky hat von unseren extrem vielen eklatanten Ballverlusten profitiert"

Jubelnde Victorianer (li.), niedergeschlagene Saseler. Foto: Küch

Dabei begann der Fußballabend der „Parkwegler“ nach Plan. Leon Tonder brachte die Gäste in Front (24.). Und das, obwohl sein Team die Vorgaben „in der Anfangsphase nicht ganz so gut gelöst“ habe, konstatierte Zankl. „Aber danach waren wir gut im Spiel drin.“ Nichtsdestotrotz: „Vicky profitiert übers ganze Spiel von unseren eklatanten Ballverlusten! Leider hatten wir da heute komischerweise extrem viele von drin…“

Das Angriffspressing habe „eigentlich immer gesessen. Da hat Vicky nicht einmal hinten rausgespielt“, so Zankl. „Leider hatten wir aber auch zwei, drei Spieler, die nicht in Top-Form waren, was auch ein bisschen der Trainingswoche geschuldet war“, hatte man auch in Sasel mit einigen (krankheitsbedingten) Ausfällen zu kämpfen. Aber: „Das sind alles keine Ausreden“, stellte Zankl klar. „Wenn wir unser Spiel im Mittelfeldpressing durchgespielt hätten, dann wäre es eine ganz enge Kiste geworden“, mutmaßte er. „Leider haben wir die Momente, das Spiel in unsere Richtung zu kippen, aber nicht genutzt. Und das wäre heute ganz wichtig gewesen, weil wir einfach viel zu viele Fehler gemacht haben.“

Comeback nach 748 Tagen: Petzschke ist zurück!

SCV-Coach Sören Titze ballt vor Freude die (Sieger-)Faust. Foto: Küch

Vicky-Torjäger Nick Scharkowski sorgte noch im ersten Abschnitt für den Ausgleich (35.). In einer fulminanten Schlussphase entschied die Titze-Truppe die Begegnung mit drei Toren binnen sechs Minuten klar für sich. Gerrit Pressel (78.), Andre Monteiro Branco (82.) und abermals Scharkowski (84.) schossen den im Endeffekt vom Ergebnis her klaren 4:1-Erfolg für den SCV heraus. Der erste Sieg im ersten Meisterrunden-Spiel für Vicky und Neucoach Sören Titze – und was für einer. Gekrönt wurde der Abend der Hoheluft-Mannen vom Comeback von Yannick Petzschke, der nach ewig langer Leidens- und Verletzungszeit und sagenhaften 748 Tagen sein Comeback feierte – mit einem „Dreier“ im Gepäck…

Autor: Dennis Kormanjos

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